Alpenflora in schönster Pracht bietet die nächste Wanderung mit dem Arbeitskreis Heimische Orchideen, Regionalgruppe Allgäu: Alpenaster, Enzianarten und Mannsschild, sowie reiche Bestände heimischer Orchideen wie Kohlröschen, Händelwurz und Höswurz.
Es geht vom Hochtannbergpass über Widdersteinmähder und Koblat zu Gemstelpass und Widdersteinhütte mit Einkehr. Anspruchsvolle Bergwanderung mit 460 Höhenmetern, etwa 8,5 km, reine Gehzeit ca. 4 Stunden ohne Fotopausen. Trittsicherheit und Kondition erforderlich, sowie die entsprechende Ausrüstung. Die Mitnahme von Getränken und evtl. Brotzeit ist ratsam. Teilnahme auf eigene Gefahr, Nichtmitglieder willkommen. Botanische Erklärungen kostenfrei. Bei schlechtem Wetter entfällt die Wanderung ersatzlos. Treffpunkt 9 Uhr Parkplatz Widdersteinhütte kurz vor der Passhöhe.
Treffpunkt 10 Uhr, Talstation Fellhornbahn. Das Allgäuer Fellhorn bei Oberstdorf ist ein Blumenberg mit prächtiger Bergflora, die ihre Besonderheit den Flysch-Gesteinen mit kalkarmen Ton- und Mergelschichten verdankt. Der Arbeitskreis Heimische Orchideen, Regionalgruppe Allgäu lädt zu einer botanischen Wanderung zu Arnika und Ferkelkraut, Kohlröschen und Knabenkräutern.
Vielleicht blüht schon der Purpur-Enzian. Von der Bergbahn-Gipfelstation auf knapp 2000 m Höhe geht es Richtung Kanzelwand und über die obere Bierenwangalpe zur Mittelstation (Einkehr). Der aussichtsreiche Weg bietet ein Bergpanorama vom Kleinwalsertal bis über den Allgäuer Hauptkamm.
Mittelschwere Bergwanderung mit rund 230 Höhenmetern Abstieg und 50 Höhenmetern Aufstieg. Reine Gehzeit ca. drei Stunden. Entsprechende Bergausrüstung erforderlich, Mitnahme von Getränken und evtl. Brotzeit empfohlen. Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr. Nichtmitglieder willkommen. Botanische Erläuterungen kostenlos, Bergbahn und Einkehr sind selbst zu tragen. Anmeldung nicht erforderlich. Einfachere Wander-Alternativen möglich. Bei schlechtem Wetter entfällt die Wanderung ersatzlos.
Traunsteiners Knabenkraut (Dactylorhiza traunsteineri), eine schlanke, lockerblütige Orchidee, war diesmal besonders üppig vertreten bei der botanischen Wanderung mit dem Arbeitskreis Heimische Orchideen, Regionalgruppe Allgäu.
Daneben konnten wir zahlreiche vom typischen Erscheinungsbild abweichende Exemplare, wohl Hybriden, beobachten.
Mücken-Händelwurz (Gymnadenia conopsea)
Unser Augenmerk galt nicht nur den Orchideen: wir freuten uns über den leuchtend blauen Schlauch-Enzian (Gentiana utriculosa), Sibirische und Gelbe Schwertlilie (Iris sibirica, Iris pseudacorus), Akeleiblättrige Wiesenraute (Thalictrum aquilegiifolium) und weitere Besonderheiten. 10. 06. 2026
Als artenreiches Naturkleinod mit seltenen Orchideen und Wollgras erweist sich der Schwanseepark bei Schwangau. Der ehemalige Schlosspark unterhalb von Hohenschwangau wurde im 19. Jahrhundert als englischer Landschaftspark in einem weitgehend feuchten Gelände angelegt, wobei die Wittelsbacher schon damals auf Düngung verzichteten. Die Parkpflege heute will den historischen Charakter mit Blickachsen, Baumgruppen und geschwungenen Wegen rund um den Schwansee erhalten und zugleich die Feuchtwiesen und Goldhaferwiesen mit ihrer Artenvielfalt fördern. Der Arbeitskreis Heimische Orchideen, Regionalgruppe Allgäu, lädt zu einer botanischen Wanderung im leichten, ebenen Gelände mit anschließender Einkehr im Kiosk am See. Bei Interesse kann danach noch ein Abstecher auf den Kalvarienberg (180 Höhenmeter) unternommen werden. Nichtmitglieder sind stets willkommen, die etwa zweistündige Führung ist kostenfrei. Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr. Treffpunkt 10 Uhr, Parkplatz Schwanseepark, Schwangau-Alterschrofen.
