Garten am Alpenrand: er ist wieder aktiv

 

Ende März habe ich von meinem ausgesprochen fleißigen Maulwurf berichtet, der dabei war, den Garten in eine Berg- und Tal-Landschaft zu verwandeln. Ich habe einen geländegängigen Rasenmäher, aber in dieser Hügellandschaft wäre er ständig stecken geblieben. Ich habe deshalb versucht, meinen unterirdischen Mitbewohner mithilfe von Knoblauch zu vergrämen oder zumindest auf den hinteren Teil des Gartens zu beschränken. Es war eine aufwändige Aktion, alle Erdhügel aufzugraben und Knoblauchzehen in die Gänge zu stecken, aber die Arbeit war erfolgreich. Bis jetzt. Seit einigen Tagen beobachte ich, dass wieder neue braune Hügel auftauchen: er ist wieder da und er ist wieder aktiv. Was tun? Die ganze Arbeit nochmal machen? Nein! Jetzt ist Erntezeit und Wanderwetter und ich habe besseres zu tun. Der Maulwurf darf vorerst bleiben und sein Winterquartier vorbereiten. Als Gegenleistung erwarte ich, dass er viele Schnecken und Schneckengelege vertilgt. Mal sehen, wie der Garten im nächsten Frühjahr aussieht. – Gerade im Moment, in dem ich diesen Satz schreibe, bringt Kätzchen eine Maus an. Sie muss sie im Haus gefangen haben, denn die Katzenklappe ist schon geschlossen. In der Regel drängen die Mäuse erst im Herbst ins Haus, wenn die Äpfel im Vorratskeller duften. Hat die Hitze das Tier vorzeitig in den kühlen Keller getrieben? Aber bei aller Tierliebe: Mäuse im Haus dulde ich nicht. Maya hat eine Belohnung verdient. 9. 8. 2018DSC01321

Hund und Katze und der Maulwurf

Maulwurf vergrämen

Im Garten hat die Aktion „Maulwurf vergrämen“ angefangen. Knoblauch soll helfen. Also jeden Maulwurfshügel – und es sind viele – aufgraben, den Gang suchen und Knoblauchzehen hinein stecken. Wo die Gänge zu Stolperfallen geworden sind, weil die Erde eingebrochen ist, öffne ich auch die Gänge, versehe sie mit Knoblauch und unterfüttere die Grassoden mit Erde, und hoffe, dass ich künftig mit dem Rasenmäher nicht mehr überall stecken bleibe. Also viel Arbeit. Aber ich habe fleißige Helfer: Kätzchen Maya gräbt bereits einen Maulwurfshügel auf und lauert auf den Untermieter, der sich aber nicht blicken lässt. Während ich Maya fotografiere, bleibt Airy nicht untätig. Der Welpe schnappt sich den Knoblauch und verteilt ihn im Garten, wenn auch nicht dort, wo er gebraucht wird. Dann hilft er mit Begeisterung beim Buddeln. Am Ende des Tages sind meine Schuhe mindestens ein Kilo schwerer und Airys schwarzbraune Pfoten brauchen ein Fußbad – was er gar nicht gut findet. Ich bin neugierig, ob der Maulwurf sich hinauswerfen lässt und umzieht. Unter dem Gebüsch am Gartenzaun und im ungenutzten Gelände dahinter kann er graben, so viel er will.

Garten am Alpenrand: der Untermieter will mitgestalten

Maulwurf mit Frühlingsgefühlen

Hat der Maulwurf Frühlingsgefühle? Jedenfalls wirft er extra hohe Hügel auf. Bisher habe ich den unterirdischen Gesellen im Garten geduldet, er frisst ja keine Wurzeln. Aber inzwischen hat er den Rasen in eine Berg- und Tal-Landschaft verwandelt und obwohl ich einen extra geländegängigen Rasenmäher habe, könnte es schwierig werden. Und auf der frisch aufgeworfenen Erde siedelt sich als Pionier auch gleich der kriechende Hahnenfuß an (Ranunculus repens), der seine Ausläufer schneller weiterschiebt als man vermutet. Ich mag ja beide, den Hahnenfuß und den Maulwurf, aber eigentlich will ich den Garten selbst gestalten. Ich schreibe Knoblauchknollen auf den Einkaufszettel, angeblich soll Knoblauch den Maulwurf vertreiben. Ich werde es versuchen. Im Randbereich unter den Büschen und im wilden Gelände hinter dem Zaun kann er dann graben, so viel er mag.