Garten am Alpenrand: Tomatenernte

 

Die Tomatenernte ist in vollem Gang: so oft ich in den Garten komme, wandert eine Handvoll der kleineren Naschtomaten-Sorten direkt in den Mund – es gibt nichts Besseres! Auch die Schwarzwälder Erdbeere, eine große Fleischtomate, ist in den letzten Tagen rot geworden. Der Geschmack ist allerdings etwas enttäuschend, aber ich bin von den kleineren ausgesprochen aromatischen Sorten sehr verwöhnt. Für Suppen und Soßen ist die saftige und dünnschalige Schwarzwälder Erdbeere gut zu gebrauchen. Gestern habe ich eine Zucchini-Tomatencreme-Suppe gemacht – auch bei den Zucchini kann ich täglich ernten – und habe das Süppchen genossen. Meine Lieblingssorten, die Datteltomate Donatella und die Fleischtomate Schlesische Himbeere hatte ich heuer nicht mehr bekommen, ich war beim Einkauf offenbar zu spät dran. Aber es hat sich gelohnt, ein paar neue Sorten auszuprobieren. Genauer gesagt sind es alte Sorten. Ein Gärtner in Kempten hat sich auf Tomaten und Kräuter spezialisiert.

 

Als ausgesprochen aromatisch, recht süß mit gut ausgewogener  Säure erweist sich die Kirschtomate Vessenij Mieurinskij. Nur die Schale ist etwas hart. Viel Süße entwickelt auch die Kirsch- (oder Johannisbeer-)Tomate Humboltii, allerdings nur, wenn sie voll ausgereift ist. Sie ist angenehm dünnschalig. Eine knackige Datteltomate ist die Rote Dattelwein. Noch nicht probieren konnte ich das Baselbieter Röteli, die große Datteltomate lässt sich mit dem Erröten noch Zeit. Als Naschtomate habe ich seit Jahren auch die Rote Murmel im Garten, eine aromatisch-süße Johannisbeer-Tomate, die etwas milder im Geschmack ist als die oben genannten Sorten. Es ist eine ausgesprochen robuste, reich tragende Sorte, die auch im Regen stehen kann. Letztes Jahr habe ich den Fehler gemacht, sie ins Hochbeet zu setzen: Eine Pflanze hat das ganze Hochbeet ausgefüllt, nur die Kletterzucchini konnte sich in einer Ecke gegen die Tomate durchsetzen. Die Rote Murmel säht  sich auch kräftig selbst aus, die beiden zugekauften Pflanzen sind allerdings schneller und kräftiger gewachsen, sie brachten einen Vorsprung aus dem Gärtnerei-Gewächshaus mit. Ich bin nicht sicher, ob die Freiland-Sämlinge in weniger heißen Jahren auch gut tragen würden. Meine Tomaten stehen alle im Freiland, zum Teil regengeschützt unter dem vorkragenden Dach oder Balkon. Der warme Sommer hat die Tomatenernte begünstigt, allerdings hatten die durstigen Pflanzen meine Regenwasservorräte – vier Tonnen mit insgesamt 1000 Litern – bis Mitte August aufgebraucht. Jetzt sind zumindest zwei Tonnen wieder aufgefüllt, es darf nochmal warm werden. 3. 9. 2018

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Autor: annamariebirken

Journalistin und Autorin. Bücher: Dackelblick und Ringelschwanz - Erlebnisse mit Hunden, Schlüsselkind - Eine Kindheit in den 50er Jahren

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