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Hilfe! Die Samtpfote will mitschreiben!
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Dackelblick und Ringelschwanz – Erlebnisse mit Hunden
Vom Doggen-Mischling Götz über den schwarzen „Höllenhund Cerberos“ – der mit dem Ringelschwanz – bis zum Rauhhaar-Dackel begleiten stets Hunde das Leben der Autorin. Jeder Vierbeiner hat seinen eigenen Charakter, jeder ist eine Herausforderung für sein Frauchen und die Familie. Denn jeder Hund stammt aus zweiter Hand mit weitgehend unbekanntem Vorleben. Die Autorin erzählt mit viel Humor von Erlebnissen mit diesen „Überraschungspaketen“, vom geklauten Rehbraten, von „Ausgrabungen“ im Garten und von Begegnungen mit Mensch und Tier im Wald und auf den Bergen. Dabei wird klar, dass das Zusammenleben mit einem kraftvollen Riesenhund oder einem sturen Dackel nicht immer ein reines Vergnügen ist. Die Autorin berichtet, wie sich die Ansichten zu artgerechter Tierhaltung und zur Hundeerziehung in den letzten Jahrzehnten gewandelt haben und sie erzählt augenzwinkernd, warum trotz der Erkenntnisse der Verhaltensforschung und moderner Erziehungsmethoden Hunde nicht immer das tun, was ihre Menschen wollen. Mit stets liebevollem Blick, aber ohne die Tiere zu vermenschlichen, schildert Anna Marie Birken, wie jeder Vierbeiner mit seinen Eigenarten unser Leben bereichert.
„Dackelblick und Ringelschwanz“, Autorin Anna Marie Birken, 215 Seiten, zu beziehen über den Buchhandel und Online-Buchhandel und über den Verlag „vonjournalisten.de“ zum Preis von 15,95 Euro gebunden, ISBN 9789463181990 und 8,95 Euro als E-Pub, ISBN 9789463429580.
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Schlüsselkind – Eine Kindheit in den 50er Jahren
Die große Puppe ist ein Sonntagsspielzeug, viel zu schade für den Alltag. Und ein Tretroller bleibt für Mädchen ein Wunschtraum. Anna Marie Birken erinnert sich an eine Kindheit ohne Kühlschrank und Fernseher, Waschmaschine und Telefon, Handy oder PC. Die Autorin schildert das Leben in den 50er Jahren ohne nostalgische Verklärung. Für Kinder ist es selbstverständlich, überall mitzuhelfen, wo kleine Hände gebraucht werden. Trotz zahlreicher Pflichten bleibt viel Freiraum zum Spielen im Wald oder im verbotenen Bunker. Die Kriegsfolgen sind noch allgegenwärtig, aber die meisten Erwachsenen sprechen nicht darüber. Die Autorin erzählt auch von strengen Strafen, von verschwiegener Sexualität und von der Benachteiligung der Frau, die schon die Kindererziehung prägen. Aber ein selbständiges „Schlüsselkind“, das ohne Vater aufwächst, ist nicht immer so brav, wie es von Mädchen erwartet wird. Die Episoden aus dem Alltag lassen eine typische Nachkriegskindheit lebendig werden.
„Schlüsselkind – Eine Kindheit in den 50er Jahren“, Autorin Anna Marie Birken, 151 Seiten, vonjournalisten.de, ISBN 9789463423472, 12,95 Euro
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Noch ein Gartenblog? Es gibt doch schon so viele!
Den Anstoß gab meine Nachbarin: sie liest keine Gartentipps in der Zeitung und kein Gartenmagazin, weil all die Tipps, Ratschläge und Hochglanzfotos bei uns sowieso nicht zutreffen. Bei uns, das heißt am Alpenrand auf etwa 850 Meter Höhe. Das bedeutet: es kann zwischen Oktober und Mai bis in die Täler schneien, der Frühling hält zwei bis vier Wochen später Einzug als im Unterland, der Sommer kann kühl und verregnet, aber auch sehr heiß sein und der „goldene Herbst“ hält sein Versprechen nicht in jedem Jahr. Im Winter muss mit Frost bis minus 20 Grad gerechnet werden und Regen gibt es im Überfluss. Also kein warmes Weinberg-Klima sondern eine raue Lage, in der nicht jedes Kraut und jeder Baum gedeiht. Aber es macht Spaß, auszuprobieren, was bei uns wächst. Schon mal vorweg: es ist eine ganze Menge.
