Wandern und Schauen: Alpenrosen färben die Hänge rot

Rostblättrige Alpenrose (Rhododendron ferrugineum)

Die Alpenrosen (Rhododendron ferrugineum) färben die Hänge rot, der Türkenbund (Lilium martagon) steht in den Startlöchern, das Fuchs-Knabenkraut (Dactylorhiza fuchsii) leuchtet und Ährige Teufelskralle (Phyteuma spicatum) und Berg-Baldrian (Valeriana montana) blühen.

Türkenbund (Lilium martagon)
Fuchs-Knabenkraut (Dactylorhiza fuchsii)
Ährige Teufelskralle (Phyteuma spicatum)
Berg-Baldrian (Valeriana montana)

Für botanisch interessierte Bergwanderer ist jetzt die schönste Jahreszeit. Überall gibt es kleine Kostbarkeiten zu entdecken. In den Blüten des Rundblättrigen Steinbrechs (Saxifraga rotundifolia) erkennt man bei genauem Hinsehen ein apartes Punktmuster.

Rundblättriger Steinbrech (Saxifraga rotundifolia)

Das durchblätterte Läusekraut (Pedicularis foliosa) und die Bergdistel (Carduus defloratus) werden gerne von Hummeln besucht.

Bergdistel (Carduus defloratus)
Durchblättertes Läusekraut (Pedicularis foliosa)

Die kleine Fichte kann wohlbehütet und mit idealem Nährstoffangebot im Schutz eines Baumstumpfs aufwachsen.

Steinpyramiden an Bergwegen können im Nebel Wanderern den Weg weisen. Oft aber ist der Bau ein spannender Spaß nicht nur für Kinder.  Hund Airy sitzt geduldig dabei. 26. 06. 2025

Wandern und Schauen: Der Kleine Fuchs liebt Berg-Baldrian

Berg-Baldrian (Valeriana montana) mit Kleinem Fuchs

Der Bergbaldrian (Valeriana montana) ist offenbar beim Kleinen Fuchs ganz besonders beliebt. Auch den Schwalbenschwanz haben wir bei einem Ausflug ins Tannheimer Tal (Tirol) gesehen, aber er war zu schnell für die Kamera.

Strahlensame (Silene pusilla)

Direkt aus dem Felsspalt streckt der Strahlensame (Silene pusilla) seine zarten Blüten, und der Alpen-Hahnenfuß (Ranunculus alpestris) hängt kopfüber aus der Wand.

Alpen-Hahnenfuß (Ranunculus alpestris)
Silberwurz (Dryas octopetala)

Die Kugelorchis (Traunsteiner globosa) und die Gymnadenien waren vor ein paar Tagen erst am Aufblühen. 02.07.2023

Kugel-Orchis (Traunsteinera globosa)

Wandern und Schauen: Weitere Highlights von den AHO-Exkursionen

Kohlröschen (Nigritella rhellicani) Hybride

Weitere Entdeckungen bei Wanderungen mit dem Arbeitskreis Heimische Orchideen, Regionalgruppe Allgäu. Die Bilder sprechen für sich:

Grüne Hohlzunge (Coeloglossum viride)

Kugel-Orchis (Traunsteinera globosa)
Strauss-Glockenblume (Campanula thyrsoides), fast verblüht

Alpen-Vergissmeinnicht (Myosotis alpestris)
Alpen-Hahnenfuss (Ranunculus alpestris)
Alpen-Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa ssp. alpestris)
Alpen-Aster + Berg-Baldrian (Aster alpinus + Valeriana montana)

Wandern und Schauen: noch einmal Nagelfluh

 

Ein Steingarten zum Staunen: vom Mittag zur Alpe Oberberg 

Vom Mittag, dem Hausberg von Immenstadt im Allgäu, zum Bärenköpfle ist es ein gemütlicher Spaziergang. Wanderer, die die Nagelfluh-Kette überschreiten wollen, eilen schnell vorbei Richtung Steineberg. Wir sind diesmal nicht weit gekommen, weil es auf den Nagelfluh-Felsen am Wegrand viel zu sehen gibt. Die von der Natur geschaffenen Steingärten sind ein kleines Paradies. Da wächst würziger Thymian neben dem gelben Sonnenröschen (Helianthemum nummularium), dessen Knospen nickend herunterhängen, während sich die geöffneten Blüten der Sonne entgegenstrecken. Neben dem Silbermantel mit seinen silbrig glänzenden Blatträndern (wohl Alchemilla nitida, es gibt mehrere ähnliche Arten) streckt der Berg-Baldrian (Valeriana montana) seine schirmförmigen, zarten Blütenstände empor. Dazwischen kann man die kugelige Teufelskralle entdecken, ein Glockenblumen-Gewächs, während die zierliche Zwerg-Glockenblume (Campanula cochleariifolia) sich direkt an den Felsen klammert.

 

Auch heimische Orchideen sind zu entdecken, vereinzelt das Brandknabenkraut (Orchis ustulata) mit seinem fast schwarzen Köpfchen, das Fuchs-Knabenkraut (Dactylorhiza fuchsii) auch in einem fast weißen Exemplar und die grünliche Waldhyazinthe (Platanthera chloranta), neben der ein lebendgebärendes Alpen-Rispengras zu sehen ist. Anstelle von Samen fallen hier schon fertig ausgebildete kleine Pflanzen auf den Boden, die sofort anwachsen können – eine erstaunliche Anpassung an den kurzen alpinen Sommer.

 

Auf einer extensiv bewirtschafteten Bergweide leuchtet der Goldpippau. Auf den artenreichen Weiden grast das Milchvieh der Sennalpe Oberberg. Kenner schätzen neben dem weiten Panoramablick über Allgäuer Alpen und Illertal den würzigen alten Bergkäse, der hier ein bis zwei Jahre lagern darf, um sein volles Aroma zu entwickeln. Mancher staunt über die braunen Alpschweine im Freigehege, eine Kreuzung zweier alter Haustierrassen. Sie werden mit der Molke gefüttert, die beim Käsen anfällt, und entwickeln ein besonders aromatisches Fleisch.