Hund und Katze: Wagt sich Maya aufs Eis?

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Frostnächte bis minus acht Grad haben die Wassertonnen mit einem Eisdeckel verschlossen. Maya, meine neugierige Katze, begutachtet die Veränderung mit Skepsis. Soll sie sich aufs Eis wagen? Wie eine Seiltänzerin balanciert sie auf dem Tonnenrand. Vorsichtig setzt sie eine Pfote auf die veränderte Oberfläche und zieht sie sofort erschrocken zurück: das ist kalt und nass und bewegt sich! Zu ungemütlich für unser Kätzchen. – Höchste Zeit, dass ich die Wassertonnen ausleere, bevor das Eis die Behälter sprengt: alles schon passiert. Maya ist bei ihren Balanceakten übrigens noch nie ins Wasser gefallen. Ich bewundere sie. 14. 11. 2019

Garten am Alpenrand: Letzte Tomaten

 

Im Garten geht die Tomatenernte zu Ende. Es reicht nur noch jeden zweiten Tag für ein Tomatenbrot zum Frühstück. Aber noch kaufe ich keine Tomaten dazu, denn gegen das köstliche Aroma meiner alten Sorten schmeckt jede Tomate aus dem Supermarkt langweilig. Meine bereits bewährten Lieblingssorten zum Rohessen sind die Datteltomaten Rote Dattelwein und Donatella. Beide sind ausgesprochen süß und verfügen über genügend Säure, um den Geschmack abzurunden. Rote Dattelwein ist richtig knackig, Donatella mit geringfügig weicherer Schale.

 

Eine gute Ergänzung ist Baselbieter Roeteli mit etwas größeren und weicheren Früchten, nicht so süß, aber auch mit gutem Aroma. Mein Favorit bei den Fleischtomaten, die Schlesische Himbeere, war diesmal schon ausverkauft, dafür habe ich ein Austria Ochsenherz probiert. Gut, mit malerisch schönen, großen Früchten, sehr fleischig, aber leider trug die Pflanze nur zwei Früchte, diese Ernte fiel also mager aus. Auch eine weitere Naschtomate, die Rote Murmel habe ich heuer nicht bekommen und stattdessen eine Johannisbeer Orange ausprobiert. Die winzigen Tomaten sehen lustig aus, sind aber wirklich sehr klein und da die Schale hart ist, hält sich der Genuss in Grenzen. Alle Tomaten wachsen im Freiland, die meisten regengeschützt an der Hauswand. In Kempten im Allgäu gibt es einen Gärtner, der auf Bio-Kräuter und alte Tomatensorten spezialisiert ist, dort finde ich immer wieder etwas Neues. 08. 10. 2019

 

   

Garten am Alpenrand: Es summt und brummt

 

Der Großteil der Gartenbesucher summt, brummt und fliegt: Bienen und Wildbienen, verschiedene Wespen, Hummeln, Schwebfliegen und Käfer und gelegentlich auch Schmetterlinge. Ich freue mich über den lebendigen Garten. Jetzt zum Herbst zu zieht vor allem die rote Fetthenne Bienen und Wildbienen an: auf einem Bild ist neben der „großen“ Biene eine besonders kleine Art zu sehen. Auch die Malven und der bis spät in den Herbst blühende Storchschnabel „Rozanne“ sind beliebte Ziele.

 

Die kanadische Goldrute, die unbeabsichtigt im Garten Einzug gehalten hat – ich muss aufpassen, dass sie sich nicht zu sehr ausbreitet -, ist vor allem bei Fliegen und Schwebfliegen beliebt. Auch die Pfefferminze wird wie alle Kräuter gerne angeflogen.

 

Einen „Unglücksraben“ habe ich aus der Wassertonne gerettet, er hat das nasse Abenteuer überlebt.

 

Auch Wespen und Feldwespen finden sich im Garten ein und Schwebfliegen, die die gefährlichen Wespen imitieren. Die Hummeln wollten nicht aufs Foto, sie waren zu schnell wieder weg. 26. 09. 2019

 

Hund und Katze: Suchbild mit Maya

 

Hund Airy will mit Maya spielen, aber das Kätzchen hat keine Lust. Maya versteckt sich. Aber wo? Was ist das für ein weißer Fleck in den grünen Blättern der Spiere? Tatsächlich, eine Katzenpfote. Und da ein Katzenohr! Maya liebt den Spierstrauch und findet es offenbar bequem, im Zweig-Gewirr zu liegen, ganz entspannt und garantiert ohne Störung durch den Hund. 13. 09. 2019

 

Garten am Alpenrand: Riesenraupen und andere Tiere

 

Eine Riesenraupe habe ich kürzlich in meinen Garten entdeckt. Den dazu gehörenden Schmetterling, wohl der nachtaktive Mittlere Weinschwärmer, habe ich noch nicht gesehen, obwohl ich nachts gelegentlich mit der Taschenlampe unterwegs bin: ist der Tigerschnegel auf der Jagd nach Nacktschnecken? Mir ist das recht, denn gerade hat sich ein Schneck über meine erste Zucchini hergemacht. Nun muss ich mit der Ernte noch warten, denn die kalte Witterung verzögert das Wachstum.

