Garten am Alpenrand: Gestern grün, heute weiß

Gestern grün, heute weiß: es hat mal wieder geschneit. Damit setzt der Frühling fort, was der Winter begonnen hat: warme Sonnentage wechseln mit Frost und eisigem Ostwind. Die Lenzrose – Helleborus orientalis -lässt sich von diesem Wechselspiel nicht stören und blüht wunderschön weiter. Ich liebe auch die Veilchen – Viola odorata -, die mit ihrem Duft und ihrem tiefen Blau den Zauber des Frühlings spüren lassen.

Die Himmelschlüssel – Primula eliator – unter den noch laublosen Apfelbäumen nutzen jeden Sonnenstrahl zur üppigen Blüte. In einer anderen Gartenecke scheinen sich Wildpflanzen und Gartenprimeln zu mischen zu einer Vielfalt an Formen und Farben von Hellgelb bis zu dunklem Purpur. Auch das Scharbockskraut – Ranunculus ficaria – blüht schon und damit ist die kurze Erntezeit vorbei. Stattdessen ergänzen zarte Löwenzahnblättchen und die ersten Röhren der Winterheckenzwiebel den Bärlauch – Allium ursinus -, der morgens frisch gepflückt aufs Frühstücksbrot kommt.

Der Bärlauch hat zum Glück nur wenig unter den letzten scharfen Frostnächten gelitten, auch der Neuschnee wird ihm nicht schaden. Aber beim tränenden Herz sind bei minus 12 Grad die schon großen Blätter erfroren, zum Glück nicht alle. Erfahrungsgemäß wird es nachtreiben. Die Birnenknospen am Spalier wollen sich auch schon öffnen, aber ich hoffe, dass sie sich noch Zeit lassen, bis es dauerhaft wärmer wird. 30. 03. 2020

Hund und Katze: Spaß im Schnee

Die Fotos sagen alles: Airy hat einen Riesenspaß im Schnee und kann gar nicht genug bekommen vom Springen, Toben und Wälzen. Als Spielzeug genügen ein Stück Holz oder ein alter Blumentopf, den der Wind irgendwo ins Gebüsch geweht hat. Leider muss ich das Spiel bald abbrechen, denn auch diesmal gibt’s bei Neuschnee wieder dicke Bollen an den Beinen. 27. 02. 2020

Wandern und Schauen: Winterspaziergang im Advent

Es ist immer wieder wunderbar, wie der Schnee die Landschaft verändert: der Blick verliert sich in Weiß- und Grau-Tönen, die nur von wenigen Farben unterbrochen werden, dem Blau des Himmels oder dem spärlichen Grün, dass noch nicht unter der weißen Decke verschwindet. Die Konturen werden teils weicher wie der Maulwurfshügel unter dem Schnee, teils härter wie die kahlen, dunklen Äste vor dem Weiß.

Noch lässt die Schneedecke den Spaziergang querfeldein zu und Hund und Mensch genießen, jeder auf seine Weise, die winterlichen Verhältnisse – was Hund Airy vom Schnee hält, ist unter „Hund und Katze“ zu lesen. 11. 12. 2019

Hund und Katze: Spaß im Schnee

Neuschnee statt Herbst-Matsch im Allgäu, das ist für Hund und Frauchen ein Riesenvergnügen. Airy scheint zu wissen, dass er im Schnee besonders fotogen ist: er setzt sich in Szene, wälzt sich, wühlt mit der Schnauze im kühlen Weiß, schüttelt sich und hat sichtlich Spaß.

Leider können wir den Spaziergang nicht lange ausdehnen, denn dicke Schnee-Bollen im Fell bedeuten bei längerem Verweilen Erkältungs- oder sogar Erfrierungsgefahr. Ob wir doch mal einen Schnee-Anzug ausprobieren? Aber macht das Wälzen dann noch so einen Spaß? Zum Glück gibt’s die Bollen nur bei Neuschnee, später setzt der Schnee sich nicht mehr so fest. 10. 12. 2019

Garten am Alpenrand: Wieder Winter

 

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Seit gestern Nacht schneit es wieder und der Garten hüllt sich in Weiß. Ich habe nicht gezählt, wie oft die Tulpen in diesem Frühjahr im Schnee standen, der ständige Wechsel von Hitze und Kälte ist schon extrem.

