Garten am Alpenrand: Rosenzeit

 

Ich liebe die „Gräfin Astrid von Hardenberg“ mit ihren samtigen dunkelroten Blüten und dem betörenden Duft – für mich eine der schönsten Duftrosen. Daneben nimmt sich „Lavender Dream“ fast bescheiden aus mit ungefüllten Blüten und zartem Lavendelduft, aber ich mag sie genauso.

 

Die letzten Pfingstrosen zeigen ihre Pracht, obwohl der Regen sie zu Boden gedrückt hat. Auch die Blüte der Wildrosen währte nur kurz. Der Rambler „Pauls Himalayan Musk“ überwältigt jedes Jahr mit seiner Blütenfülle. Die zehn Jahre alte Rose hat inzwischen mit ungeheurer Wuchskraft bereits das zweite Stockwerk erobert! Leider ist sie anfällig für Mehltau, ebenso wie die Kletterrose „Paul Noel“, der ebenfalls ein heftiger Gewitterregen zugesetzt hat.

 

Unermüdliche Blüher sind dagegen die etwas groß geratenen Bodendecker „Snowfield“ in Weiß und Rosa, ebenfalls in Rosa „Leonardo da Vinci“ und die leuchtend rote „Mariandl“. Weitere Rosen stehen in den Startlöchern, also demnächst mehr. 06. 07. 2019

 

Garten am Alpenrand: Auf Kälte folgt Hitze

 

Von fünf Grad auf fast 25 Grad – der Temperatursprung ist enorm, auch nach den Eisheiligen blieben Kälte und Regen und jetzt, seit wenigen Tagen, plötzlich Sommer: im Garten hat die Akelei die Herrschaft übernommen, der Flieder duftet und als letzter Obstbaum blüht die Quitte.

 

Die Prachtspiere zeigt sich in voller Pracht, eine erste Clematis-Blüte hat sich geöffnet – eine frühe Clematis alpina hat den Winter leider nicht überlebt – und für Blautöne sorgen Hasenglöckchen und Bergflockenblumen.

 

 

In den wilden Ecken habe ich eine dritte Art Ehrenpreis entdeckt – ich mag die lateinische Bezeichnung Veronica -nach dem feinstieligen und dem Gamander-Ehrenpreis die zart gestreiften Blüten der quendelblättrigen Veronica, die erst bei genauem Hinschauen ihren Zauber entfalten. Der Löwenzahn hat sich zur Pusteblume entwickelt und die rote Lichtnelke blüht immer noch. Für Gelbtöne sorgen Wiesenpippau sowie kriechender und scharfer Hahnenfuß. Im Nutzgarten hat die Kälte das Wachstum weiter verzögert, nur erste kleine Radieschen und Eiszapfen wandern auf das Frühstücksbrot. Und es gab den ersten Rhabarberkuchen! 05.06.2019

 

Garten am Alpenrand: Eisheilige Ade!

 

Aufatmen im Garten: die heuer wirklich eisigen Eisheiligen sind ohne größere Schäden vorbei gegangen. Das Tränende Herz hat Kälte und Schnee gut überstanden und steht immer noch in voller Pracht. Beim Polsterphlox mag ich die rosa-weiße Sorte besonders gern. Als erste Akelei hat eine niedrige, weiße Pflanze die Blüten geöffnet, die höheren Sorten lassen sich noch Zeit. Einige Apfelbäume blühen noch und allerletzte Tulpen.

 

Wunderschön zeigt sich wieder der Fieberklee im kleinen Gartenteich. Und dem Hopfen kann man beim Klettern zuschauen. Besonders lebendig präsentieren sich die wilden Gartenecken: da blühen Löwenzahn und Rote Lichtnelke um die Wette und der Günsel wählt im kühlen und feuchten Gartenteil dunkle Farbtöne, auch bei den Blättern.

 

 

Das Vergissmeinnicht überrascht mich alljährlich mit neuen Standorten, es wandert offenbar gern. Die Knoblauchrauke wuchert am Zaun und das Lungenkraut verzaubert mit bunten Blüten und Blättern. In den Hochbeeten tut sich noch fast nichts. Die Kälte hat die Entwicklung von Radieschen und Co. ausgebremst. 18.05.2019

 

Garten am Alpenrand: Wieder Winter

 

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Seit gestern Nacht schneit es wieder und der Garten hüllt sich in Weiß. Ich habe nicht gezählt, wie oft die Tulpen in diesem Frühjahr im Schnee standen, der ständige Wechsel von Hitze und Kälte ist schon extrem.