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Wie gut, dass Airy nicht ganz weiß ist, sonst würde er in der Schnee-Landschaft verschwinden!
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Ich sitze am Schreibtisch und höre ein Schnurren zu meinen Füßen. Dort liegt sonst nur der Hund, Kätzchen bevorzugt das Fensterbrett in Augenhöhe. Ich schaue hinunter und traue meinen Augen kaum: Airy und Maya kuscheln erstmals miteinander: erst Hintern an Hintern, dann ineinander gerollt und jetzt schleckt Kätzchen den Hund ab! Klar, er hat eine etwas andere Vorstellung von Sauberkeit, da muss sie ihm zeigen, was sich gehört. Ich staune und freue mich: schon bisher haben sich die beiden morgens oder nach dem Hundespaziergang freudig begrüßt und dann meist ziemlich wild miteinander gespielt. Friedlich kuscheln gab es noch nicht, das ist eine neue Qualität der Zweisamkeit, die allerdings nicht lange dauert: Airy sticht der Hafer, er will lieber spielen als schmusen.
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Airy im Biber-Land. Airy ist jetzt gut zehn Wochen alt. In diesem Alter sollte ein junger Hund nicht länger als eine Viertelstunde am Stück spazieren gehen, so die Empfehlung der Hunde-Ratgeber. Die Welpen-Knochen sind noch nicht ausreichend mineralisiert, das Skelett darf nicht überanstrengt werden. Leider hält Airy nichts von solchen Empfehlungen und Frauchen stellt sich immer wieder die Frage: „Wie bekomme ich den Minihund müde?“ Wenn wir nach einem (zu) kurzen Spaziergang heimkommen, dreht Airy erst richtig auf. Dann wird im Garten oder mit Kätzchen quer durch die Wohnung getobt. Dieser Welpe hat Energie für drei!
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Allein bleiben war von Anfang an kein Problem. Mit Katze Maya hat sich Airy offenbar nicht allein gefühlt. Jedenfalls ist von beiden kein Mucks zu hören, wenn ich nach Einkauf, Gymnastik etc. wieder heimkomme. Nur wenn der Hund ganz allein im Schlafzimmer war, -fürs Kätzle verbotenes Terrain, ich mag keine Tierhaare im Bett – gabs in den ersten zwei Tagen mal ein kurzes Weinen, wenn Frauchen im Badezimmer verschwand und die Tür zumachte. Aber verschlossene Türen gabs auch schon bei der Züchterin, es war keine ganz neue Situation. Am dritten Tag saß Airy dann ohne zu weinen vor der geschlossenen Tür, seither verzieht er sich in sein Körbchen und schläft beruhigt weiter. Er ist offenbar sicher, dass Frauchen bald wiederkommt.
Beim Spaziergang waren wir am Flussufer und sind über die glatt geschliffenen Kiesel gelaufen – für Airy ein bisher fremder Untergrund, was ihm offenbar egal war. Die flachen Pfützen hat er nach Möglichkeit umgangen, bei winterlichen Temperaturen müssen nasse Füße nicht sein. Für Airys Vorgänger, Rauhaar-Dackel Loni, war jedes im Wasser schwimmende Blatt spannend. Aber die Dackel-Dame durfte nur im flachen Randbereich an der sicheren Leine im Wasser „jagen“. Jedenfalls ist für Airy der ruhig dahinfließende Fluss weit weniger interessant als ein rauschender und polternder Bergbach. Vor letzterem hat er Respekt.
