Hund und Katze

Wandern und Schauen: Orchideen in voller Pracht

 

 

Auf dem Breitenberg im Ostallgäu spielt das männliche Knabenkraut – Orchis mascula – jetzt die Hauptrolle. In allen Variationen von dunkelviolett bis weiß zeigt sich die prächtige Orchidee. Daneben konnten die Teilnehmer der Exkursion des Arbeitskreis Heimische Orchideen Bayern, Regionalgruppe Allgäu, auch kleine Gruppen der grünen Hohlzunge – Coeloglossum viride – entdecken, eine eher unscheinbare aber bei genauem Hinschauen aparte Orchidee.

 

Schon von weitem leuchten prächtige Gruppen von Frühlingsenzian – Gentiana verna – und Clusius-Enzian. Bewimperter Mannsschild – Androsace chamaejasme, Sonnenröschen – Helianthemum alpestre (?), Katzenpfötchen – Antennaria dioica ,– blattloser Ehrenpreis – Veronica aphylla – und weitere botanische Kostbarkeiten lassen die Fülle des Bergfrühlings erleben. 15. 06. 2019

 

Garten am Alpenrand: Auf Kälte folgt Hitze

 

Von fünf Grad auf fast 25 Grad – der Temperatursprung ist enorm, auch nach den Eisheiligen blieben Kälte und Regen und jetzt, seit wenigen Tagen, plötzlich Sommer: im Garten hat die Akelei die Herrschaft übernommen, der Flieder duftet und als letzter Obstbaum blüht die Quitte.

 

Die Prachtspiere zeigt sich in voller Pracht, eine erste Clematis-Blüte hat sich geöffnet – eine frühe Clematis alpina hat den Winter leider nicht überlebt – und für Blautöne sorgen Hasenglöckchen und Bergflockenblumen.

 

 

In den wilden Ecken habe ich eine dritte Art Ehrenpreis entdeckt – ich mag die lateinische Bezeichnung Veronica -nach dem feinstieligen und dem Gamander-Ehrenpreis die zart gestreiften Blüten der quendelblättrigen Veronica, die erst bei genauem Hinschauen ihren Zauber entfalten. Der Löwenzahn hat sich zur Pusteblume entwickelt und die rote Lichtnelke blüht immer noch. Für Gelbtöne sorgen Wiesenpippau sowie kriechender und scharfer Hahnenfuß. Im Nutzgarten hat die Kälte das Wachstum weiter verzögert, nur erste kleine Radieschen und Eiszapfen wandern auf das Frühstücksbrot. Und es gab den ersten Rhabarberkuchen! 05.06.2019

 

Wandern und Schauen: Mehlprimeln und Enzian auf dem Oberjoch

 

Kleine Nachlese zur Wanderung des Arbeitskreis Heimische Orchideen, Regionalgruppe Allgäu

 

Kaum ist der Schnee verschwunden, schieben sich Soldanellen und Krokus aus dem Boden. Der Arbeitskreis Heimische Orchideen, Regionalgruppe Allgäu, konnte bei seiner botanischen Wanderung auf dem Oberjoch noch zahlreiche andere Kostbarkeiten entdecken: Frühlingsenzian, Clusius-Enzian und Mehlprimeln leuchten um die Wette, der Bergwegerich (Plantago atrata) streckt seine schwarzen Köpfchen in die Höhe und das erste durchblätterte Läusekraut blüht.

 

Und für Orchideenfreunde besonders wichtig: die kleinen Orchideen stehen schon in den Startlöchern. Wegen der Schnee- und Wetterlage wanderten wir nicht so hoch hinauf wie geplant sondern blieben auf talnahen Wiesenwegen wie der alten Salzstraße. Es hat sich gelohnt! Der Bergfrühlings beginnt. 25.05.2019

 

Wandern und Schauen: Einladung zur botanischen Wanderung am 25. Mai

 

