Journalistin und Autorin. Bücher: Dackelblick und Ringelschwanz - Erlebnisse mit Hunden, Schlüsselkind - Eine Kindheit in den 50er Jahren, Luxi soll Leben retten - Ein Welpe auf dem Weg zum Rettungshund (mit Co-Autorin Viktoria Wagensommer)
Nach Skandinavien führte eine Exkursion im Sommer dieses Jahres, über die Manfred Sailer am Samstag, 07. Dezember 2024 im Arbeitskreis Heimische Orchideen in Bad Hindelang berichtet. Denn nur im Norden wächst eine besonders prächtige Orchidee, die Norne. Der deutsche Name erinnert an die nordischen Schicksalsgöttinnen, der botanische Name Calypso bulbosa an eine Nymphe aus der griechischen Mythologie, die Odysseus gefangen hielt. Die geheimnisvolle Pflanze steht im Mittelpunkt des Fotovortrags, zu dem auch Nicht-Mitglieder willkommen sind. Wir treffen uns um 14 Uhr im Hotel Prinz-Luitpold-Bad, der Vortrag beginnt um 14.30 Uhr.
Über Nacht sind etwa 30 Zentimeter Schnee gefallen. Wunderschön zum Anschauen, aber in der Masse anstrengend. Heute Morgen war erst einmal Schneeräumen angesagt: Hauseingang und Auto, und im Garten ein Gang für den Hund.
Dabei lohnt die Arbeit kaum, denn am Sonntag sind schon wieder mehr als zehn Grad angesagt, da wird vom Schnee nicht viel übrigbleiben. 22. 11. 2024
Es ist immer wieder zauberhaft: ein paar Schneeflocken oder der Raureif verwandeln Garten und Natur in eine Märchenlandschaft.
Hund Airy findet den Schnee immer extra spannend.
Im Tal war die weiße Pracht aber nur von kurzer Dauer, die Sonne ließ sie schnell verschwinden. Dafür freuen wir uns im Spätherbst an den letzten Farbtupfern in den Wiesen, ein Greiskraut (Jacobea sp.) und ein Schlüsselblümchen (Primula eliator) als verfrühter Frühlingsbote. 14. 11. 2024
Um die artenreiche Flora der Dolomiten geht es in einem Foto-Vortrag, zu dem der Arbeitskreis Heimische Orchideen, Regionalgruppe Allgäu am 9. November 2024 in Bad Hindelang einlädt. Mit Wilhelm Späth wandern wir durch das Blumenmeer auf der Seiser Alm, die mit ihren Almwiesen, Heiden, Quellsümpfen und Dolomit-Felsen rund 790 Pflanzenarten beherbergt. Der ursprünglich vorgesehene Vortrag über die Berger Grube musste abgesagt werden. AHO-Mitglied Wilhelm Späth konnte kurzfristig einspringen. Wir treffen uns um 14 Uhr im Hotel Prinz-Luitpold-Bad, Vortragsbeginn 14.30 Uhr. Naturbegeisterte Gäste sind stets willkommen!
Kaum sind die Streuwiesen gemäht, zeigen sich die Herbstboten: Herbstzeitlose (Colchicum autumnale). Sie sind wirklich aus der Zeit gefallen mit der Blüte im Herbst und der Frucht im Frühjahr. 20. 09. 2024
Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell ein sonst harmlos erscheinender Bergbach die Landschaft verändern kann. An einer kleinen Brücke am Wanderweg stutze ich: vor wenigen Tagen war der Bach hier noch metertief eingegraben, jetzt ist er bis an den Weg aufgeschottert. Und offenbar hat ein Bagger bereits den Weg frei geräumt und auch im Bachbett wieder eine schmale Rinne geschaffen, um das Wasser in sein altes Bett zurück zu leiten: Schotter auf den angrenzenden Weideflächen zeigt, wie stark der Bach ausgeufert war.
Jetzt ist er wieder ein kleines Rinnsal, aus dem der Hund ungefährdet saufen kann.
