Hund und Katze

Hund und Katze: Frühlingsahnen und Neuschnee

 

Ein paar Tage lang hat es getaut und Kätzchen Maya konnte sich für den Gartenspaziergang zumindest einige trockene, apere Stellen suchen. Notfalls springt sie zwar auch mitten in den Schnee, aber sie liebt die weiße Pracht nicht und verbringt ungewöhnlich viel Zeit in der warmen Stube. Im vorderen Gartenteil, wo die Sonne schon kräftiger und länger scheint, ist wieder erstes Grün zu entdecken. Aber nicht lange, dann schneit es wieder und Airy kann frische Spuren in den Schnee legen. 11. 02. 2019

 

 

Wandern und Schauen: Orchideen in Süditalien

Foto: F. Ellenbast
Foto: F. Ellenbast

Diesmal wandern wir mit den Augen:

In das frühlingshafte Süditalien führt der Vortrag von Ferdinand Ellenbast am Samstag, 9. Februar im Arbeitskreis Heimische Orchideen, Regionalgruppe Allgäu in Bad Hindelang. Die Region Apulien zwischen Adria und Ionischem Meer ist ein El Dorado für Freunde wildwachsender Orchideen. Knabenkräuter, Ragwurz-Arten und andere Kostbarkeiten sind hier zu finden. Die touristisch noch nicht so bekannte Region bietet neben reizvollen Landschaften auch zahlreiche kulturelle Sehenswürdigkeiten. Nichtmitglieder sind willkommen, der Eintritt ist frei. Das Treffen im Hotel Prinz-Luitpold-Bad, Hofjagdstube beginnt um 14 Uhr, Vortrag um 14.30 Uhr.

Garten am Alpenrand: ein Wintermärchen

 

Und wieder gleicht der Garten einem Wintermärchen. Und es schneit weiter. Andere planen schon für Frühling und Sommer. Das würde mich nur frustrieren, denn hier dauert der Winter zwei bis vier Wochen länger als im Flachland. Früher waren solche Schneemengen normal, heute nach einigen schneearmen Wintern und den ungewöhnlich warmen März- und Apriltagen der letzten Jahre müssen auch wir uns wieder daran gewöhnen – an die Mühen, aber auch an die Schönheit dieses Naturschauspiels. Also genieße ich lieber die verwandelte Landschaft mit den weichen und bizarren Formen und Schwarz-Weiß-Kontrasten, die der Schnee schafft. Die Hochbeete verschwinden fast im Schnee, auch die Farben haben sich vorläufig verabschiedet, bis auf den roten Tupfer an der Wäscheleine. 3. 2. 2019 

 

 

 

Hund und Katze: ein Jahr Airy und Maya

 

Spielzeug? Brauchen wir nicht. Wir haben ja uns beide. Und Frauchens Näh- und Wollkorb ausräumen macht einen Riesenspaß. – So scheinen meine beiden Vierbeiner zu denken. Das Zimmer sieht entsprechend aus. Vom Aufräumen nach dem Ausräumen halten sie jedenfalls nichts. Wenn Frauchen das für nötig hält, soll sie es machen. Immerhin machen sie (fast) nichts kaputt. Kaum zu glauben, dass Airy und Maya schon ein ganzes Jahr bei mir sind. Schon damals waren sie ein eingespieltes Team, nur die Größe hat sich bei beiden geändert. 01. 02. 2019

 

 

 

Hund und Katze: Schon wieder Neuschnee

 

Airys begeisterte Sprünge hinterlassen erste Spuren im frischen Neuschnee. Der Gartenzaun, den ich erst ausgeschaufelt habe, damit mein unternehmungslustiger Hund nicht ausbüchst, ist schon wieder unter der weißen Decke verschwunden und ich muss den Vierbeiner im Auge behalten.

 

Folgen kann ich ihm nicht, denn einen Schritt neben dem ausgetrampelten Pfad versinke ich tief im Schnee. Mein Kleiner wühlt sich durch das Weiß, wälzt sich und streckt alle Viere in die Höhe: Lebensfreude pur.

