Garten am Alpenrand: Es sprießt allerorten

Tränendes Herz

Es sprießt allenthalben im Garten. Besonders apart finde ich das Tränende Herz. Gestern war es allerdings weiß überzuckert, der Winter hat sich noch nicht ganz verabschiedet, heute weht ein eisiger Wind. Aber schon sind wieder zweistellige Plusgrade vorhergesagt. Zu den frühesten Blühern gehört die Lenzrose (Helleborus x orientalis „Prince Picotee“), die jedes Jahr kräftiger und prächtiger wird.

Lenzrose (Helleborus x orientalis „Prince picotee“)

Die Schneeglöckchen haben sich ordentlich ausgebreitet und sind schon wieder am Verblühen. Dafür regt sich allenthalben der Krokus. Auch der Bärlauch treibt mit Macht aus.

Damit die zarten Blüten und frischen Blätter Platz bekommen, ist jetzt Aufräumen angesagt. Ich hatte die Stängel und Blüten- bzw. Fruchtstände der Stauden im Herbst für Vögel und Insekten stehen gelassen, aber jetzt wird nach und nach abgeschnitten, was den frischen Aufwuchs stört.

Auch in den Hochbeeten fülle ich Erde und Kompost nach, aber für Aussaaten ist es noch zu früh. 07.03.2024

Garten am Alpenrand: Endlich fliegen die Bienen

Berg-Flockenblume (Centaurea montana) mit Biene

Die Honigbienen fliegen wieder im Garten. In den letzten Wochen haben sie sich rar gemacht, es war zu kalt. Zum Glück waren die Hummeln und einige Wildbienen und Fliegen schon fleißig, so dass die frühen Apfelsorten hoffentlich gut befruchtet sind. Die späten Sorten wie „Prinz Albrecht von Preußen“ und „Geheimrat von Oldenburg“ blühen noch und auch die Erdbeeren warten auf Bestäuber.

Apfelblüte
Botanische Wildtulpe „Lilac Wonder“

Die letzten Tulpen haben die Kelche geöffnet, darunter die aparte botanische Wildtulpe „Lilac Wonder“. Leider sind von zehn Zwiebeln nur drei zur Blüte gekommen. Ebenfalls neu gesetzt und schon ein Insekten-Magnet ist der Zierlauch „Purple Sensation“.

Zierlauch „Purple Sensation“
Blattwespe aus der Familie Tenthredinidae

Ein unbekanntes Insekt im Blumenbeet entpuppte sich als Echte Blattwespe aus der Familie Tenthredinidae, vielleicht eine Monostegia abdominalis. Danke Jeffrey Anax und Otto Schreiber für die Bestimmung. Die Futterpflanze, ein Pfennigkraut (Lysomachia nummularia) wächst jedenfalls in der Nähe. Die Kälte in April und Mai hat im Garten eine Wachstumspause gebracht, bei den Radieschen im Hochbeet ebenso wie bei den Rosen und den Stauden.

Hochbeet Ende Mai
Flieder (Syringa vulgaris)

Immerhin konnte ich heute das allererste Radieschen ernten! Senfblatt, Dill und roter Rucola säen sich im Hochbeet jedes Jahr von selbst aus, was ich praktisch finde. Was zu dicht wächst, wird aufgegessen. Die Pfingstrosenknospen sind noch winzig und der Flieder möchte endlich blühen.

Tränendes Herz
Akelei

Unbeeindruckt vom Wetter ist die Akelei in den letzten Tagen in die Höhe geschossen und das Tränende Herz zeigt sich nach einem frühen Frostschaden in voller Blüte. Robust wie immer blühen die wilden Gartenbewohner wie die rote Lichtnelke (Silene dioica). 29. 05. 2021

Rote Lichtnelke (Silene dioica)

Garten am Alpenrand: Prächtige Lenzrose

Lenzrose (Helleborus orientalis Hybr.)

Sie blüht jedes Jahr üppiger und hebt nach jedem Schnee wieder die Köpfe: die prächtige Lenzrose (Helleborus orientalis Hybr.). Die zarten botanischen Krokusse gehen zur Neige, nur im hinteren Gartenteil, wo der Schnee gerade erst verschwunden ist, blühen noch einige Gruppen.

Krokus bot. (Crocus sp.)
Krokus (Crocus sp.)

Blausternchen (Scilla sibirica)

Die violetten Farben werden von den blauen Tupfern der Blausternchen (Scilla sibirica) und Blaukissen abgelöst. Die Kätzchen werden gerade gelb und schon von fleißigen Pollensammlerinnen besucht. Das Scharbockskraut (Ranunculus ficaria), das überall im Garten wild wächst, zeigt kaum seine Blättchen, da kommen auch schon die Blüten. Es stört mich nicht, denn es ist im zeitigen Frühjahr ein hübscher Bodendecker – und vor der Blüte ein Vitamin-C-Lieferant – und in wenigen Wochen wieder verschwunden.

Blühende Weiden-Kätzchen mit Pollen-Sammlerin
Scharbockskraut (Ranunculus ficaria)

Im Hochbeet ist die Erde stark zusammengesackt und muss aufgefüllt werden. Dort hatte sich der Feldsalat im letzten Jahr kräftig selbst ausgesät und unter dem Schnee überwintert. Mal sehen, ob daraus ein „Frühlingssalat“ wird. 02. 04. 2021

Feldsalat, Selbstaussaat