Hund und Katze: Welpen-Tagebuch 19

Zwei müde Kämpfer

Nach einer gemeinsamen Tobe-Runde im Garten schleckt Maya den Hund ab und quetscht sich dann neben dem raumgreifenden Airy ins Körbchen. Die Zusammenarbeit der beiden klappt immer besser: Auf dem für Maya verbotenen Tisch liegt die Wasserspritze für den Fall, dass ich Maya oben erwische, was aber selten passiert. Neulich war die Spritze verschwunden – ein eindeutiges Indiz dafür, dass Maya auf dem Tisch war und sie hinuntergeworfen hat. Das Corpus delicti kam erst beim Staubsaugen zum Vorschein, etliche Meter entfernt hinter den Schuhen im Flur. Offenbar hat der Hund die Spritze dort versteckt. Ein weiteres Beispiel: Frauchen hat einen köstlichen Fisch gegessen – Scholle auf Zitrone im Backrohr gegart. Die Katze liebt ebenfalls Fisch. Darf sie auch die Gräten haben? Ich suche im allwissenden Internet Rat. Etwa die Hälfte der angeklickten Beiträge rät nur zu rohem Fisch, die andere Hälfte betont, dass nur gekochter Fisch dem Kätzchen gut tut. Gräten aber nur roh. Während ich mich informiere, schaffen die beiden Vierbeiner Tatsachen: Kätzchen wirft den Teller mit den Fischresten hinunter und beide machen sich über die Reste her. Als ich ein paar Minuten später wieder in die Küche komme, liegen noch ein paar säuberlich abgenagte Wirbel-Gräten auf dem Fußboden und beide lecken sich die Mäuler. Beide haben die geklaute Mahlzeit gut verdaut.

Autor: annamariebirken

Journalistin und Autorin. Bücher: Dackelblick und Ringelschwanz - Erlebnisse mit Hunden, Schlüsselkind - Eine Kindheit in den 50er Jahren

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