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Auf dem Foto ist nichts zu sehen? Sorry, die wilde Jagd mit Hund und Katz ist schon wieder in der anderen Ecke. Als ich wenig später wieder ins Zimmer komme, knabbert Airy interessiert an einem Bleistift. Ich schließe messerscharf: a) der Bleistift hat sich nicht von selbst vom Tisch auf den Fußboden begeben. b) Airy kann nicht auf den Tisch springen. Daraus folgt c): Kätzchen Maya war verbotenerweise mal wieder auf dem Tisch und hat Airy das Spielzeug hinuntergeworfen. Die Zusammenarbeit klappt offenbar super nach dem Motto: bloß nicht erwischen lassen.
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Da ist die Sache mit der Stubenreinheit: Airy ist stubenrein, beinahe jedenfalls. Schon bei der Züchterin hat er gelernt, im Notfall eine auf den Boden gelegte Zeitung als Welpen-Toilette zu akzeptieren. Aber bei mir hat Kätzchen Maya ihm gezeigt, dass auf dem Boden liegende Zeitungen ganz anders benutzt werden können: sie rascheln wunderbar beim Zerreißen. Und so findet Frauchen gelegentlich doch eine Pfütze an unerwarteten Orten. Auch andere Erziehungsmaßnahmen nutzt Maya zu ihren Gunsten. Mir fällt auf, dass ich oft „nein!“ sage: „Nein, nicht die Teppichfransen anknabbern, nimm Dein Knabberspielzeug!“, „Nein, du kommst nicht mit durch die Tür“, „Nein, lass Kätzchen in Ruhe, sie muss sich erholen“. Airy kennt den Tonfall, aber kennt er auch das Wort? Beim Knabbern am Teppich und beim Kätzchen ärgern genügt es, Airy eine Alternative anzubieten. Der kleine Hund ist sofort bereit, mit Frauchen statt mit Kätzchen oder Teppich zu spielen. Aber das Warten an der Tür oder auf den Fressnapf, den Frauchen gerade füllt, muss er lernen. Denn hinter der Tür befindet sich eine steile Treppe und am Napf soll er sich auch manierlich aufführen. Wir üben ausnahmsweise mit einem besonderen Leckerbissen, kleinen Rinderhack-Bällchen. Drei Übungen klappen schon gut, also kleine Pause, dann noch eine Übungseinheit. Aber als wir später weitermachen wollen, ist die Schüssel mit den Hackfleischbällchen leer. Maya fand den Inhalt sicher sehr lecker. Bei den nächsten Übungen achte ich darauf, dass die Katze nicht in der Nähe ist. Und trotzdem sind die Übungsleckerli wieder verschwunden. Maya hat offenbar einen sechsten Sinn für solche Delikatessen.
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Die einen sind oben, die anderen unten – wie im richtigen Leben.
Kätzchen Maya hat die OP gut überstanden. Sie war ganz brav und lieb, loben die Tierarzt-Helferinnen. Ich hatte Schlimmeres befürchtet. Schließlich war die Kleine halb wild auf einem Bauernhof eingefangen und erst ans Haus gewöhnt worden. Es wäre kein Wunder, wenn sie in fremder Umgebung und unter Stress fauchen und kratzen würde. Aber offenbar hat sie wirklich Vertrauen zu uns Menschen gefasst, ein Vertrauen, das sich nicht mehr so leicht erschüttern lässt. Als ich sie in der Praxis abhole, will sie aus dem Korb heraus schon wieder mit meinem Hosenbein spielen. In den nächsten beiden Tagen ist sie wieder die alte Schmusekatze, nur sehr viel ruhiger. Wie weit das noch die Nachwirkungen von Narkose und OP sind oder ob sich die hormonelle Umstellung schon bemerkbar macht, wird sich im Laufe der Zeit zeigen. Zunächst gilt es, den kleinen Hund zu bremsen, der die Katze wie gewohnt zu wilden Verfolgungsjagden auffordern will. Aber Maja soll sich noch erholen. Airy darf dafür im Garten im Schnee toben: eine herrliche Sache. Damit Maya mehr Ruhe hat, habe ich Katzenkorb und Katzentoilette ein Stockwerk tiefer ins Gästezimmer gestellt, das jetzt zum Katzenzimmer wird. Aber nur schlafen und erholen ist Maya zu langweilig. Bald höre ich die Katzenklappe und der Schmusetiger ist wieder bei uns.