Hund und Katze: Nach anstrengender Nacht

Nach einer offenbar anstrengenden Nacht pennt Kätzchen Maya ganz entspannt auf dem Balkon. Am liebsten liegt sie direkt an Frauchens Füssen.

Das gelingt der Katze allerdings nur selten, denn meistens ist der Platz bereits besetzt: Es ist der Stammplatz von Hund Airy. 20. 09. 2020

Hund und Katze: Fellpflege

Hopp und die Katze ist auf den Gartentisch gesprungen: Das geht ja gar nicht, dass Frauchen nur den Hund „streichelt“ und Katze Maya zuschauen soll. Frauchen hat Airy auf den alten Gartentisch gesetzt, denn der eignet sich nicht nur zum Bepflanzen der Blumentöpfe, sondern auch zur bequemen Fellpflege beim Hund.

Der ist zwar nicht begeistert und legt vorsichtshalber seine Pfote auf eines der „Marterinstrumente“, aber Frauchen bleibt fest: Im Fell verhakte Samen müssen ausgekämmt und der Pelz stellenweise nachgeschnitten werden. Da sein vorsichtiger Protest nichts nützt, hält der Hund still – bis Kätzchen Maya uns entdeckt: Sie will auch schmusen und nebenbei zeigen, dass sie ihre Körperpflege selbst erledigen kann.

Dann folgt ein Auf und Ab: Hopp runter, Hopp rauf und wieder hinunter.

Kein Wunder, dass Airy den Kopf nicht ruhig halten kann und der neue Haarschnitt etwas zerrupft ausfällt. Hauptsache, der Vierbeiner kann sein Frauchen wieder richtig anschauen, ohne dass der Pony ins Blickfeld gerät. Die „Schönheit“ ist zumindest dem Hund schnuppe! 03. 09. 2020

Hund und Katze: Lebensfreude

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Kaum geht Frauchen in den Garten, sitzt Airy vor ihr und schaut sie fragend an: Was machen wir jetzt? Doch nicht Rasenmähen! Nein! Das tägliche Training – oder Spiel, für ihn ist die Bezeichnung egal – macht viel mehr Spaß!

Ob es um „Bring den Ring“ geht oder den doppelten Hürdensprung, bei dem Schnurrbart und Ohren fliegen.

Gelegentlich will der Vierbeiner freilich seine eigenen Spielregeln durchsetzen und statt „Hopp“ sprintet er elegant um die Hürden herum.

Nein, so war das nicht gemeint, bitte noch einmal richtig. Geht doch! Zur Belohnung gibt’s ein „Such das Leckerli-Spiel“. Das ist Lebensfreude pur für Hund und Mensch! Nur dumm, dass Frauchen am Abend zu Kamm und Bürste greifen muss, um all die lästigen Samen von Hexenkraut und Nelkenwurz zu entfernen, die im Fell haften. Das hat sie nun von ihrem „Natur-Garten“. 25. 07. 2020

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Hund und Katze: Immer den Überblick behalten

Airy liebt seinen Ausguck auf dem Mäuerchen hinter dem Zaun: hier sieht er sofort, ob seine Freundin, die Nachbarshündin gegenüber im Garten ist. Und ihm entgeht kein Hund, der mit Herrchen oder Frauchen vorbeispaziert. Schnuppern ist erlaubt, verbellen nicht, soweit reicht die gute Erziehung. Aber zur Zeit muss er sich immer wieder aufgeregt melden, denn offenbar haben wir neue Mitbewohner unter dem Gartenhaus. Mäuse würden ihn kalt lassen, es muss etwas Größeres sein. Aber die neuen Untermieter lassen sich nicht blicken.

Aufgeregt schnüffelt der Hund rund ums Gartenhaus, rast von einer Ecke zur anderen und ignoriert Frauchens Rufe.

Kätzchen Maya thront währenddessen auf dem Dach zwischen Apfelbaum und Kletterrose und beobachtet ganz entspannt die Situation von oben. „Immer den Überblick behalten“, das ist die Devise der Vierbeiner. 10. 06. 2020

Wandern und Schauen: Frühlingswiesen

In den Allgäuer Bergtälern freut sich das Jungvieh über das frische Grün. Die fetten Löwenzahn-Wiesen sind schon gemäht, aber der Hahnenfuß leuchtet noch gelb. In kräftigem Gelb strahlt auch das Gänse-Fingerkraut (Potentilla anserina) am Wegrand, eine alte Heilpflanze.

In der Feuchtwiese prangen Trollblumen (Trollius europaeus) und breitblättriges Knabenkraut (Dactylorhiza majalis).

Gleich daneben lassen sich Kuckucks-Lichtnelke (Silene flos-cuculi) und akeleiblättrige Wiesenraute (Thalictrum aquilegifolium) mit ihren zarten Blüten entdecken.

