Hund und Katze: Welpen-Tagebuch 22

Fortschritte

Hurra! Airy hat es kapiert: Seit zwei Tagen bringt er einen geworfenen Ring zurück, damit Frauchen ihn gleich wieder werfen kann. Er hat begriffen, dass das Spiel nur weiter geht, wenn er mit dem Ring zurückkommt und nicht an Frauchen vorbei rast oder den Ring irgendwo im Gelände liegen lässt. Und er unterscheidet offenbar genau zwischen dem Spiel mit Frauchen und dem Spiel mit dem aus dem Wäschekorb geklauten Geschirrtuch, das er auf keinen Fall zurückbringen will. Da kann Frauchen locken, soviel sie will. Und jetzt sitzt Airy vor mir und schaut mich erwartungsvoll an. Wirft Frauchen den Ring oder den Ball? Nein, Frauchen klinkt die kurze Leine ans Halsband. Das bedeutet, dass Airy brav neben Frauchen gehen soll. Das Bei-Fuß-Gehen ist für den quirligen Welpen eine schwierige Übung. Er drängt nach vorne, bis Frauchen die Schulter weh tut. Nach zwei bis drei Tagen konsequentem Üben wird es besser. Aber bis das Bei-Fuß-Gehen ganz ohne Ziehen klappt, ist es noch ein weiter Weg. Und noch gehen Nase und Augen in alle Richtungen anstatt wie gewünscht zu Frauchen. Dagegen klappt das „Sitz“ mit Handzeichen oder gesprochenem Wort schon ausgesprochen gut. Airy bleibt sogar sitzen, wenn ich mich ein paar Schritte entferne und er wartet brav, bis ich wieder neben ihm stehe. Sogar, wenn Kätzchen Maja gerade vorbei stolziert! Eine Super-Leistung. Welpen-Tagebuch 22, 13. 4. 2018DSC00425_1[4536]

Hund und Katze und der Maulwurf

Maulwurf vergrämen

Im Garten hat die Aktion „Maulwurf vergrämen“ angefangen. Knoblauch soll helfen. Also jeden Maulwurfshügel – und es sind viele – aufgraben, den Gang suchen und Knoblauchzehen hinein stecken. Wo die Gänge zu Stolperfallen geworden sind, weil die Erde eingebrochen ist, öffne ich auch die Gänge, versehe sie mit Knoblauch und unterfüttere die Grassoden mit Erde, und hoffe, dass ich künftig mit dem Rasenmäher nicht mehr überall stecken bleibe. Also viel Arbeit. Aber ich habe fleißige Helfer: Kätzchen Maya gräbt bereits einen Maulwurfshügel auf und lauert auf den Untermieter, der sich aber nicht blicken lässt. Während ich Maya fotografiere, bleibt Airy nicht untätig. Der Welpe schnappt sich den Knoblauch und verteilt ihn im Garten, wenn auch nicht dort, wo er gebraucht wird. Dann hilft er mit Begeisterung beim Buddeln. Am Ende des Tages sind meine Schuhe mindestens ein Kilo schwerer und Airys schwarzbraune Pfoten brauchen ein Fußbad – was er gar nicht gut findet. Ich bin neugierig, ob der Maulwurf sich hinauswerfen lässt und umzieht. Unter dem Gebüsch am Gartenzaun und im ungenutzten Gelände dahinter kann er graben, so viel er will.

Wandern und Schauen: Palmsonntags-Spaziergang

Vom Frühling in den Winter

Ich wollte nach ersten Frühlingsboten im Wald Ausschau halten. Stattdessen sind wir bei unserem Palmsonntags-Spaziergang mitten im Winter gelandet. An nordseitigen Hängen reicht der Schnee noch bis ins Tal. Airy findet den Schnee umwerfend schön, Frauchen sehnt sich nach frischem Grün. Als dann mitten im Schnee ein Brunnen plätschert und das Wasser fantastische Eisformationen geschaffen hat, ist auch Frauchen begeistert und mit dem Winterspaziergang versöhnt. Schließlich gibt es viel zu schauen: von Sturm und Schnee gefälltes und frisch geschlagenes Holz, die Winterarbeit der Forstleute und Bauern, oder einen im Schnee versunkenen Kinderspielplatz, der im Sommer ein Waldabenteuer für die Kleinen ist (im Großen Wald bei Wertach, Oberallgäu).