Zu einer botanischen Wanderung trifft sich der Arbeitskreis Heimische Orchideen, Regionalgruppe Allgäu, am Samstag, 25. Mai auf dem Oberjoch (Gemeinde Bad Hindelang). Wir suchen nach Frühblühern unter den Orchideen und erkunden die Frühlings-Berg-Flora mit Soldanellen, Mehlprimeln und Enzian. Wir fahren mit dem Lift hinauf und wandern über den Höhenweg ins Tal. Bergwanderung, reine Gehzeit ca. dreieinhalb Stunden, Bergschuhe erforderlich, Brotzeit im Rucksack. Nichtmitglieder sind willkommen. Kosten: Lift und evtl. Einkehr am Schluss, die Wanderführung ist kostenlos. Teilnahme auf eigene Gefahr. Anmeldung nicht erforderlich. Treffpunkt: 10 Uhr, Talstation Wiedhaglift, Oberjoch. Bei Regen entfällt die Wanderung.

Garten am Alpenrand: Eisheilige Ade!

 

Aufatmen im Garten: die heuer wirklich eisigen Eisheiligen sind ohne größere Schäden vorbei gegangen. Das Tränende Herz hat Kälte und Schnee gut überstanden und steht immer noch in voller Pracht. Beim Polsterphlox mag ich die rosa-weiße Sorte besonders gern. Als erste Akelei hat eine niedrige, weiße Pflanze die Blüten geöffnet, die höheren Sorten lassen sich noch Zeit. Einige Apfelbäume blühen noch und allerletzte Tulpen.

 

Wunderschön zeigt sich wieder der Fieberklee im kleinen Gartenteich. Und dem Hopfen kann man beim Klettern zuschauen. Besonders lebendig präsentieren sich die wilden Gartenecken: da blühen Löwenzahn und Rote Lichtnelke um die Wette und der Günsel wählt im kühlen und feuchten Gartenteil dunkle Farbtöne, auch bei den Blättern.

 

 

Das Vergissmeinnicht überrascht mich alljährlich mit neuen Standorten, es wandert offenbar gern. Die Knoblauchrauke wuchert am Zaun und das Lungenkraut verzaubert mit bunten Blüten und Blättern. In den Hochbeeten tut sich noch fast nichts. Die Kälte hat die Entwicklung von Radieschen und Co. ausgebremst. 18.05.2019

 

Wandern und Schauen: Waldspaziergang

 

 

Der Wald im Frühling: immer wieder ein Wunder! Die Eisheiligen mit frostigen Nächten und – hoffentlich – letztem Schnee sind gerade vorbei, die Sonne mag noch nicht voll scheinen, aber schon entwickeln Farn und Schachtelhalm ihre eigenwilligen Gestalten. Auch am Allgäuer Alpenrand ist der Frühling nicht mehr aufzuhalten.

 

 

 

Tollkirschen schießen in die Höhe und gefleckte Taubnessel, Veilchen und Immergrün leuchten um die Wette. Am Wegrand zeigen Pestwurz und Huflattich die letzten „Pusteblumen“, bevor sich die großen Blätter entwickeln.

 

An einem von den Bayerischen Staatsforsten neu angelegten Biotop quakt ein Frosch und die hängende Segge, eine der größten Seggen-Arten, liebt die feuchten Waldstellen. An einem Bächlein steht das bittere Schaumkraut und auch der Waldmeister will bald blühen. 16. 5. 2019

 

 

Garten am Alpenrand: Wieder Winter

 

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Seit gestern Nacht schneit es wieder und der Garten hüllt sich in Weiß. Ich habe nicht gezählt, wie oft die Tulpen in diesem Frühjahr im Schnee standen, der ständige Wechsel von Hitze und Kälte ist schon extrem.

 

Auch Birnen- und Kirschblüten und die ersten Apfelblüten verschwinden unter dem Schnee. Verfrühte Eisheilige oder nur Vorboten der kalten Gesellen? Zum Glück sind die Temperaturen nur geringfügig unter Null Grad gefallen, so dass es wohl keine Schäden geben wird. Und einer freut sich garantiert über den Schnee: Hund Airy (siehe unter „Hund und Katze“). 06. 05. 2019