 

Auch Birnen- und Kirschblüten und die ersten Apfelblüten verschwinden unter dem Schnee. Verfrühte Eisheilige oder nur Vorboten der kalten Gesellen? Zum Glück sind die Temperaturen nur geringfügig unter Null Grad gefallen, so dass es wohl keine Schäden geben wird. Und einer freut sich garantiert über den Schnee: Hund Airy (siehe unter „Hund und Katze“). 06. 05. 2019

 

 

Lieblingsrezepte: Frühlings-Frühstücksbrot

 

Endlich ist es wieder soweit: der Bärlauch kann geerntet werden und auch ein paar zarte Löwenzahnblättchen und Scharbockskraut finden sich schon im Garten (Scharbockskraut vor der Blüte ernten!). Der Schnittlauch war zwar heute Morgen wieder weiß überzuckert, aber die (hoffentlich) letzten Schneeschauer schaden den Kräutern nicht mehr, so lange die Nachttemperaturen nicht zu tief sinken. Der erste Gang führt mich jetzt morgens in den Garten und auf den Balkon, um Kräuter für mein Lieblings-Frühstücksbrot zu schneiden: Ziegenfrischkäse, Quark oder Hüttenkäse mit frisch geernteten Kräutern – es gibt nichts Besseres! Später kommen noch Kresse, Wiesenschaumkraut oder bitteres Schaumkraut dazu, auch Spitzwegerich, Gänseblümchen und Sauerampfer, aber davon ist noch nichts zu finden. Winterheckenzwiebeln und Luftzwiebeln will ich noch ein paar Tage wachsen lassen, bevor auch sie das Kräuterfrühstück bereichern. 05. 04. 2019

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Garten am Alpenrand: erste Schneeglöckchen

 

Es ist immer wieder ein Wunder: der größte Teil des Gartens liegt noch unter einer festen weißen Decke, aber auf einem schmalen aperen Streifen blühen die Schneeglöckchen. Und es werden jeden Tag mehr! Auch die ersten Bienen fliegen schon. Unglaublich, wie diese ersten zarten Blümchen die Stimmung heben. Jetzt ist klar, der Frühling kommt, auch wenn es sicher noch winterliche Schneeschauer geben wird. Die Temperaturen sind für Februar ungewöhnlich mild, aber nur, solange die Sonne scheint. Der Wind kann noch eisig sein. Ich habe die Wildrosen gekürzt, damit sie nicht allzu ungehemmt wuchern und einige Gartenteile unzugänglich machen – sie sind sehr stachelig! Das Schneiden war jetzt bequem möglich, weil der Schnee die Sträucher zu Boden gedrückt und festgehalten hat, so dass ich gut drangekommen bin. Auch Flieder und Beerensträucher liegen teilweise noch am Boden und ich hoffe, dass nicht zu viele Zweige abgebrochen sind. Die Zuchtrosen schneide ich erst, wenn die Forsythien blühen. 28. 2. 2019

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Hund und Katze: Frühlingsahnen und Neuschnee

 

Ein paar Tage lang hat es getaut und Kätzchen Maya konnte sich für den Gartenspaziergang zumindest einige trockene, apere Stellen suchen. Notfalls springt sie zwar auch mitten in den Schnee, aber sie liebt die weiße Pracht nicht und verbringt ungewöhnlich viel Zeit in der warmen Stube. Im vorderen Gartenteil, wo die Sonne schon kräftiger und länger scheint, ist wieder erstes Grün zu entdecken. Aber nicht lange, dann schneit es wieder und Airy kann frische Spuren in den Schnee legen. 11. 02. 2019

 

 

Garten am Alpenrand: ein Wintermärchen

 

Und wieder gleicht der Garten einem Wintermärchen. Und es schneit weiter. Andere planen schon für Frühling und Sommer. Das würde mich nur frustrieren, denn hier dauert der Winter zwei bis vier Wochen länger als im Flachland. Früher waren solche Schneemengen normal, heute nach einigen schneearmen Wintern und den ungewöhnlich warmen März- und Apriltagen der letzten Jahre müssen auch wir uns wieder daran gewöhnen – an die Mühen, aber auch an die Schönheit dieses Naturschauspiels. Also genieße ich lieber die verwandelte Landschaft mit den weichen und bizarren Formen und Schwarz-Weiß-Kontrasten, die der Schnee schafft. Die Hochbeete verschwinden fast im Schnee, auch die Farben haben sich vorläufig verabschiedet, bis auf den roten Tupfer an der Wäscheleine. 3. 2. 2019