Es ist immer wieder zauberhaft: ein paar Schneeflocken oder der Raureif verwandeln Garten und Natur in eine Märchenlandschaft.
Hund Airy findet den Schnee immer extra spannend.
Im Tal war die weiße Pracht aber nur von kurzer Dauer, die Sonne ließ sie schnell verschwinden. Dafür freuen wir uns im Spätherbst an den letzten Farbtupfern in den Wiesen, ein Greiskraut (Jacobea sp.) und ein Schlüsselblümchen (Primula eliator) als verfrühter Frühlingsbote. 14. 11. 2024
Vor ein paar Tagen war noch nichts zu sehen, doch plötzlich tauchen überall auf Bergwiesen und Weiden weiße und hellviolette Tupfer auf: der Frühlings-Krokus (Crocus vernus) schiebt seine zarten Blüten aus dem Boden. Hier auf 900 Meter Höhe ist er heuer zwei Wochen früher zu sehen als im Vorjahr. Der Frühlings-Krokus ist die einzige bei uns heimische Art, auch wenn einige weitere „botanische“ Krokusse verwildert vorkommen.
Weißer Krokus (Crocus vernus)
Zugleich künden verschiedene Gelbtöne vom Frühling: hellgelb die Schlüsselblume (Primula eliator), leuchtend gelb das Scharbockskraut (Ficaria verna = Ranunculus ficaria ssp. bulbifer) und am Bach die Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris).
Unauffällig stehen vereinzelte Blausterne (Scilla sibirica) am Waldrand, wohl verwilderte Garten-Flüchtlinge. Kleine hellviolette Flecken bildet das rauhaarige Veilchen (Viola hirta). Auch dieses früh blühende Veilchen zeigt sich heuer gut zwei Wochen früher als im letzten Jahr. 19. 03. 2024
Schon schmilzt er wieder, der dicke Schnee, der unsere Landschaft verwandelt. Deshalb noch ein paar Fotos aus dem Winter-Wunderland aus Feld und Garten, bevor die weiße Pracht dahin ist.
Es ist schon verrückt: bis gestern in den Nächten noch klirrende Kälte bis zu minus 18 Grad und jetzt kommen schon wieder zweistellige Plusgrade. Ich hätte den Schnee gerne noch eine Weile behalten. Und Hund Airy sicher auch. Aber es war wohl nicht der letzte in diesem Winter. 22. 1. 2024
Die warme Herbstsonne hat auch hoch auf den Bergen letzte Blüten herausgelockt. Die Silberdistel (Carlina acaulis) ist ein typischer Herbstblüher. Auch der Echte Fransen-Enzian (Gentianopsis/Gentiana ciliata) ist vereinzelt noch im Oktober zu finden.
Echter Fransen-Enzian (Gentiana/Gentianopsis ciliata)Augentrost (Euphrasia sp.)
Leicht zu übersehen ist der winzige Augentrost (Euphrasia sp., vielleicht E. hirtella), während die Bergmargerite (Leucanthemum adustum) in den letzten Sonnenstrahlen leuchtet.
Berg-Margerite (Leucanthemum adustum)Allgäuer Bergpanorama mit Krottenkopf, Kratzer, Trettach und Mädelegabel
Nicht sattsehen kann ich mich am Allgäuer Bergpanorama, hier am letzten warmen Herbsttag vom Fellhorn aus gesehen. Morgen wird ein Temperatursturz wohl Schnee auf den Bergen bringen. 14. 10. 2023
Ein erster Skifahrer war schon unterwegs. Und wir stapfen den Weg weiter aus. So macht Winter Spaß: Man sieht es Airy an, wie gern er im Schnee wühlt und sich in der weißen Pracht wälzt!
Auch die Landschaft hat sich verwandelt: weiche Konturen, harte Kontraste. Und wenn dann trotz tiefhängender Wolken noch ein Sonnenstrahl durchkommt – Was will Winterwanderer mehr!
Nur für Airy folgt ein dickes Ende: die Dusche zuhause, um die Schneebollen schnell wieder los zu werden. Zum Glück ist es nur bei Neuschnee so schlimm. Dann müssen wir umkehren, bevor das Fell durchnässt ist. Wenn der Schnee erst einmal durchgefroren ist, klebt er nicht mehr so im Fell fest und wir können wieder länger laufen. 22.01.2023
In Talnähe ist nur ein Hauch von Winter angekommen. Wohl nur vorübergehend, denn für die nächsten Tage ist Regen angekündigt.
