Garten am Alpenrand: Extra früher Frühling!

Es ist ein merkwürdiger Winter, in dem sich Temperaturen um die 10 Grad minus und 10 Grad plus immer wieder abwechseln: ein paar Tage ist die Landschaft weiß überzuckert, dann lassen Regen und warme Stürme den Schnee dahinschmelzen. Ein echtes Aprilwetter im Februar! Ungewöhnlich früh hat hier am Alpenrand der Vorfrühling begonnen: erste Schneeglöckchen bereits Anfang Februar, – zwei Wochen früher als im Vorjahr – der erste Krokus und erste Primeln ab Mitte des Monats.

Auch die Hasel steht längst in voller Blüte, vier Wochen früher als 2019! Tulpen- und Narzissen-Blätter, erste Spitzen der Taglilien und weitere grüne Spitzen schieben sich schon aus der Erde.

Die Lenzrosen haben bereits Blüten angesetzt, Clematis und Wildrosen zeigen erste, zarte Blättchen. Und heute habe ich die erste Biene und den ersten Marienkäfer entdeckt! Kaum zu glauben, dass der Schnee im letzten Jahr um diese Zeit noch einen halben Meter hoch lag! Und dass es noch Anfang Mai Neuschnee und Frost gab!

Ich bin neugierig, wie sich dieser Winter weiterentwickelt. Heute ist alles aper, morgen soll es wieder schneien. Die meisten Frühlingsblüher halten dieses Hin und Her gut aus, aber die Apfel- und Birnenernte ist bereits im letzten Jahr wegen der Spätfröste weitgehend ausgefallen und wenn heuer alles früher blüht, ist die Gefahr noch größer. Aber wir können nur abwarten. 25. 02. 2020

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Garten am Alpenrand: Krokusblüte

DSC03317 (2)Zwei Tage lang durften sie blühen: Krokusse und Schneeglöckchen zeigten sich in voller Pracht. Zwei warme, sonnige Frühlingstage und überall im Garten schoben sich die Knospen aus der Erde, zarte botanische Krokusse und die größeren, gezüchteten Sorten in kräftigen Gelb- und Violett-Tönen. Und unzählige Schneeglöckchen, die sich kräftig vermehrt haben.

 

Heute Morgen lag allerdings alles wieder unter einer weißen Decke und auch jetzt am Abend fallen Schneeflocken. Aber meine Frühlingsboten sind robust: beim nächsten Sonnenschein öffnen sie wieder ihre Kelche. Und werden sofort von Fliegen und Bienen besucht. Sogar ein Zitronenfalter ist schon durch den Garten geflattert. Hoffentlich verträgt er die nächtlichen Minustemperaturen.

 

Auch die Hasel blüht schon üppig, während die Weidenkätzchen zwar weiße Köpfchen zeigen, aber mit der Blüte noch warten. 18. 03. 2019

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