Hund und Katze: Schon wieder Neuschnee

 

Airys begeisterte Sprünge hinterlassen erste Spuren im frischen Neuschnee. Der Gartenzaun, den ich erst ausgeschaufelt habe, damit mein unternehmungslustiger Hund nicht ausbüchst, ist schon wieder unter der weißen Decke verschwunden und ich muss den Vierbeiner im Auge behalten.

 

Folgen kann ich ihm nicht, denn einen Schritt neben dem ausgetrampelten Pfad versinke ich tief im Schnee. Mein Kleiner wühlt sich durch das Weiß, wälzt sich und streckt alle Viere in die Höhe: Lebensfreude pur.

 

Es scheint ihn nicht zu stören, dass sich schon wieder dicke Bollen an Beinen und Bauch bilden. Bald sieht er wie ein Schneemann bzw. Schneehund aus. Das bedeutet, dass dem Gartenausflug wieder eine Duschaktion folgen muss. Aber noch darf er die weiße Pracht genießen. Und wo ist unser Kätzchen? Rührt sich da etwas in der Rose? Tatsächlich, Maya hat sich einen stacheligen Sonnenplatz ausgesucht. Vormittags hält sich hier eine Horde von etwa 20 Spatzen auf, denn gleich nebenan im Apfelbaum und in der Fichte hängen die Futtersäulen. Auch Meisen lassen sich regelmäßig blicken. Besonders beliebt sind die Sonnenblumenkerne, die ich täglich auffüllen muss. Die Katze darf zur Zeit erst gegen Mittag ins Freie, so dass die gefiederten Gäste am Vormittag in Ruhe futtern können. Am Hund stören sich die Vögel kaum, sie wissen offenbar, dass von ihm keine Gefahr droht. 29. 1.2019

 

Autor: annamariebirken

Journalistin und Autorin. Bücher: Dackelblick und Ringelschwanz - Erlebnisse mit Hunden, Schlüsselkind - Eine Kindheit in den 50er Jahren

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