Garten am Alpenrand: Fliederduft in der Luft

 

Der ganze Garten duftet nach Flieder. So oft ich an den violetten Blütendolden vorbei komme, nehme ich eine Nase voll. Gegen Abend ist das Aroma besonders intensiv. Auch die Spiere blüht heuer besonders üppig. Und die Quitte hat sich – wie schon zuvor die Apfelbäume – überreich mit Blüten geschmückt, als wollten die Bäume uns für den frostbedingten Ausfall im vergangenen Jahr entschädigen. Die Apfelbäume haben bereits zahlreiche Äpfelchen angesetzt. Ein Stockwerk tiefer tanzt die Akelei im Wind. Sie verträgt sich farblich wunderbar mit dem tränenden Herz. Ein Stockwerk tiefer stehen die blauen Kerzen des Günsels (Ajuga reptans). Auch die Bergflockenblume hat ihre filigranen blauen Blüten geöffnet und erinnert an die zur Kinderzeit noch häufige Kornblume.

 

Hellblaue Seen im Garten bildet der Gamander-Ehrenpreis (Veronica chamaedrys), der vielen als Unkraut gilt, weil er unkontrolliert überall wuchert. Ich dämme ihn nur etwas ein, lasse ihn aber wie den Günsel als Bodendecker gewähren. Zum Ausrotten ist er viel zu hübsch. Auch vom kriechenden Hahnenfuß (Ranunculus repens) lasse ich einige Pflanzen stehen und freue mich über das kräftige Gelb der Blüten. Daneben wetteifern weiße Bärlauch-Blüten mit den ersten blühenden Erdbeeren. Der Garten – eine Farbsinfonie in Blau, Rosé und Weiß. 15. 5. 2018

 

Autor: annamariebirken

Journalistin und Autorin. Bücher: Dackelblick und Ringelschwanz - Erlebnisse mit Hunden, Schlüsselkind - Eine Kindheit in den 50er Jahren

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