 

Das Große grüne Heupferd hätte ich trotz hellem Tageslicht fast übersehen. Es gehört zweifellos zu den Langfühlerschrecken, ist aber sicher nicht für das durchlöcherte Blatt der Stockrose verantwortlich. Von den Bergmolchen im Gartenteich habe ich bereits berichtet, auch eine Blindschleiche hat sich im Garten eingefunden.

 

Und endlich waren die alten Vogelnester auf dem Dachbalken wieder besetzt. Während bisher Rotschwänzchen und Amseln dort gebrütet haben, war mir der diesjährige Sommergast fremd. Wer weiß, um welchen Vogel es sich handelt?

 

Neulich konnte ich ein Eichhörnchen im Apfelbaum beobachten und die Sammlung unter dem Haselnuss-Strauch zeugt von seinem Eifer. Jeden Morgen stoße ich gegen mindestens ein Spinnennetz und wenn ich eine Blume pflücken will, sitzt sicher ein Ohrwurm drin. Demnächst mehr über die brummenden, summenden und fliegenden Gartenbesucher. 07. 09. 2019

 

Garten am Alpenrand: letzte Sommerblüten

 

Die letzten Sommerblüten setzen blaue und rosa Farbtupfer im Garten. Die blaue Ballonblume hält sich tapfer, während der Stockrose (besser Stockmalve) der Regen im August und jetzt wieder Anfang September stark zugesetzt hat. Ja, während andere Regionen über Trockenheit klagen, gab es in den bayerischen Bergen immer wieder heftige Gewitterschauer und jetzt lässt ein Kälteeinbruch den ersten Schnee in der Gipfelregion erwarten. Im Allgäu sagt man dazu Viehscheid-Schnee, weil das erste Weiß oft kurz vor dem Viehscheid zu sehen ist, wenn der Alpsommer auf den Bergen zu Ende geht.

 

Im Garten neigt sich die Phlox-Blüte dem Ende zu, während sich der Storchschnabel „Rozanne“ wieder einmal als unermüdlicher Dauerblüher erweist. Eine Clematis sollte eigentlich bis in den Herbst hinein blühen, zeigt aber schon seit Wochen nur noch die fast ebenso hübschen goldenen Fruchtstände, die jetzt allmählich aufbrechen und die fedrigen Früchtchen entlassen.

 

Den gelben Sonnenhut, der sonst um diese Zeit in voller Blüte stand, haben schon im Frühjahr die Schnecken restlos abgefressen, ebenso wie die Triebe der Staudensonnenblume. Nur ein Stengel des purpurroten Sonnenhuts hat den Schneckenangriff überlebt und eine besonders prächtige Blüte hervorgebracht. Fast alle Rosen haben wieder Knospen angesetzt und lassen auf eine schöne Herbstblüte hoffen, wenn es hoffentlich bald wieder wärmer wird. 05. 09. 2019   

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Garten am Alpenrand: sommerlicher Wildwuchs

 

 

Eine prächtige Kratzdistel – wohl Cirsium vulgare – hat sich neben der Hortensie angesiedelt. Solange ich ungekratzt vorbeikomme, darf sie bleiben. Die Samenverbreitung werde ich allerdings beschränken, sonst habe ich in den nächsten Jahren einen Distelgarten. Auch sonst blüht allerhand in den wilden Ecken, aber auch mitten im Blumen- und Gemüsebeet:

 

 

Wie das Feld-Stiefmütterchen – Viola tricolor – ins Hochbeet kommt, ist mir ein Rätsel. Die zarte rundblättrige Glockenblume – Campanula rotundifolia – habe ich dagegen ganz neu in einer Staudengärtnerei erstanden, die auch auf Wildblumen spezialisiert ist.

 

 

Die beiden Johanniskraut-Arten – Hypericum perforatum und Hypericum hirsutum – fühlen sich schon seit Jahren im Garten wohl, ich hatte mal ein paar Samen von nahen Wiesen ausgestreut. Gelb leuchten auch die Lysimachia-Arten, der punktierte Gilbweiderich – L. punctata -, wohl verwildert aus einem anderen Garten und das kleine Pfennigkraut – L. nummularia.

 

 

Der hohe Baldrian – Valeriana officinalis mit seinem typischen Blütenstand ist eine altbekannte Heilpflanze. Ich grabe nicht nach den Wurzeln, sondern freue mich an der kräftigen Staude. Heilkräftig ist auch der Spitzwegerich – Plantago lanceolata: ein zerquetschtes Blatt auf einen Insektenstich wirkt gegen den Juckreiz. Dem Großen Hexenkraut – Circaea lutetiana – gefällt die Ecke unter den Fichten. Früher glaubte man an die magischen Schutzkräfte und die Heilwirkung der Pflanze, deren hübsche Blüten nur bei genauem Hinschauen auffallen. Lästig für Hund und Katze sind allerdings die Früchte, Nüsschen mit Hakenborsten, die gern im Fell hängen bleiben. 28. 07. 2019