Eine im bayerischen Alpenraum seltene Schönheit blüht gerade: die Stein-Nelke (Dianthus sylvestris). Ebenfalls selten, aber weniger auffällig und von den meisten Wanderern übersehen, ist das Hahnenfußblättrige Hasenohr (Bupleurum ranunculoides).
Unauffällig und auch nicht häufig wächst die Zwergmispel (Cotoneaster integerrimus) gern auf Felsgraten. Bei einer Exkursion mit dem Arbeitskreis Heimische Orchideen, Regionalgruppe Allgäu, ging es nicht nur um Orchideen. Die Nagelfluhkette im gleichnamigen Naturpark ist bekannt für ihren Artenreichtum.
Prächtig stehen da Allermannsharnisch (Allium victorialis) und Türkenbundlilie (Lilium martagon). Und immer wieder hübsch die blauen und weißen Farbtupfer von Kleiner Glockenblume (Campanula cochleariifolia) und Kriechendem Gipskraut (Gypsophila repens). 17. 07. 2023
Kleine Glockenblume (Campanula cochleariifolia), Kriechendes Gipskraut (Gypsophila repens)
Die AHO-Wanderung Rinnen-Galtjoch muss aus gesundheitlichen Gründen auf den 2. Juli verschoben werden. Stattdessen findet am 18. Juni eine Orchideen-Wanderung auf der Nagelfluhkette statt:
Veranstaltungshinweis Samstag, 18. 6. 2022: Orchideen, Steinnelke und Apollo-Falter – Artenreichtum-Hotspot auf „Herrgotts-Beton“
Auf „Herrgotts-Beton“, wie das Nagelfluh-Gestein gern genannt wird, findet sich einer der wenigen bayerischen Standorte der Steinnelke (Dianthus sylvestris).
Steinnelke (Dianthus sylvestris)
Und mit etwas Glück lassen sich der seltene Apollo-Falter und die sibirische Keulenschrecke beobachten. In den Naturpark Nagelfluhkette geht es mit dem Arbeitskreis Heimische Orchideen, Regionalgruppe Allgäu am Samstag, 18. Juni 2022. Die botanische Exkursion gilt nicht nur Heimischen Orchideen wie Kugelorchis (Traunsteinera globosa) und Kohlröschen (Nigritella rhellicani), sondern dem ganzen Artenreichtum, den das Molasse-Gestein zu bieten hat.
Der weiße Mauerpfeffer (Sedum album) ist die Raupen-Futterpflanze des Apollofalters, das Hahnenfuß-Hasenohr (Bupleurum ranunculoides) kommt erst in Höhen ab etwa 1500 m vor und der Gelbe Enzian (Gentiana lutea) wird zum Schnapsbrennen genutzt. Die anspruchsvolle Bergtour über Mittag und Steineberg erfordert Trittsicherheit, Kondition und entsprechende Bergausrüstung, auch wenn die ersten 700 Höhenmeter mit dem Sessellift überwunden werden. „Nur für Geübte“ warnt der Exkursionsleiter. Nicht-Mitglieder sind stets willkommen, die Führung ist kostenfrei. Bergbahn und Einkehr müssen selbst getragen werden. Treffpunkt 10 Uhr, Talstation Mittag-Bahn, Immenstadt. Bei Interesse bitte bei mir melden, ich gebe die Anmeldung an den Exkursionsleiter weiter. 14. 06. 2022