
Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell ein sonst harmlos erscheinender Bergbach die Landschaft verändern kann. An einer kleinen Brücke am Wanderweg stutze ich: vor wenigen Tagen war der Bach hier noch metertief eingegraben, jetzt ist er bis an den Weg aufgeschottert. Und offenbar hat ein Bagger bereits den Weg frei geräumt und auch im Bachbett wieder eine schmale Rinne geschaffen, um das Wasser in sein altes Bett zurück zu leiten: Schotter auf den angrenzenden Weideflächen zeigt, wie stark der Bach ausgeufert war.

Jetzt ist er wieder ein kleines Rinnsal, aus dem der Hund ungefährdet saufen kann.

Aber auch weiter oben zeigt sich, welche gewaltigen Schuttmengen, vermischt mit Wurzeln und Baumstämmen das Wasser transportiert hat: es muss ein ordentliches Getöse gewesen sein.


Offenbar war es eines der letzten heftigen Gewitter, das den Bach derart anschwellen ließ – hier in den Bergen nicht ungewöhnlich, aber es scheint, dass solche Starkregen-Ereignisse zunehmen. Die Natur – und auch wir Menschen – müssen damit zurechtkommen.


Auch die Bäume sind am Steilhang Überlebenskünstler: was direkt auf dem Fels wachsen will, muss seine Wurzeln tief hinunter strecken und gut verankern. 04. 08. 2024

