Garten am Alpenrand: Schmetterling und faule Zwetschgen

Schmetterling: Admiral

Ein wunderschöner Schmetterling umflattert zur Zeit meine Zwetschenbäume. Der Admiral versöhnt mich ein bisschen damit, dass die Zwetschgen teilweise schon am Baum von der Monilia-Fruchtfäule befallen sind, denn offenbar liebt der Schmetterling gerade diese fauligen Zwetschen. Jedenfalls konnte ich noch nie so viele dieser Falter im Garten beobachten.

Admiral
Zwetschge mit Monilia-Fruchtfäule

Die große, fleischige Wangenheimer Zwetschge ist schon fast abgeerntet – der Kuchen schmeckt damit extra fein.

Wangenheimer Zwetschge (links) und Hauszwetschge

Der noch vom Vorbesitzer übernommene alte Zwetschgenbaum – ich vermute eine Hauszwetschge – trägt nach einem mageren Jahr heuer überreich, so dass ich die Äste mit allen verfügbaren Gerätschaften abstützen muss. Bis zur Erntereife dauert es noch ein paar Tage. 18. 09. 2020

Garten am Alpenrand: Rosen und Fallobst

Rose Leonardo da Vinci

Die Rosen „Leonardo da Vinci“ und „Mariandl“ haben zur zweiten Blüte angesetzt, dazu gesellt sich der zarte, weiße Schneefelberich. Auch die filigranen Fruchtstände des Weidenröschens gefallen mir dazwischen (obwohl ich im Frühjahr sicher wieder viel ausrupfen muss).

Rose Mariandl und Schneefelberich
Weidenröschen, Fruchtstand

Als erste Äpfel reifen die großen Früchte des „Jakob Fischer“.

Apfel Jakob Fischer

Das Fallobst findet sofort gefräßige Freunde, aber Vorsicht, das Loch ist schon besetzt!

Bei den Birnen nimmt „Clapps Liebling“ schon Farbe an. Der Baum trägt gut, obwohl er stark von Birnenpocken-Milben befallen ist. Habt ihr ein Rezept dagegen? 22. 08. 2020

Birne Clapps Liebling

Hund und Katze: Lebensfreude

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Kaum geht Frauchen in den Garten, sitzt Airy vor ihr und schaut sie fragend an: Was machen wir jetzt? Doch nicht Rasenmähen! Nein! Das tägliche Training – oder Spiel, für ihn ist die Bezeichnung egal – macht viel mehr Spaß!

Ob es um „Bring den Ring“ geht oder den doppelten Hürdensprung, bei dem Schnurrbart und Ohren fliegen.

Gelegentlich will der Vierbeiner freilich seine eigenen Spielregeln durchsetzen und statt „Hopp“ sprintet er elegant um die Hürden herum.

Nein, so war das nicht gemeint, bitte noch einmal richtig. Geht doch! Zur Belohnung gibt’s ein „Such das Leckerli-Spiel“. Das ist Lebensfreude pur für Hund und Mensch! Nur dumm, dass Frauchen am Abend zu Kamm und Bürste greifen muss, um all die lästigen Samen von Hexenkraut und Nelkenwurz zu entfernen, die im Fell haften. Das hat sie nun von ihrem „Natur-Garten“. 25. 07. 2020

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Garten am Alpenrand: Rosenpracht

Nach den Wildrosen zeigen sich jetzt die Gartenrosen in voller Pracht: Als erste meldet sich unübersehbar „Mariandl“ in leuchtendem Rot mit feinem Duft. Gleich daneben hat „Fairy Queen“ zahlreiche Blüten angesetzt.

Mein besonderer Liebling ist „Lavender Dream“ in zartem Rosa-Violett mit ebenso zartem, fast flüchtigem Duft. Ihre Nachbarin, „Gräfin Hardenberg“ trumpft mit dunklem, samtigem Rot und schweren Duftnoten auf. Leider hat sie unter kräftigen Regenschauern gelitten und wird wohl nicht alle Knospen öffnen.

Vom Vorgänger im Garten übernommen habe ich eine weitere, duftende Schönheit, ich vermute eine alte englische Rose. Ebenfalls unbekannt ist die hübsche dunkelrosa Bodendecker-Rose.

Dazu harmonieren ein Purpur-Fingerhut, die Taglilie, das unverwüstliche Mutterkraut, und der Borretsch, der sich ebenfalls immer wieder selbst aussäht. 09.07.2020

Garten am Alpenrand: Wildrosen trotzen dem Regen

Hoch oben in der Fichte erscheinen merkwürdige, weiße Blüten. Tatsächlich, eine vielblütige Rose hat sich im Baum hochgearbeitet. Tatsächlich wächst eine Rosa multiflora nana in der Nähe im Terrassenbeet, aber es handelt sich um eine kleine Gartensorte. Ist es ein Sämling aus einer Hagebutte, der sich ramblerähnlich in der Fichte hochrankt? Nicht weit davon überwältigt der Rambler Pauls Himalayan Musk Jahr für Jahr mit seiner Blütenfülle und auch die Wildrosen trotzen dem Regen und schmücken sich mit Blüten. Nur der Duft kann sich bei Sonne besser behaupten. Dann ist die ganze Terrasse in eine zarte Duftwolke gehüllt.

