Wandern und Schauen: Palmsonntags-Spaziergang

Vom Frühling in den Winter

Ich wollte nach ersten Frühlingsboten im Wald Ausschau halten. Stattdessen sind wir bei unserem Palmsonntags-Spaziergang mitten im Winter gelandet. An nordseitigen Hängen reicht der Schnee noch bis ins Tal. Airy findet den Schnee umwerfend schön, Frauchen sehnt sich nach frischem Grün. Als dann mitten im Schnee ein Brunnen plätschert und das Wasser fantastische Eisformationen geschaffen hat, ist auch Frauchen begeistert und mit dem Winterspaziergang versöhnt. Schließlich gibt es viel zu schauen: von Sturm und Schnee gefälltes und frisch geschlagenes Holz, die Winterarbeit der Forstleute und Bauern, oder einen im Schnee versunkenen Kinderspielplatz, der im Sommer ein Waldabenteuer für die Kleinen ist (im Großen Wald bei Wertach, Oberallgäu).

Und dann kommt doch noch der ersehnte Frühlingsbote: an einer feuchten, aperen Stelle schieben sich die Blütenköpfe der weißen Pestwurz (Petasites albus) aus dem Boden. Die riesigen Blätter erscheinen erst später. Wie der Name verrät, ist die Pestwurz eine alte Heilpflanze, die früher gegen Pestilenz wirken sollte. Sie wird auch heute noch medizinisch verarbeitet, z.B. in Migräne-Medikamenten. Aber Vorsicht, nicht auf eigene Faust verwenden, denn sie enthält in allen Pflanzenteilen giftige Stoffe, die in hoher Dosierung u.a. die Leber schädigen können. 25. 3. 2018

Autor: annamariebirken

Journalistin und Autorin. Bücher: Dackelblick und Ringelschwanz - Erlebnisse mit Hunden, Schlüsselkind - Eine Kindheit in den 50er Jahren

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s