 

Es scheint ihn nicht zu stören, dass sich schon wieder dicke Bollen an Beinen und Bauch bilden. Bald sieht er wie ein Schneemann bzw. Schneehund aus. Das bedeutet, dass dem Gartenausflug wieder eine Duschaktion folgen muss. Aber noch darf er die weiße Pracht genießen. Und wo ist unser Kätzchen? Rührt sich da etwas in der Rose? Tatsächlich, Maya hat sich einen stacheligen Sonnenplatz ausgesucht. Vormittags hält sich hier eine Horde von etwa 20 Spatzen auf, denn gleich nebenan im Apfelbaum und in der Fichte hängen die Futtersäulen. Auch Meisen lassen sich regelmäßig blicken. Besonders beliebt sind die Sonnenblumenkerne, die ich täglich auffüllen muss. Die Katze darf zur Zeit erst gegen Mittag ins Freie, so dass die gefiederten Gäste am Vormittag in Ruhe futtern können. Am Hund stören sich die Vögel kaum, sie wissen offenbar, dass von ihm keine Gefahr droht. 29. 1.2019

 

Hund und Katze: Airy sucht im Weiß das Weite

 

Wo ist Airy? Hinter einem Schneehaufen versteckt? Gerade als ich anfange, nach dem Hund zu suchen, kommt der Nachbar mit dem Ausreißer auf dem Arm. Seit zwei Tagen hat Airy entdeckt, dass es keinen Zaun mehr gibt: die Begrenzung ist unter einer dicken Schneedecke verschwunden. Verräterische Spuren im Schnee zeigen, wo Airy auf Entdeckungsreise geht. Zusätzlich türmt sich der Schnee auf den Nachbargrundstücken, jedes Stück Wiese am Straßenrand wird zum Schnee-Ablagern genutzt – ein Abenteuer-Spielplatz auch für den Hund. Zwei Tage Regen haben den Schnee zwar zusammensacken lassen, aber es hat frisch drauf geschneit und im Garten ist die Schneedecke immer noch knapp 70 Zentimeter hoch, je nach Windverfrachtung auch höher, unter anderem am Zaun.

 

Das bedeutet, ich kann den unternehmungslustigen Junghund nicht mehr allein in den Garten lassen, sondern nur unter Aufsicht. Abgesehen davon hat der Vierbeiner nach wie vor einen Riesenspass, zumal er jetzt im Gegensatz zum Frauchen nicht mehr einsinkt, sondern über den Schnee springen kann. Das heißt: Nachlaufen geht nicht, Frauchen bleibt hoffnungslos stecken. Nur gut, dass der Vierbeiner inzwischen recht zuverlässig auf Pfiff zurückkommt. Das üben wir weiterhin jeden Tag. 18.01.2019

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Garten am Alpenrand – Versunken im Schnee

 

Seit Tage schneit es ununterbrochen, im Garten liegt der Schnee schon fast einen Meter hoch. Bäume und Pflanzen sind unter einer dicken weißen Decke verschwunden, weiße Kugeln und Buckel reihen sich aneinander wie sorgfältig geschnittener Buchs. Der Anblick wird von Tag zu Tag fremder und malerischer.

 

Die Amseln und andere gefiederte Gäste sind froh, dass noch Äpfel und Hagebutten an den Ästen hängen, alles wird sofort angepickt.

 

Ein Maschendrahtzaun bildete gestern noch ein apartes Muster im Schnee, heute ist er nicht mehr zu sehen. Die Moose und Flechten auf dem alten Zwetschgenbaum und die immergrüne Brombeere (Thornless Evergreen) setzen seltene grüne Akzente im Weiß.

 

Ein Wintertraum zum Anschauen – ein Alptraum zum Schneeräumen: Die Apfelbäume habe ich heute zum Teil vom Schnee befreit, damit die Äste nicht unter der Last brechen. Dazu musste ich mich erst einmal durch den Schnee kämpfen: die Trampelpfade für den Hund sind täglich neu zugeschneit und man versinkt bis weit über die Knie. Noch schlimmer ist es vor dem Haus: über Nacht sind die Autos schon wieder unter einer dicken, weißen Decke verschwunden, die Straßen werden immer enger, aber der Winterdienst funktioniert hier hervorragend: ein dickes Lob den Männern, die rundum die Uhr unterwegs sind, um die Straßen zu räumen und einen halbwegs normalen Verkehr zu gewährleisten. Das größere Problem ist es, Hauseingänge und Garagenvorplätze zu räumen, um überhaupt auf die geräumte Straße zu kommen, mehrmals täglich eine zeitraubende und kräftezehrende Arbeit. Aber wohin mit den weißen Massen? 10. 01. 2019