Wandern und Schauen: Frühlingsahnen im Agathazeller Moos

 

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Birken im Moos – das Motiv hat schon zahlreiche Maler inspiriert und ich liebe z. B. die Bilder von Paula und Otto Modersohn, aber auch von Kilian Lipp, einem zeitgenössischen Allgäuer Künstler. Moos steht hier als Allgäuer Ausdruck für Moor. Und wie schon die genannten Künstler finde ich das Moos im Übergang vom Winter zum Frühling besonders faszinierend. Die weißen Stämme der Birken leuchten mit dem Schnee um die Wette, aber apere Stellen setzen schon neue, kräftige Kontraste.

 

Alte Bäume am Moosrand sind vom Sturm zerzaust, der gerade erst gewütet und morsche Äste heruntergeworfen hat. Auf den feuchten Wiesen rund ums Moos hat die Schneeschmelze kleine Seen gebildet. Auf den Bergen ringsum leuchtet frischer Neuschnee, in der Höhe ist der Winter noch lange nicht zu Ende.

 

Auch auf dem Parkplatz türmt sich der zusammengeschobene Schnee noch meterhoch, aber immerhin finden schon wieder einige Autos Platz. Und die Aussicht von den Schneebergen auf die Steinberge ist großartig. 12. 03. 2019

 

Garten am Alpenrand: Zwischen Winter und Frühling

 

Gerade erst haben Stürme und heftiger Regen den Schnee weitgehend verschwinden lassen, da kommt er schon wieder: ein Blick aus dem Fenster zeigt dicke Flocken. Der Garten hat sich mit frischem Weiß überzogen. Die Krokusse hatten noch gar keine Gelegenheit zum Blühen, da werden sie schon wieder zugedeckt.

 

Tulpen- und Narzissenblätter wollen nicht ganz verschwinden und setzen grüne Akzente in den Schnee. Und die Schneeglöckchen machen ihrem Namen Ehre, strecken ihre Köpfchen in die Höhe und trotzen der winterlichen Pracht. 11.03.2019

 

 

 

Garten am Alpenrand: erste Schneeglöckchen

 

Es ist immer wieder ein Wunder: der größte Teil des Gartens liegt noch unter einer festen weißen Decke, aber auf einem schmalen aperen Streifen blühen die Schneeglöckchen. Und es werden jeden Tag mehr! Auch die ersten Bienen fliegen schon. Unglaublich, wie diese ersten zarten Blümchen die Stimmung heben. Jetzt ist klar, der Frühling kommt, auch wenn es sicher noch winterliche Schneeschauer geben wird. Die Temperaturen sind für Februar ungewöhnlich mild, aber nur, solange die Sonne scheint. Der Wind kann noch eisig sein. Ich habe die Wildrosen gekürzt, damit sie nicht allzu ungehemmt wuchern und einige Gartenteile unzugänglich machen – sie sind sehr stachelig! Das Schneiden war jetzt bequem möglich, weil der Schnee die Sträucher zu Boden gedrückt und festgehalten hat, so dass ich gut drangekommen bin. Auch Flieder und Beerensträucher liegen teilweise noch am Boden und ich hoffe, dass nicht zu viele Zweige abgebrochen sind. Die Zuchtrosen schneide ich erst, wenn die Forsythien blühen. 28. 2. 2019

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Hund und Katze: Frühlingsahnen und Neuschnee

 

Ein paar Tage lang hat es getaut und Kätzchen Maya konnte sich für den Gartenspaziergang zumindest einige trockene, apere Stellen suchen. Notfalls springt sie zwar auch mitten in den Schnee, aber sie liebt die weiße Pracht nicht und verbringt ungewöhnlich viel Zeit in der warmen Stube. Im vorderen Gartenteil, wo die Sonne schon kräftiger und länger scheint, ist wieder erstes Grün zu entdecken. Aber nicht lange, dann schneit es wieder und Airy kann frische Spuren in den Schnee legen. 11. 02. 2019

 

 

Garten am Alpenrand: ein Wintermärchen

 

