Garten am Alpenrand: Vorfrühlings-Explosion

Vorfrühlings-Explosion

Was für eine Entwicklung in den letzten Tagen: Anfang März steckten die Schneeglöckchen vorsichtig die Blütenköpfe aus dem Schnee, zwei Tage später zeigte sich ein erster botanischer Krokus und nochmal zwei Tage später scheint die Blütenpracht zu explodieren. Zu Schneeglöckchen und Krokus gesellen sich erste Schlüsselblumen (Primula eliator, Wildform) und Gartenprimeln und auch die Lenzrose hebt wieder das Köpfchen. Alle haben mehrfach Neuschnee und mehrere Nächte zwischen minus 16 und minus 20 Grad überstanden und freuen sich über den Temperatursprung auf plus 10 Grad. Ich staune immer wieder, welche Kraft und welcher Überlebenswille in den zarten Frühlingsblühern steckt. Auch die ersten Unkräuter regen sich schon – Verzeihung, ich meine natürlich „Wildkräuter“ oder „Beikräuter“, denn an der richtigen Stelle hat alles seine Berechtigung. Aber wir Gärtner haben unterschiedliche Vorstellungen darüber, was wo wachsen darf. Die frischen Graspolster stören im Erdbeerbeet und die wilde Nelkenwurz (Geum urbanum) mag ich nicht im Blumenbeet. Sie darf im hinteren halb wilden Gartenbereich wachsen, zeigt aber einen Ausbreitungsdrang, dem ich Grenzen setzen muss. Da juckt es in den Fingern, mit dem Jäten anzufangen. Aber ich merke schnell, dass es noch zu früh ist: der Boden ist weitgehend gefroren. Die Nächte sind immer noch eisig und der Schnee hält sich in schattigen Bereichen. Aber der beißend kalte Wind hat sich gelegt und Licht und Wärme geben nicht nur der Natur, sondern auch uns Menschen Auftrieb. Es gibt allerdings auch eine Schattenseite: wenn der Schnee schmilzt und die Erde nass und schwer ist, kommt der Hund nach jeder Gartenrunde wie ein Dreckspatz zurück! 6. 3. 2018P1070834_1[4302]

Autor: annamariebirken

Journalistin und Autorin. Bücher: Dackelblick und Ringelschwanz - Erlebnisse mit Hunden, Schlüsselkind - Eine Kindheit in den 50er Jahren

3 Kommentare zu „Garten am Alpenrand: Vorfrühlings-Explosion“

  1. Vielen Dank für deinen lieben Kommentar bei mir. Das finde ich ja prima, wie du mich gefunden hast und ich freue mich schon auf deine Beiträge zu den echten Alpen-Bergblumen, die ich immer nur beim Wandern bestaunen kann. Mein erster Garten hatte auch eine bergige Höhenlage von über 500 m und von daher ist mir das Gärtnern im rauen Klima ein Begriff. Diesen Berggarten musste ich leider verlassen, aber einige Bergblumen durften mit in den neuen Garten umziehen…:-)
    Dein Hund schaut so, als wenn man ihm die schmutzigen Pfoten auf keinen Fall übel nehmen kann……süß.
    LG Sigrun

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