
Das Herminium, auch Honigorchis (Herminium monorchis) zu finden hat mich besonders gefreut, dank des Tipps eines anderen Orchideen-Freundes. Die kleine Orchidee fällt durch ihre Farbe in der Wiese auf.

Ein weiteres Highlight der letzten Tage war die Alpen-Haarbinse (Trichophorum alpinum).

Auch weitere Orchideen stehen gerade in voller Blüte, das Fuchs-Knabenkraut (Dactylorhiza fuchsii), die Mücken-Händelwurz (Gymnadenia conopsea) und die Sumpf-Ständelwurz (Epipactis palustris).


Nicht selten, aber immer wieder hübsch ist die Kuckucks-Lichtnelke (Silene flos-cuculi).

Der Kreuz-Enzian (Gentiana cruciata) will auch bald blühen und an einer Steinmauer huscht eine Berg- oder Moor-Eidechse (Lacerta vivipara) vorbei. Der lateinische Name deutet darauf hin, dass sie lebende Junge zur Welt bringt.


Kein Blattgrün braucht die Zierliche Sommerwurz (Orobanche gracilis), sie ist ein Wurzelparasit auf Kleearten.

Eindrucksvoll schiebt sich Jahr für Jahr der Japanische Staudenknöterich (Reynoutria japonica) in die Höhe. Ein alter Allgäuer hat mir erzählt, dass man ihn früher rund um Freibäder gepflanzt hat, um die badenden Damen vor neugierigen Blicken zu schützen. Heute ist die Ausbreitungstendenz des ehemaligen Sittenwächters eher unerwünscht.

Übrigens: die Allgäuer Älpler gehen mit der Zeit: der Weidezaun wird mit Solar-Energie betrieben. 06. 07. 2024