Die Regionalgruppe Allgäu im Arbeitskreis Heimische Orchideen lädt zum nächsten Foto-Vortrag am 09. 11. 2025 in Bad Hindelang. Während auf Allgäuer Bergen schon Schnee liegt, entführt uns Wilhelm Späth auf eine Sonneninsel im Mittelmeer. Wir treffen uns um 14 Uhr im Hotel Prinz-Luitpold-Bad. Der Vortrag beginnt um 14.30 Uhr. Gäste sind willkommen!
Kohlröschen x Alpen-Händelwurz (Nigritella rhellicani x Gymnadenia alpina)
Sie leuchtet von weitem, die prachtvolle Hybride von Kohlröschen x Alpen-Händelwurz (Nigritella rhellicani x Gymnadenia alpina) und auch beide Elternteile stehen in der Nähe.
Einen weiteren Höhepunkt der Wanderung mit dem Arbeitskreis Orchideen, Regionalgruppe Allgäu, bildete die seltene Zwerg-Orchis (Chamorchis alpina).
Zwerg-Orchis (Chamorchis alpina)
Die Wanderung führte uns hoch über dem Tiroler Lechtal mitten hinein in wunderbare, artenreiche Bergwiesen. Alpen-Aster (Aster alpinus), Glockenblumen (Campanula scheuchzeri +C. cochleariifolia) und Mondraute (Botrychium lunaria) säumen den Aufstieg auf über 2000 m Höhe.
Der Fruchtstand zeigt, woher das Brillenschötchen (Biscutella laevigata) seinen Namen hat und die Schwarzrandige Schafgarbe (Achillea atrata) erkennt man beim Hinschauen. Wieviel entgeht doch den Wanderern, die nur das Gipfelkreuz oder die nächste Hütte zum Ziel haben! 04. 08. 2025
Die 1986 aufgelassene und renaturierte Mülldeponie hat sich zu einem Biotop mit erstaunlicher Artenvielfalt in Flora und Fauna entwickelt. Auf der Exkursion mit dem Arbeitskreis Heimische Orchideen, Regionalgruppe Allgäu fanden wir Anfang des Monats die Mücken-Händelwurz (Gymnadenia conopsea), auch in einem weißen Exemplar und in einem Randbereich die Sumpf-Ständelwurz (Epipactis palustris).
Aufgrund der Hitzeperiode im Juni war vieles schon verblüht, aber echtes Labkraut (Galium verum), bunte Kronwicke (Securigera varia) und Wald-Platterbse (Lathyrus sylvatica) zauberten bunte Punkte in den Hang.
Die weißen Doldenblütler wie die wilde Möhre (Daucus carota) sind immer ein beliebter Landeplatz für Insekten. In den nahen Streuwiesen freuten wir uns über letzte Sumpf-Gladiolen (Gladiolus palustris). 24. 07.2025
Bergorchideen stehen im Mittelpunkt der Exkursion mit dem Arbeitskreis Heimische Orchideen, Regionalgruppe Allgäu am Samstag, 19. Juli 2025. Es geht ins benachbarte Tirol in die Lechtaler Berge. Auf dem Hahntenn-Joch in rund 2000 Meter Höhe erwartet uns eine reiche Alpenflora mit Kohlröschen (Nigritella rhellicani), Kugelorchis (Traunsteinera globosa), Mücken-Händelwurz (Gymnadenia conopsea) und seltenen Hybriden sowie anderen Kostbarkeiten.
