Wandern und Schauen: Einladung zur botanischen Wanderung am 25. Mai

 

Zu einer botanischen Wanderung trifft sich der Arbeitskreis Heimische Orchideen, Regionalgruppe Allgäu, am Samstag, 25. Mai auf dem Oberjoch (Gemeinde Bad Hindelang). Wir suchen nach Frühblühern unter den Orchideen und erkunden die Frühlings-Berg-Flora mit Soldanellen, Mehlprimeln und Enzian. Wir fahren mit dem Lift hinauf und wandern über den Höhenweg ins Tal. Bergwanderung, reine Gehzeit ca. dreieinhalb Stunden, Bergschuhe erforderlich, Brotzeit im Rucksack. Nichtmitglieder sind willkommen. Kosten: Lift und evtl. Einkehr am Schluss, die Wanderführung ist kostenlos. Teilnahme auf eigene Gefahr. Anmeldung nicht erforderlich. Treffpunkt: 10 Uhr, Talstation Wiedhaglift, Oberjoch. Bei Regen entfällt die Wanderung.

Wandern und Schauen: Frühlingsahnen im Agathazeller Moos

 

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Birken im Moos – das Motiv hat schon zahlreiche Maler inspiriert und ich liebe z. B. die Bilder von Paula und Otto Modersohn, aber auch von Kilian Lipp, einem zeitgenössischen Allgäuer Künstler. Moos steht hier als Allgäuer Ausdruck für Moor. Und wie schon die genannten Künstler finde ich das Moos im Übergang vom Winter zum Frühling besonders faszinierend. Die weißen Stämme der Birken leuchten mit dem Schnee um die Wette, aber apere Stellen setzen schon neue, kräftige Kontraste.

 

Alte Bäume am Moosrand sind vom Sturm zerzaust, der gerade erst gewütet und morsche Äste heruntergeworfen hat. Auf den feuchten Wiesen rund ums Moos hat die Schneeschmelze kleine Seen gebildet. Auf den Bergen ringsum leuchtet frischer Neuschnee, in der Höhe ist der Winter noch lange nicht zu Ende.

 

Auch auf dem Parkplatz türmt sich der zusammengeschobene Schnee noch meterhoch, aber immerhin finden schon wieder einige Autos Platz. Und die Aussicht von den Schneebergen auf die Steinberge ist großartig. 12. 03. 2019

 

Wandern und Schauen am sonnigen Südhang

Buschwindröschen und Veilchen

Kürzlich am Nordhang des Grünten waren wir noch mitten im Winter, dagegen lässt sich am sonnigen Südhang des Rottachbergs der Frühling nicht mehr aufhalten. Am Waldrand wetteifern die Buschwindröschen mit den Veilchen. Früher nannten wir alle nicht duftenden Veilchen „Hunds-Veilchen“. Inzwischen weiß ich, dass es noch eine Reihe weiterer Veilchen gibt, aber hier dürften es wirklich Hunds-Veilchen (Viola canina) sein. Ob der Name abwertend gemeint ist, weil sie nicht den verschwenderischen Veilchenduft verströmen? Im feuchten Graben neben dem Weg schieben sich die pfeilförmigen Blätter des Aronstabs heraus. Am trockenen, warmen Hang blühen schon die Erdbeeren und ich entdecke den allerersten Löwenzahn.

Dazwischen überall die unverwüstlichen Gänseblümchen. Um die zarten Blüten-Ähren der Frühlings-Segge (Carex caryophyllea) zu entdecken, muss man genau hinschauen. Der Landwirt war auch schon fleißig und hat einige Pfosten im Weidezaun erneuert. Am Waldrand darf ein alter Baumstamm vermodern und allem, was da „kreucht und fleucht“ Nahrung und Wohnung bieten. 8. 4. 2018