Wandern und Schauen: Teufelskralle von Schwarz bis Weiß

Ich könnte jeden Moment schwärmen: Oh wie schön! Eindrücke aus einem Allgäuer Bergtal: „Teufelskralle“ – was für ein unheimlicher Name für ein apartes Glockenblumen-Gewächs, das freilich schwarze Krallen zeigen kann. Aber der Schweizer Name „Rapunzel“ gefällt mir besser.

Ich habe die seltene himmelblaue Rapunzel (Phyteuma spicatum, ssp. occidentale) entdeckt, eine stabile Hybride der weißen, ährigen Rapunzel (Ph. spicatum) mit der fast schwarzen Hallers Rapunzel (Ph. ovatum), die beide auch am Weg standen, ebenso wie zwei weitere Rapunzel-Arten. Die meisten Wanderer gehen achtlos vorüber und Radler mit E-Bike haben sowieso keinen Blick für die Schönheiten am Wegrand.

Da wachsen auf Felsbrocken die schönsten Steingärten mit Thymian (Thymus sp.), Alpen-Steinquendel (Acinos alpinus), Hufeisenklee (Hippocrepis comosa), Labkraut (Galium sp.), Ehrenpreis (Veronica fruticans), Trauben-Steinbrech (Saxifraga paniculata) und zottigem Habichtskraut (Hieracium villosum). Dazu Orchideen in Hülle und Fülle – demnächst in einem eigenen Beitrag.

Auch die Fruchtstände der Schnee-Pestwurz (Petasites paradoxus) sind einen Blick wert, ebenso wie die Wasserspiele im Bergbach und von der Künstlerin Natur gestaltete Steinskulpturen. Hund Airy ist natürlich immer dabei. 05.07.2020

Autor: annamariebirken

Journalistin und Autorin. Bücher: Dackelblick und Ringelschwanz - Erlebnisse mit Hunden, Schlüsselkind - Eine Kindheit in den 50er Jahren

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