Die Ramblerrose habe ich vor etwa zehn Jahr unter dem Balkon gepflanzt, sie sollte sich am Balkon entlang ranken. Ich wusste, dass Pauls Himalayan Musk zu den besonders wuchsfreudigen Ramblern gehört, trotzdem war ich von den mehr als zehn Meter langen Ranken überrascht. Im Juni verwandelt die Rose Balkon und Hausecke in ein Blütenmeer. Leider hält es nicht lange an, aber das einmalige Rosenerlebnis ist es wert.

Eher bescheiden, aber dafür von Bienen umschwärmt blühen dagegen die anderen Wildrosen (Rosa canina, Rosa glauca). Vor Jahren hatte ich Hagebutten an Wegrändern in der Umgebung gesammelt und am Zaun entlang verstreut. Die größte Hunds-Rose ist wie der Rambler ein Sammelplatz für Spatzen. 19. 06. 2020

Hund und Katze: Immer den Überblick behalten

Airy liebt seinen Ausguck auf dem Mäuerchen hinter dem Zaun: hier sieht er sofort, ob seine Freundin, die Nachbarshündin gegenüber im Garten ist. Und ihm entgeht kein Hund, der mit Herrchen oder Frauchen vorbeispaziert. Schnuppern ist erlaubt, verbellen nicht, soweit reicht die gute Erziehung. Aber zur Zeit muss er sich immer wieder aufgeregt melden, denn offenbar haben wir neue Mitbewohner unter dem Gartenhaus. Mäuse würden ihn kalt lassen, es muss etwas Größeres sein. Aber die neuen Untermieter lassen sich nicht blicken.

Aufgeregt schnüffelt der Hund rund ums Gartenhaus, rast von einer Ecke zur anderen und ignoriert Frauchens Rufe.

Kätzchen Maya thront währenddessen auf dem Dach zwischen Apfelbaum und Kletterrose und beobachtet ganz entspannt die Situation von oben. „Immer den Überblick behalten“, das ist die Devise der Vierbeiner. 10. 06. 2020

Garten am Alpenrand: Regen-Impressionen

Es regnet ganz ordentlich: immerhin sind schon zwei der vier Regentonnen voll. Der ganze Garten scheint aufzuatmen, nur die Pfingstrosen neigen unter der Wasserlast die Köpfe. Zum Glück sind erst wenige Knospen offen – das eher raue Klima am Alpenrand hat auch Vorteile.

Die Iris stört die Nässe nicht, sie steht sowieso im Wasser. Ich liebe das orangerote Habichtskraut, das dem Wolkengrau Paroli bietet.

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Auch der Salbei blüht üppig und wird von zahlreichen fliegenden Gästen besucht, wenn der Regen mal Pause macht – wer entdeckt die Hummel, die sogar bei Regen fliegt?

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Blühen will auch die Winterheckenzwiebel im Hochbeet, während die lustige Luftzwiebel gleich Brutknollen mit frischem Grün bildet. Für Zwiebellauch ist also gesorgt.

Und die dicken Bohnen überraschen einmal mehr mit ihren besonders aparten Blüten in elegantem Weiß-Schwarz. 7. 6. 2020

Garten am Alpenrand: Traurige Radieschen

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In meinem Garten sind (fast) alle Einwanderer aus Flora und Fauna willkommen. Aber jetzt bin ich sauer: alle Radieschen – wirklich alle! – sind von Schnecken angefressen. Und das im Hochbeet! Es hilft nichts, ich muss wieder nachts mit der Taschenlampe auf Schneckenjagd gehen. 24. 05. 2020

Garten am Alpenrand: noch mehr Wildwuchs

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Cardamine amara, Bitteres Schaumkraut

In einer meiner „wilden“ Garten-Ecken, dort wo es eher feucht und schattig ist, blüht gerade das bittere Schaumkraut, Cardamine amara. Man erkennt es bei genauem Hinsehen an den purpurfarbenen Staubgefäßen. Das Wiesenschaumkraut, Cardamine pratensis ist schon fast verblüht.

Das kleinere Wald-Schaumkraut, Cardamine flexuosa, fühlt sich trotz seines Namens überall wohl, sogar im Hochbeet, wo es allerdings nicht lange stehenbleibt. Ich freue mich auch jedes Jahr über die ausdauernde Mondviole, Lunaria rediviva, wegen der Samen auch Silberblatt genannt. Den Samen habe ich vor Jahren aus dem Wald mitgebracht.

Von selbst angesiedelt haben sich die Bachnelkenwurz, Geum rivale, auch als Blutströpfchen bekannt, und die echte Goldnessel, Lamium galeobdolon, die mit ihren Ausläufern gerne auch die Blumenbeete erobert. Unterm Flieder streitet sie sich mit der ebenfalls sehr ausbreitungswilligen Pfefferminze. Mal sehen, wer gewinnt, oder ob sie sich arrangieren.

Der Regen hat allen Pflanzen gutgetan, nur die „Pusteblumen“ haben gelitten, zumindest was das Aussehen betrifft. Hier noch ein paar Bilder aus sonnigeren Zeiten. 15. 05. 2020

 

Garten am Alpenrand: tierischer Nachwuchs

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Es herrscht dichtes Gedränge beim Spinnen-Nachwuchs auf dem Balkon. Ich vermute kleine Kreuzspinnen. Zwei Tage verbrachten sie im „Kindergarten“. Einmal musste ich die Netz-Befestigung zerstören, um in den hinteren Balkonteil zu kommen. Nach nur 20 Minuten waren die langen Befestigungsfäden wieder gespannt! Zwei Tage später ist der Spinnen-Nachwuchs verschwunden, wohl jeder am eigenen Faden davongesegelt. 14. 05. 2020