 

Auch Birnen- und Kirschblüten und die ersten Apfelblüten verschwinden unter dem Schnee. Verfrühte Eisheilige oder nur Vorboten der kalten Gesellen? Zum Glück sind die Temperaturen nur geringfügig unter Null Grad gefallen, so dass es wohl keine Schäden geben wird. Und einer freut sich garantiert über den Schnee: Hund Airy (siehe unter „Hund und Katze“). 06. 05. 2019

 

 

Garten am Alpenrand: Noch einmal Tulpen

 

Noch einmal Tulpen, bevor die Pracht vorbei ist. Tagelang hieß es: wegen Regen und Kälte geschlossen. Bei Temperaturen zwischen zwei und fünf Grad legte das Wachstum im Garten eine Pause ein. Der Regen war dringend notwendig, es hätte noch mehr sein können. Aber kaum scheint die Sonne, öffnen sich alle Blüten und die Bienen fliegen wieder.

 

 

Während das Tränende Herz in voller Pracht da steht, ist bei den Tulpen das Ende abzusehen. Ich genieße die letzten Tage. 1. 05. 2019

 

 

Garten am Alpenrand: wilder Frühling

 

Nicht nur Tulpen und Narzissen stehen in voller Pracht, auch in den wilden Ecken kann ich täglich etwas Neues entdecken. Hier zeigt sich der Frühling in Blau und Gelb. Ganz zart ein kleiner, feinstieliger Ehrenpreis mit dem hübschen lateinischen Namen Veronica filiformis. Als Kinder haben wir Regenblümchen dazu gesagt, weil es angeblich regnet, wenn man sie abpflückt. In kräftigerem Blau zeigen sich Gundermann und kriechender Günsel und rosaviolett der Seidelbast.

 

Vielfältig auch die Gelbtöne: die Schlüsselblumen nutzen die blattlose Zeit unter dem Apfelbaum, wo sie im Frühling noch ausreichend Licht bekommen. Das Scharbockskraut glänzt in kräftigem Gelb und der Löwenzahn lockt mit seinen Riesenblüten verschiedene Besucher an.

 

 

Erstaunt bin ich über eine Kratzdistel, die vor ein paar Jahren prächtig im Garten stand, dann aber offenbar Pause machte bis zu diesem Frühjahr. Jetzt kündigt eine kraftvolle Rosette am Boden an, dass sie wieder wachsen will. Ganz zierlich, kaum größer als zehn Zentimeter, steht dagegen eine frühe Segge im Gras, wohl die Frühlingssegge. 20. 4. 2019

 

Garten am Alpenrand: Frühlings-Explosion

 

Vor fünf Tagen hat es noch geschneit und die Kälteperiode hat die Entwicklung im Garten deutlich gebremst. Aber seit sich die Sonne durchsetzt, scheint die Natur regelrecht zu explodieren und jeden Tag blühen zwei, drei Arten mehr. Die niedrigen Wildtulpen (Tulipa tarda) haben als erste ihre Blüten geöffnet. Ein paar Tage später zeigen sich die Darwin-Hybrid-Tulpen in voller Pracht. Sie sind nach meiner Erfahrung robuster als andere Tulpen, die oft nur ein oder zwei Jahre lang blühen und dann verschwinden.

 

Eine aparte hellgelbe Blüte trägt den, wie ich finde, unpassenden Namen Hundszahnlilie. Den Kontrast in Blau bilden die Traubenhyazinthen, die wie die Blaukissen von Insekten umschwärmt werden, ebenso wie die Schlehe, die als erster Baum in Weiß erstrahlt. Die Birnbäume stehen auch schon in den Startlöchern.

 

Heute konnten wir zwei seltene fliegende Gäste beobachten, einen Trauermantel und einen Schwalbenschwanz, leider zu weit weg für die Kamera. Aufgefallen ist uns eine Wespe, die offenbar Schlehe und Bärlauch besonders liebt, obwohl letzterer noch nicht blüht. Der Zeichnung nach ist es wohl eine Feldwespe (Polistes gallicus) und Größe und lange Beine deuten auf Königinnen, nach meinem schlauen Insektenbuch die einzigen, die schon im zeitigen Frühjahr zu sehen sind.

 

Ein Käfer hat die kleinen Narzissen zum Fressen gern, etwa der rote Käfer auf dem Blatt der Hundszahnlilie, wohl ein Lilienhähnchen (Lilioceris lilii)? 19. 04. 2019