Wandern und Schauen: „Männliches Knabenkraut“ – ein merkwürdiger Name

Männliches Knabenkraut (Orchis mascula)

„Männliches Knabenkraut“ – wie kommt diese zarte und anmutige Pflanze zu diesem merkwürdigen doppelt männlichen Namen? Auch die botanische Bezeichnung „Orchis mascula“ weist diese Doppelung auf, wobei Orchis aus dem Griechischen kommt und auf die hodenähnlichen Wurzelknollen der Knabenkräuter verweist. „Mascula“ -in Latein „masculus“ (mit männlicher Endung) nannten frühe Botaniker die größere von zwei ähnlichen Arten.

Schlüsselblume (Primula eliator)

Im Allgäuer Bergland auf etwa 1300 m blühen noch üppig die Schlüsselblumen (Primula eliator) und weiter oben im Steilhang ist ein Prachtexemplar der Aurikel (Primula auricula) zu entdecken.

Aurikel (Primula auricula)
Berg-Hahnenfuß (Ranunculus montanus)

Auch Berg-Hahnenfuß (Ranunculus montanus) und Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris) gehören zu den gelben Frühjahrsboten.

Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris)
Heidelbeere (Vaccinium myrtillis)

Die rosa blühenden Heidelbeeren (Vaccinium myrtillus) versprechen eine reiche Beerenernte.

Noch eng eingerollt erscheinen die ersten Farnblätter, während die Pestwurz (Petasites albus) bereits zur Mehrfach-Pusteblume wird. Ein dunkler Fleck am hellen Felsen entpuppt sich als Trauermantel (Nymphalis antiopa), ein prächtiger Schmetterling, den ich hier nur selten sehe. 16. 05. 2025

Weiße Pestwurz (Petasites albus)
Trauermantel (Nymphalis antiopa)

Wandern und Schauen: Dieses unwahrscheinliche Blau!

Frühlings-Enzian (Gentiana verna)

Dieses unwahrscheinliche Blau begeistert mich jedes Jahr aufs Neue: an sonnigen Südhängen der Allgäuer Berge blüht der Frühlings-Enzian (Gentiana verna). Auffallend ist dazwischen ein fast farbloses Exemplar.

Auf rund 1600 m Höhe zeigt sich der Bergfrühling auch mit Clusius‘ Enzian (Gentiana clusii) und Berghahnenfuss (Ranunculus montanus).

Clusius‘ Enzian (Gentiana clusii)
Berg-Hahnenfuß (Ranunculus montanus)
Männliches Knabenkraut (Orchis mascula)

Das erste männliche Knabenkraut will auch schon die Blüten öffnen und der Alpen-Wegerich (Plantago alpina) verstreut seinen Blütenstaub.

Alpen-Wegerich (Plantago alpina)
Rivinus‘ Veilchen (Viola riviniana)

Das Veilchen am Waldrand zeigt sich mit weißem Sporn als Rivinus‘ Veilchen (Viola riviniana). An den Nordhängen gegenüber sind die Schneefelder nicht zu unterschätzen, auch wenn die fast sommerlichen Temperaturen täglich mehr Stellen ausapern lassen. 17. 05. 2022