Aber auch weiter oben zeigt sich, welche gewaltigen Schuttmengen, vermischt mit Wurzeln und Baumstämmen das Wasser transportiert hat: es muss ein ordentliches Getöse gewesen sein.
Offenbar war es eines der letzten heftigen Gewitter, das den Bach derart anschwellen ließ – hier in den Bergen nicht ungewöhnlich, aber es scheint, dass solche Starkregen-Ereignisse zunehmen. Die Natur – und auch wir Menschen – müssen damit zurechtkommen.
Auch die Bäume sind am Steilhang Überlebenskünstler: was direkt auf dem Fels wachsen will, muss seine Wurzeln tief hinunter strecken und gut verankern. 04. 08. 2024
In den letzten Tagen herrschte endlich ideales Wanderwetter: nicht zu heiß, nicht mehr so gewittrig schwül wie zuvor und weniger Regentage. Je nach Höhenlage blüht es noch wunderbar.
Die Fotos sprechen für sich: ein paar botanische Fundstücke aus dem Allgäu zwischen Schwarzem Grat und Imberger Horn. 26. 07. 2024
Das Herminium, auch Honigorchis (Herminium monorchis) zu finden hat mich besonders gefreut, dank des Tipps eines anderen Orchideen-Freundes. Die kleine Orchidee fällt durch ihre Farbe in der Wiese auf.
Ein weiteres Highlight der letzten Tage war die Alpen-Haarbinse (Trichophorum alpinum).
Alpen-Haarbinse (Trichophorum alpinum)
Auch weitere Orchideen stehen gerade in voller Blüte, das Fuchs-Knabenkraut (Dactylorhiza fuchsii), die Mücken-Händelwurz (Gymnadenia conopsea) und die Sumpf-Ständelwurz (Epipactis palustris).
Fuchs-Knabenkraut (Dactylorhiza fuchsii)Bergwiese mit Mücken-Händelwurz (Gymnadenia conopsea) und Sumpf-Ständelwurz (Epipactis palustris)
Nicht selten, aber immer wieder hübsch ist die Kuckucks-Lichtnelke (Silene flos-cuculi).
Kuckucks-Lichtnelke (Silene flos-cuculi)
Der Kreuz-Enzian (Gentiana cruciata) will auch bald blühen und an einer Steinmauer huscht eine Berg- oder Moor-Eidechse (Lacerta vivipara) vorbei. Der lateinische Name deutet darauf hin, dass sie lebende Junge zur Welt bringt.
Kreuz-Enzian (Gentiana cruciata)Berg- oder Moor-Eidechse (Lacerta vivipara)
Kein Blattgrün braucht die Zierliche Sommerwurz (Orobanche gracilis), sie ist ein Wurzelparasit auf Kleearten.
Zierliche Sommerwurz (Orobanche gracilis)
Eindrucksvoll schiebt sich Jahr für Jahr der Japanische Staudenknöterich (Reynoutria japonica) in die Höhe. Ein alter Allgäuer hat mir erzählt, dass man ihn früher rund um Freibäder gepflanzt hat, um die badenden Damen vor neugierigen Blicken zu schützen. Heute ist die Ausbreitungstendenz des ehemaligen Sittenwächters eher unerwünscht.
Um Berg-Orchideen und eine artenreiche Alpenflora geht es am. 6. Juli in einer Exkursion mit dem Arbeitskreis heimische Orchideen, Regionalgruppe Allgäu. Wir machen einen Ausflug nach Lech am Arlberg, Österreich. Mit der Bergbahn geht es zu den Lecher Gipslöchern auf etwa 1900 m Höhe, einer bizarren Landschaft, die auch geologisch interessant ist. Bei der leichten bis mittleren Bergwanderung ist ein Anstieg von etwa 250 Höhenmetern zu bewältigen, dann geht es stets bergab. Bergausrüstung und gutes Schuhwerk sind erforderlich, dazu Getränke und evtl. eine Brotzeit. