Wandern und Schauen: Andromeda im Moos

 

Weiße Wolken tanzen über den Mooren – im Allgäu sagt man Moos, wie hier im Agathazeller Moos – das Wollgras wiegt sich im Wind. Neben dem einköpfigen, scheidigen Wollgras (Eriophorum vaginatum) steht vereinzelt auch das schmalblättrige (?) Wollgras mit mehreren überhängenden Büscheln. Direkt daneben blüht die Rauschbeere (Vaccinium uliginosum), deren Blätter im Gegensatz zur ähnlichen Heidelbeere einen blaugrünen Ton haben. Leicht zu erkennen ist die Rosmarinheide, die im Aussehen an Rosmarin erinnert und den hübschen Namen Andromeda polifolia trägt. Die kugelrunden Glöckchen sind schon am verblühen, während sich die winzige Moosbeere (Vaccinium oxycoccos) noch mit ihren Blüten schmückt.

 

Der Fieberklee (Menyanthes trifoliata) steht gern im Wasser oder in feuchten Verlandungszonen. Der Name verrät, dass die Pflanze mit den kleeähnlichen Blättern in der Volksmedizin verwendet wurde. Eine altbekannte Heilpflanze ist auch der Baldrian, allerdings nicht der zierliche Sumpfbaldrian (Valeriana dioica), dessen Blütenstände die gleiche typische Form aufweisen wie die größeren Baldrianarten. Wer genau hinschaut, kann männliche und kleinere weibliche Blüten unterscheiden. Ein Spaziergang im Moos hat für mich immer eine beruhigende Wirkung, jetzt im Frühjahr mit den Weiß-, Grün- und Rosatönen und den vielen kleinen Entdeckungen am Wegrand. 16. 5. 2018

 

Autor: annamariebirken

Journalistin und Autorin. Bücher: Dackelblick und Ringelschwanz - Erlebnisse mit Hunden, Schlüsselkind - Eine Kindheit in den 50er Jahren

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s