Und wieder gleicht der Garten einem Wintermärchen. Und es schneit weiter. Andere planen schon für Frühling und Sommer. Das würde mich nur frustrieren, denn hier dauert der Winter zwei bis vier Wochen länger als im Flachland. Früher waren solche Schneemengen normal, heute nach einigen schneearmen Wintern und den ungewöhnlich warmen März- und Apriltagen der letzten Jahre müssen auch wir uns wieder daran gewöhnen – an die Mühen, aber auch an die Schönheit dieses Naturschauspiels. Also genieße ich lieber die verwandelte Landschaft mit den weichen und bizarren Formen und Schwarz-Weiß-Kontrasten, die der Schnee schafft. Die Hochbeete verschwinden fast im Schnee, auch die Farben haben sich vorläufig verabschiedet, bis auf den roten Tupfer an der Wäscheleine. 3. 2. 2019 

 

 

 

Hund und Katze: Schon wieder Neuschnee

 

Airys begeisterte Sprünge hinterlassen erste Spuren im frischen Neuschnee. Der Gartenzaun, den ich erst ausgeschaufelt habe, damit mein unternehmungslustiger Hund nicht ausbüchst, ist schon wieder unter der weißen Decke verschwunden und ich muss den Vierbeiner im Auge behalten.

 

Folgen kann ich ihm nicht, denn einen Schritt neben dem ausgetrampelten Pfad versinke ich tief im Schnee. Mein Kleiner wühlt sich durch das Weiß, wälzt sich und streckt alle Viere in die Höhe: Lebensfreude pur.

 

Es scheint ihn nicht zu stören, dass sich schon wieder dicke Bollen an Beinen und Bauch bilden. Bald sieht er wie ein Schneemann bzw. Schneehund aus. Das bedeutet, dass dem Gartenausflug wieder eine Duschaktion folgen muss. Aber noch darf er die weiße Pracht genießen. Und wo ist unser Kätzchen? Rührt sich da etwas in der Rose? Tatsächlich, Maya hat sich einen stacheligen Sonnenplatz ausgesucht. Vormittags hält sich hier eine Horde von etwa 20 Spatzen auf, denn gleich nebenan im Apfelbaum und in der Fichte hängen die Futtersäulen. Auch Meisen lassen sich regelmäßig blicken. Besonders beliebt sind die Sonnenblumenkerne, die ich täglich auffüllen muss. Die Katze darf zur Zeit erst gegen Mittag ins Freie, so dass die gefiederten Gäste am Vormittag in Ruhe futtern können. Am Hund stören sich die Vögel kaum, sie wissen offenbar, dass von ihm keine Gefahr droht. 29. 1.2019

 

Hund und Katze: Airy sucht im Weiß das Weite

 

Wo ist Airy? Hinter einem Schneehaufen versteckt? Gerade als ich anfange, nach dem Hund zu suchen, kommt der Nachbar mit dem Ausreißer auf dem Arm. Seit zwei Tagen hat Airy entdeckt, dass es keinen Zaun mehr gibt: die Begrenzung ist unter einer dicken Schneedecke verschwunden. Verräterische Spuren im Schnee zeigen, wo Airy auf Entdeckungsreise geht. Zusätzlich türmt sich der Schnee auf den Nachbargrundstücken, jedes Stück Wiese am Straßenrand wird zum Schnee-Ablagern genutzt – ein Abenteuer-Spielplatz auch für den Hund. Zwei Tage Regen haben den Schnee zwar zusammensacken lassen, aber es hat frisch drauf geschneit und im Garten ist die Schneedecke immer noch knapp 70 Zentimeter hoch, je nach Windverfrachtung auch höher, unter anderem am Zaun.

 

Das bedeutet, ich kann den unternehmungslustigen Junghund nicht mehr allein in den Garten lassen, sondern nur unter Aufsicht. Abgesehen davon hat der Vierbeiner nach wie vor einen Riesenspass, zumal er jetzt im Gegensatz zum Frauchen nicht mehr einsinkt, sondern über den Schnee springen kann. Das heißt: Nachlaufen geht nicht, Frauchen bleibt hoffnungslos stecken. Nur gut, dass der Vierbeiner inzwischen recht zuverlässig auf Pfiff zurückkommt. Das üben wir weiterhin jeden Tag. 18.01.2019

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