Wandern und Schauen: Faszinierende Küstenlandschaften

002 Kannensteinen Norwegen Naturfoto-Hofmann (4)
Kannensteinen Norwegen Copyright: Naturfoto-Hofmann

Wir wandern mal wieder mit den Augen: „Faszinierende Küstenlandschaften Europas“ und darüber hinaus zeigen Patricia und Armin Hofmann beim nächsten Treffen im Arbeitskreis Heimische Orchideen, Regionalgruppe Allgäu am Samstag, 7. Dezember in Bad Hindelang. Die fotografische Reise beginnt nördlich des Polarkreises und führt über Helgoland bis nach Kroatien und weiter nach Ägypten ans Rote Meer. Für ihre Motive wie den sagenhaften, vom Wasser geschliffenen „Kannensteinen“ in Norwegen oder für den „Gespensterwald“ bei Rostock warten die Naturfotografen geduldig, bis Licht, Wetter und Stimmung einmalige Bilder ergeben.

001 Gespensterwald bei Rostock Naturfoto-Hofmann (3)
Gespensterwald bei Rostock Copyright: Naturfoto-Hofmann

Gezeigt werden auch die Tierwelt mit Robbe und Basstölpel sowie die Salz-Flora mit Blasentang und Meeraster. Eine Unterwasserkamera ermöglicht zusätzlich neue, überraschende Blicke in eine verborgene Welt. Der Arbeitskreis Heimische Orchideen trifft sich um 14 Uhr im Hotel Prinz-Luitpold-Bad, Hofjagdstube, der Vortrag beginnt um 14.30 Uhr. Nichtmitglieder sind willkommen, der Eintritt ist frei.

007 Baßtölpel (2) Naturfoto-Hofmann
Basstölpel Copyright: Naturfoto-Hofmann

Garten am Alpenrand: Apfelernte mager, Quitten üppig

DSC05005

Im Gegensatz zur mageren Apfelernte fiel die Quittenernte heuer ausgesprochen üppig aus. Der kleine Baum war über und über mit goldgelben Früchten behängt, die schon im Garten beim Vorbeigehen ihren Duft verbreiteten. Das Bäumchen habe ich 2013 gesetzt und es hat nach sechs Jahren offenbar seine volle Kraft entwickelt. Die Konstantinopeler Apfelquitte konnte in diesem Jahr von ihrer späten Blüte Ende Mai/Anfang Juni profitieren, denn gleichzeitig begann die Hitzeperiode im Juni. Dagegen war es während der Apfelblüte und auch noch nach den Eisheiligen kühl und frostig, so dass weniger Bestäuber als üblich unterwegs waren und die Fruchtansätze unter den Spätfrösten litten.

Dazu kommt, dass meine alten Apfelsorten wie Prinz Albrecht von Preußen und Geheimrat von Oldenburg zum Alternieren neigen, d. h. nach einem üppigen Jahr wie 2018 wird eine Pause eingelegt. Einen nahezu Totalausfall bei allen sechs Apfelsorten habe ich bisher aber noch nicht erlebt. Dazu waren die wenigen verbliebenen Äpfel von Pilzbefall wie Monilia und von Schädlings- und Vogelfraß betroffen, wobei den Vögeln natürlich die schönsten Exemplare am besten schmeckten. Das kann ich ja verstehen, aber für mich reichte es gerade mal zu drei Apfelkuchen. Dafür habe ich eine köstliche Quittentorte neu kreiert – s. u. „Lieblingsrezepte“. 24. 11. 2019

 

Lieblingsrezepte: Quitten-Torte mit Eiweiß-Guss

DSC05067 (2)

Die Quittenernte ist heuer im Gegensatz zur mageren Apfelernte reichlich ausgefallen. Die meisten Früchte sind inzwischen verarbeitet, nur einige habe ich zum Beduften der Zimmer noch übriggelassen: ich liebe diesen Quittenduft!

Die Grundlage für meine Rezepte ist Quittenmus, also den Flaum abwaschen und die Quitten im Ganzen im Rohr backen, mit wenig Wasser auf dem Blech und abgedeckt, damit sie nicht austrocknen. Dann durch ein feines Sieb oder durch ein Tuch passieren, damit keine Steinzellen ins Mus geraten. – Das ist viel Arbeit, aber es lohnt sich (Früher gabs für solche Arbeiten den Opa, aber er fehlt leider längst).