Zumindest die Berge leuchten in frischem Weiß, wenn sie sich mal zeigen zwischen den tiefhängenden Wolken. Trotzdem ist es ideales Wanderwetter, denn die Wege sind zumindest in tieferen Lagen nicht vereist und gut zu begehen.
Und die kleinen Schneehauben auf Moos und Nagelfluh-Gestein schaffen Kontraste.
Der Borkenkäfer hat ein Relief in ein Stück Rinde gezeichnet: Kunst in der Natur, schön und zerstörerisch, denn der betroffene Baum ist dem Käfer zum Opfer gefallen.
Zerstörerisch und bewundernswert zugleich ist auch den Biber am Werk, selbst am kleinsten Wiesenbach, der im Sommer kaum Wasser führt. Wo der Schnee fehlt, leuchtet das Weiß der Birkenstämme. 10. 01. 2023
Der erste Schritt morgens im Garten, ein Atemzug, ein Schnuppern: Schneeluft. Die Luft ist kühl und irgendwie besonders klar, und auch, wenn die Berge sich noch in Wolken hüllen, ist es eindeutig: in der Höhe hat es geschneit.
Als die Wolken aufreißen, bestätigt sich: die Gipfel sind weiß.
Allgäuer Braunvieh, Jungvieh
Unten steht noch das Jungvieh auf der Weide, oben ist schon Winter. Also nichts wie hinauf: auf gut 2000 Meter Höhe auf dem Nebelhorn können wir durch den Schnee stapfen. Kinder haben einen ersten Schneemann gebaut und rutschen auf dem Hosenboden einen kleinen Abhang herunter und Hund Airy macht es ihnen nach.
Hund Airy, Amerikanischer Zwerg-Schnauzer, mit Maulkorb
Airy ist zwar irritiert, weil er in der Bergbahn einen Maulkorb tragen muss, aber über seiner Begeisterung im Schnee ist das lästige Ding schnell vergessen. Er wälzt sich mit sichtlichem Vergnügen im kalten Weiß.
Uns Zweibeiner beeindruckt die großartige Aussicht, ein Rundum-Panorama, Gipfel an Gipfel in harten Schwarz-Grau-Weiß-Konturen mit einem Hauch von Himmelblau. Ein vergänglicher Anblick, denn der September-Schnee wird wohl bald wieder verschwinden und warmen Herbstfarben Platz machen. 23. 09. 2022
Kaum sind die Streuwiesen gemäht, erscheinen die ersten Herbstzeitlosen (Colchicum autumnale), als hätten sie nur auf Platz und Licht gewartet. Der Name sagt es schon: es sind Herbst-Vorboten, wie auch die prächtigen Silberdisteln (Carlina acaulis).
Im Wald glänzen die schwarzen Früchte der Tollkirschen (Atropa belladonna). Der Beiname „belladonna“ zeigt, dass die alte Heil- und Giftpflanze auch als Schönheitsmittel verwendet wurde, um große, glänzende Augen zu bekommen. Die „schönen Damen“ dürften allerdings nicht mehr viel gesehen haben. Die rotschwarzen Früchte der Brombeere (Rubus sp.) brauchen noch ein paar Sonnentage, um zu reifen.
Brombeere (Rubus sp.)
In meiner Kinderzeit wurden sie eifrig gepflückt, weil Marmelade aus wilden Himbeeren oder Brombeeren besonders aromatisch und auch billig herzustellen ist. Was wir gemeinhin „Brombeere“ nennen, ist allein im Allgäu mit rund 40 Arten vertreten, so dass ich keine genaue Zuordnung wage. Auch die vielgestaltigen Moose sind eine Sache für Spezialisten.
Knorrige Baumgestalten zeugen von den früher verbreiteten Buchenwäldern, auch die mehrfach vertretenen Orts- und Bergnamen „Buchenberg“ deuten darauf hin.
Buche (Fagus sylvaticus)
Über den Brunnen am Waldweg freut sich nicht nur Hund Airy , auch Frauchen genießt die Erfrischung. 23. 08. 2022