Auch Enzian- und Steinbrecharten und eine winzige alpine Weide sind zu finden. Der Bergpfad mit etwa 300 m Anstieg erfordert etwas Kondition und Ausdauer. Entsprechende Ausrüstung ist erforderlich, die Mitnahme von Getränken und evtl. Brotzeit ratsam. Im Anschluss ist eine Einkehr möglich. Nichtmitglieder sind willkommen, die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr! Die Erläuterungen zur Flora sind kostenfrei. Achtung: das ursprünglich an diesem Termin vorgesehene Ziel musste geändert werden, weil sich witterungsbedingt Blühtermine verschoben haben. Wir treffen uns jetzt um 10 Uhr am Parkplatz Hahntenn-Joch. 16. 07. 2025
Zum „Monte Müll“ in Füssen führt die botanische Wanderung mit dem Arbeitskreis Heimische Orchideen, Regionalgruppe Allgäu am kommenden Samstag, 5. Juli 2025. Die 1986 aufgelassene und renaturierte Mülldeponie hat sich zu einem wertvollen Biotop mit erstaunlicher Artenvielfalt entwickelt. Auf dem etwa 5 Hektar großen Gelände mit Magerrasenflächen wachsen Knäuelglockenblume, Hufeisenklee, Enziane und Orchideen. Auf nahen Wiesen kann noch die Sumpfgladiole blühen. So ist auch ein Lebensraum für zahlreiche Insekten entstanden. Die sehr leichte Wanderung dauert etwa zwei Stunden. Die botanische Führung ist kostenfrei. Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr. Nichtmitglieder sind willkommen. Wir treffen uns um 14 Uhr auf dem Parkplatz Segelflugplatz Füssen. 02. 07. 2025
Orchideen auf Schritt und Tritt: der Ausflug mit dem Arbeitskreis Heimische Orchideen, Regionalgruppe Allgäu, hat sich mal wieder gelohnt. Auf gut 1500 Meter Höhe blüht jetzt alles auf einmal: das Breitblättrige Knabenkraut (Dactylorhiza majalis), das Fuchs-Knabenkraut (Dactylorhiza fuchsii), die Grünliche Waldhyazinthe (Platanthera chloranta),
die Mücken-Händelwurz (Gymnadenia conopsea), die Höswurz (auch Weißzüngel genannt, Pseudorchis albida). Und dazwischen jede Menge Exemplare, die in Farbe und Form abweichen:
Mücken-Händelwurz (Gymnadenia conopsea)Höswurz oder Weißzüngel (Pseudorchis albida)Fuchs-Knabenkraut (Dactylorhiza fuchsii) Albino
Unsere heimischen Orchideen sind im Erscheinungsbild sehr variabel und sie gehen gerne fremd: sie halten sich nicht an Artgrenzen, sondern bilden oft Hybride. So haben wir zahlreiche Pflanzen gesehen, die dem Breitblättrigen Knabenkraut ähnlich waren, aber mit kleinerem, lockeren Blütenstand und leicht einseitswendig. Da war offenbar das Lappländische Knabenkraut beteiligt.
Breitblättriges Knabenkraut x Lappländisches Knabenkraut ((Dactylorhiza majalis x Dactylorhiza lapponica)Kälteliebendes Fuchs-Knabenkraut (Dactylorhiza fuchsii ssp. psychrophila)
Eine kleine und besonders zarte Form des Fuchs-Knabenkrauts ist das Kälteliebende Knabenkraut (Dactylorhiza fuchsii, ssp. psychrophila), das in höheren Lagen vorkommt. Den viel fotografierten Höhepunkt bildete eine sehr seltene Hybride zwischen einem Albino-Fuchs-Knabenkraut und der Höswurz. Auch beide Elternteile waren in der Nähe zu finden.
Fuchs-Knabenkraut x Höswurz (Dactylorhiza fuchsii, Albino x Pseudorchis albida)
Hund Airy erwies sich mal wieder als echter Orchideenhund: er setzte sich zwischen die Orchideen und nicht darauf.
Auch wir Zweibeiner mussten sorgfältig darauf achten, die Bergschuhe nicht auf die kleinen Kostbarkeiten zu setzen und auch die übrige Bergflora nicht zu stören: das Schmalblättrige und das Scheidige Wollgras (Eriophorum angustifolia und E. vaginatum), den punktierten Enzian (Gentiana punctata) oder die Katzenpfötchen (Antennaria dioica). Bitte vormerken: die nächste AHO-Exkursion im Allgäu findet am 05. Juli statt. 23. 06. 2025