Das Quittenmus habe ich zu meinem geliebten Quitten-Senf und zu Quitten-Konfekt verarbeitet, wie im Vorjahr, aber leicht abgewandelt, ins Quitten-Konfekt kamen diesmal auch frischer Ingwer und Zitronenschale.

Das übrige Quittenmus habe ich ungezuckert portionsweise eingefroren für eine köstliche Quittentorte, die ich heuer neu kreiert habe:

Biskuit-Teig nach Grundrezept bereiten – ich nehme dazu zwei Eigelb mehr als üblich, weil ich das Eiweiß hinterher für den Guss brauche – und in einer Springform backen. Nach dem Erkalten einmal oder zweimal zum Füllen durchschneiden.

Quittenmus mit frisch gepresstem Orangensaft, abgeriebener Orangenschale und Zucker abschmecken – ich mag es gerne säuerlich – und mit Stärkemehl andicken, damit die Fülle später nicht aus der Torte läuft. Kalt werden lassen, die Torte damit füllen und auch auf den Deckel streichen. Ich habe Mengenangaben weggelassen, weil jeder nach Geschmack mehr oder weniger Fülle, süßer oder säuerlich verwenden kann.

Beim Eiweiß-Guss müssen dagegen die Proportionen stimmen: zwei Eiweiß sehr steif schlagen, 110 g Zucker mit zwei Teelöffel Stärkemehl mischen und nach und nach unter das Eiweiß schlagen, das dabei festbleiben soll. Guss auf der Torte verteilen, nach Belieben auch den Rand bestreichen und 10-15 min im Rohr überbacken.

DSC05060

Hund und Katze: Wagt sich Maya aufs Eis?

DSC05162

Frostnächte bis minus acht Grad haben die Wassertonnen mit einem Eisdeckel verschlossen. Maya, meine neugierige Katze, begutachtet die Veränderung mit Skepsis. Soll sie sich aufs Eis wagen? Wie eine Seiltänzerin balanciert sie auf dem Tonnenrand. Vorsichtig setzt sie eine Pfote auf die veränderte Oberfläche und zieht sie sofort erschrocken zurück: das ist kalt und nass und bewegt sich! Zu ungemütlich für unser Kätzchen. – Höchste Zeit, dass ich die Wassertonnen ausleere, bevor das Eis die Behälter sprengt: alles schon passiert. Maya ist bei ihren Balanceakten übrigens noch nie ins Wasser gefallen. Ich bewundere sie. 14. 11. 2019

Wandern und Schauen: Frostiger Herbstspaziergang

DSC05076 (2)

Der Spaziergang führt uns oft an einer kleinen Feuchtwiese vorbei. In der herbstlich tiefstehenden Sonne glitzern die Wasserflächen im Gegenlicht wie mit Sternen bestreut. Der Frost hat erste Eisschlieren um die Grashalme gelegt.

Die Berge glänzen frisch verschneit und am Schattenhang am Waldrand hält sich auch am Nachmittag noch der Reif. Ohne Laubbekleidung zeigen die Bäume ihre individuelle, kraftvolle Gestalt.

Einige Birken schütteln letzte gelbe Blätter im Wind und Hund Airy macht sich gut vor den leuchtend weißen Stämmen.

Das Herbstlicht verzaubert auch das Moos auf dem alten Betonpfosten, der längst kein Tor mehr halten muss. 12. 11. 2019

Wandern und Schauen: Faszinierende Natur Madagaskars

Wir wandern wieder mit den Augen: Von der faszinierenden Natur Madagaskars berichtet Christoph Beyer am Samstag, 9. November 2019 im Arbeitskreis Heimische Orchideen (AHO), Regionalgruppe Allgäu, in Bad Hindelang. Vom Regenwald auf der Ostseite der Insel führt der fotografische Reisebericht zu den trockenen Savannen des Isalo-Nationalparks und in den sogenannten Dornwald im Südwesten mit seinen typischen Tieren. Auch die verschiedenen Volksgruppen, die die Insel geprägt haben, stellt der Landesvorsitzende des AHO Bayern in eindrucksvollen Porträts vor. Nichtmitglieder sind willkommen, der Eintritt ist frei. Das Treffen um 14 Uhr findet im Hotel Prinz-Luitpold-Bad, Hofjagdstube statt, der Vortrag beginnt um 14.30 Uhr.