Und dann kommt doch noch der ersehnte Frühlingsbote: an einer feuchten, aperen Stelle schieben sich die Blütenköpfe der weißen Pestwurz (Petasites albus) aus dem Boden. Die riesigen Blätter erscheinen erst später. Wie der Name verrät, ist die Pestwurz eine alte Heilpflanze, die früher gegen Pestilenz wirken sollte. Sie wird auch heute noch medizinisch verarbeitet, z.B. in Migräne-Medikamenten. Aber Vorsicht, nicht auf eigene Faust verwenden, denn sie enthält in allen Pflanzenteilen giftige Stoffe, die in hoher Dosierung u.a. die Leber schädigen können. 25. 3. 2018

Hund und Katze: Welpen-Tagebuch 21

Schneebälle am Hundebauch?

Sonne und Schnee: da lockt ein Spaziergang. An der Schleppleine kann Airy nach Herzenslust toben. Weit weg von der Straße ist das ein Riesenspaß. Früher ist der Welpe in unmittelbarer Nähe geblieben. Aber er wird größer und selbstbewusster und will mit seinen 16 Wochen die Welt erobern. Der Kleine wagt sich ziemlich weit voraus. Das ist nicht in Frauchens Sinn. Hinterherlaufen hat keinen Zweck. Das würde Airy als herrliches Spiel ansehen. Also bewege ich mich rückwärts. Als er sich endlich umdreht, bedeute ich ihm, dass er kommen soll. Auf die Entfernung mag ich nicht schreien, er kennt das Handzeichen. Die Gestensprache hat sich schon beim Vorgängerhund, der Dackeldame Loni bewährt. Sie wurde im Alter allmählich taub, aber die Handzeichen hat sie gut verstanden. Erst als auch die Sehkraft nachließ, musste sie an der Leine bleiben. Airy reagiert jedenfalls wie gewünscht, rast im Eiltempo zurück und sitzt brav vor mir. Das gibt natürlich ein dickes Lob. Allerdings hat der Alleingang durch den Neuschnee Spuren hinterlassen. An Pfoten und Bauch hängen dicke Schneeklumpen, fast so groß wie Schneebälle. Offenbar hat der Schnee genau die Qualität, die auch Langläufer fürchten, weil die Stollen am Ski das Gleiten unmöglich machen. Die Eisklumpen am Hundebauch lassen sich auch nicht abstreifen. Es hilft nichts, wir müssen schnell nachhause ins Warme zum Abtauen.

Garten am Alpenrand: Märzsonne lockt

Mitte März: die Lenzrose blüht

Die Lenzrose hat es geschafft und eine wunderschöne dunkelrosa Blüte geöffnet. Ich freue mich, denn ich habe sie im letzten Jahr als mickrige, übriggebliebene Pflanze zum Sonderpreis erstanden. Auch im Gemüsebeet leuchtet es rot: der Rhabarber schiebt glänzende Knospen-Kugeln aus der Erde. Und gleich daneben stehen die ersten grünen Spitzen des Bärlauchs. Noch ein paar Tage und das Kräuterjahr kann beginnen. Die milde Märzsonne hat mich verlockt, den Winterschutz der Rosen abzuräumen, damit Schneeglöckchen und Krokus besser zur Geltung kommen. Die angehäufelte Erde bleibt noch, denn zum Wochenende sind wieder Schneeschauer angesagt und die Nächte bringen weiterhin Minusgrade. Trotzdem können jetzt die Aufräum-Arbeiten beginnen: Himbeeren und Stauden schneiden und altes Laub beseitigen. Ich schneide die Stauden erst im Frühjahr, so können sich Vögeln und Insekten an den Samenständen bedienen. Beim Aufräumen hat Welpe Airy begeistert „geholfen“.

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