Wandern und Schauen: Silberdistel kündigt den Herbst an

 

Die Silberdistel – Carlina acaulis – blüht prächtig am Rand der Viehweiden auf den Bergen, ein Wetterbote, der bei hoher Luftfeuchtigkeit rasch die Blüten schließt. Ein weiterer Vorbote des Herbstes ist der Schwalbenwurz-Enzian – Gentiana asclepiadea -, der noch einmal kräftige, blaue Farbtupfer setzt, während rundum das Grün allmählich verblasst und den Grau-Braun-Tönen der verdorrenden Blätter weicht.

 

Jetzt freue ich mich doppelt über jedes Blümchen, das auf etwa 1600 Meter Höhe noch blüht wie der Alpensteinquendel – Acinus alpinus -und das Vielstengelige Fingerkraut – Potentilla caulescens.

 

Eine Besonderheit ist die Sommerwurz – wohl Orobanche gracilis -, die ganz ohne Blattgrün auskommt, weil sie auf anderen Pflanzen schmarotzt. Sie wird gern mit heimischen Orchideen verwechselt, mit denen sie aber nichts zu tun hat. Auf den ersten Blick erinnern auch die Blätter der nächsten Pflanze an eine Orchidee oder eine Enzianart, aber der Fruchtstand zeigt: es ist der Allermannsharnisch, – Allium victorialis.

 

Unterwegs waren wir auf dem Brauneck bei Lengries, einem beliebten Startplatz für Gleitschirmflieger. Trotz des diesigen Wetters war das Panorama beeindruckend. Und Hund Airy erwies sich mal wieder als unerschrockener Bergsteiger. 30. 08. 2019

 

Wandern und Schauen: kühler Waldspaziergang mit Hund

 

Trotz Hitze drängt der Hund hinaus. Zum Glück gibt es kühle Waldspaziergänge in den Allgäuer Voralpen. Das Spiel von Licht und Schatten verwandelt auch einen altbekannten Weg immer aufs Neue. Dann leuchten helle Buchen zwischen dunklen Fichten.

 

Im Steilhang darf ein alter gefallener Baum liegenbleiben, ein Biotop für Pilze und Insekten. Und ein verwitternder Baumstumpf bietet dem Nachwuchs einen idealen Standort mit bester Nährstoffversorgung.

 

Der filigrane Rippenfarn streckt seine fertilen Blätter in die Höhe. Und an der Tollkirsche – Atropa belladonna – reifen die noch grünen Beeren. Gelbe Farbtupfer setzen das Waldspringkraut – Impatiens noli-tangere – und der Mauerlattich – Mycelis muralis.

 

Für einen Brunnen am Wegrand hat ein Mächeler (Allgäuer Ausdruck für einen erfindungsreichen Bastler) aus einem passenden Ast einen geschwungenen Zulauf geschnitzt. Und eine alte Badewanne hat noch nicht ausgedient: Das Vieh auf der angrenzenden Weide freut sich über die schattige Tränke.

 

Am Weidezaun hat sich eine Kratzdistel angesiedelt – Cirsium arvensis.

 

Airy hat sich zu einem Super-Foto-Hund entwickelt: wenn Frauchen zur Kamera greift, hält er geduldig still, auch wenn ihn vermutlich weder Aussicht noch Botanik interessieren.

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Hund und Katze: faule Tage

 

 

Kätzchen Maya pennt am liebsten auf Frauchens Balkonstuhl. Und wenn der anderweitig besetzt ist, notfalls auf dem Boden. Ob das bequem ist? Jedenfalls scheint es sie nicht zu stören. Aktiv wird Maya erst in der Nacht. Die Tageshitze verschläft sie einfach. Sogar Hund Airy gibt Ruhe. Allerdings nur für kurze Zeit. Hitze oder nicht: der Hund will aktiv sein. Aber auch er muss mit dem Spaziergang warten: Frauchen zieht wie die Katze die Abendstunden vor. 26. 6. 2019

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Hund und Katze: Maya hat den Überblick

DSC03582Maya nimmt ihre Körperpflege wichtig. Wie alle Katzen. Sie liebt dabei einen erhöhten Standort, nicht nur, um den Überblick zu behalten. Sie weiß: Airy will spielen. Immer! Der Hund kann nicht verstehen, dass ein Kätzchen auch mal Ruhe haben will. Und vermutlich findet er es gemein, dass die Katze mit einem lässigen Sprung auf dem Gartentisch landet, – auf dem sonst Blumen umgetopft werden – während der Hund unten bleiben muss.

 

Er wirbt heftig um Mayas Aufmerksamkeit, aber sie hat keine Lust, sich mit ihm zu beschäftigen und wehrt ihn mit energischen Pfotenhieben ab. Übrigens ohne die Krallen auszufahren, das macht sie im Umgang mit Airy nie. Enttäuscht muss der Hund einsehen, dass seine Katzenfreundin ihren eigenen Willen hat. Aber vielleicht kann er Frauchen zum Spielen animieren. 29. 04. 2019

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Hund und Katze: Ein Geschenk wird verbessert

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Airy hat einen neuen Ball, in Regenbogenfarben, wie es uns Zweibeinern gefällt und mit Noppen, zum besseren Greifen. Nicht übel, aber das lässt sich noch verbessern, so oder ähnlich dachte wohl der Kleine. Und mit einem gezielten Biss wurde der Ball hundeschnauzengerecht umgestaltet. Jetzt kann gespielt werden. 12. 04. 2019