Hund Airy interessiert sich nicht für die Botanik und findet die Schumpen, wie das Jungvieh im Allgäu heißt, viel spannender. Wie schade, dass er sie nicht verbellen darf. 25. 05. 2020

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Hund und Katze: Spaß im Schnee

Die Fotos sagen alles: Airy hat einen Riesenspaß im Schnee und kann gar nicht genug bekommen vom Springen, Toben und Wälzen. Als Spielzeug genügen ein Stück Holz oder ein alter Blumentopf, den der Wind irgendwo ins Gebüsch geweht hat. Leider muss ich das Spiel bald abbrechen, denn auch diesmal gibt’s bei Neuschnee wieder dicke Bollen an den Beinen. 27. 02. 2020

Hund und Katze: Spaß im Schnee

Neuschnee statt Herbst-Matsch im Allgäu, das ist für Hund und Frauchen ein Riesenvergnügen. Airy scheint zu wissen, dass er im Schnee besonders fotogen ist: er setzt sich in Szene, wälzt sich, wühlt mit der Schnauze im kühlen Weiß, schüttelt sich und hat sichtlich Spaß.

Leider können wir den Spaziergang nicht lange ausdehnen, denn dicke Schnee-Bollen im Fell bedeuten bei längerem Verweilen Erkältungs- oder sogar Erfrierungsgefahr. Ob wir doch mal einen Schnee-Anzug ausprobieren? Aber macht das Wälzen dann noch so einen Spaß? Zum Glück gibt’s die Bollen nur bei Neuschnee, später setzt der Schnee sich nicht mehr so fest. 10. 12. 2019

Wandern und Schauen: Frostiger Herbstspaziergang

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Der Spaziergang führt uns oft an einer kleinen Feuchtwiese vorbei. In der herbstlich tiefstehenden Sonne glitzern die Wasserflächen im Gegenlicht wie mit Sternen bestreut. Der Frost hat erste Eisschlieren um die Grashalme gelegt.

Die Berge glänzen frisch verschneit und am Schattenhang am Waldrand hält sich auch am Nachmittag noch der Reif. Ohne Laubbekleidung zeigen die Bäume ihre individuelle, kraftvolle Gestalt.

Einige Birken schütteln letzte gelbe Blätter im Wind und Hund Airy macht sich gut vor den leuchtend weißen Stämmen.

Das Herbstlicht verzaubert auch das Moos auf dem alten Betonpfosten, der längst kein Tor mehr halten muss. 12. 11. 2019

Wandern und Schauen: Silberdistel kündigt den Herbst an

 

Die Silberdistel – Carlina acaulis – blüht prächtig am Rand der Viehweiden auf den Bergen, ein Wetterbote, der bei hoher Luftfeuchtigkeit rasch die Blüten schließt. Ein weiterer Vorbote des Herbstes ist der Schwalbenwurz-Enzian – Gentiana asclepiadea -, der noch einmal kräftige, blaue Farbtupfer setzt, während rundum das Grün allmählich verblasst und den Grau-Braun-Tönen der verdorrenden Blätter weicht.

 

Jetzt freue ich mich doppelt über jedes Blümchen, das auf etwa 1600 Meter Höhe noch blüht wie der Alpensteinquendel – Acinus alpinus -und das Vielstengelige Fingerkraut – Potentilla caulescens.

 

Eine Besonderheit ist die Sommerwurz – wohl Orobanche gracilis -, die ganz ohne Blattgrün auskommt, weil sie auf anderen Pflanzen schmarotzt. Sie wird gern mit heimischen Orchideen verwechselt, mit denen sie aber nichts zu tun hat. Auf den ersten Blick erinnern auch die Blätter der nächsten Pflanze an eine Orchidee oder eine Enzianart, aber der Fruchtstand zeigt: es ist der Allermannsharnisch, – Allium victorialis.

 

Unterwegs waren wir auf dem Brauneck bei Lengries, einem beliebten Startplatz für Gleitschirmflieger. Trotz des diesigen Wetters war das Panorama beeindruckend. Und Hund Airy erwies sich mal wieder als unerschrockener Bergsteiger. 30. 08. 2019

 

Wandern und Schauen: kühler Waldspaziergang mit Hund

 

Trotz Hitze drängt der Hund hinaus. Zum Glück gibt es kühle Waldspaziergänge in den Allgäuer Voralpen. Das Spiel von Licht und Schatten verwandelt auch einen altbekannten Weg immer aufs Neue. Dann leuchten helle Buchen zwischen dunklen Fichten.

 

Im Steilhang darf ein alter gefallener Baum liegenbleiben, ein Biotop für Pilze und Insekten. Und ein verwitternder Baumstumpf bietet dem Nachwuchs einen idealen Standort mit bester Nährstoffversorgung.

 

Der filigrane Rippenfarn streckt seine fertilen Blätter in die Höhe. Und an der Tollkirsche – Atropa belladonna – reifen die noch grünen Beeren. Gelbe Farbtupfer setzen das Waldspringkraut – Impatiens noli-tangere – und der Mauerlattich – Mycelis muralis.

 

Für einen Brunnen am Wegrand hat ein Mächeler (Allgäuer Ausdruck für einen erfindungsreichen Bastler) aus einem passenden Ast einen geschwungenen Zulauf geschnitzt. Und eine alte Badewanne hat noch nicht ausgedient: Das Vieh auf der angrenzenden Weide freut sich über die schattige Tränke.

 

Am Weidezaun hat sich eine Kratzdistel angesiedelt – Cirsium arvensis.

 

Airy hat sich zu einem Super-Foto-Hund entwickelt: wenn Frauchen zur Kamera greift, hält er geduldig still, auch wenn ihn vermutlich weder Aussicht noch Botanik interessieren.

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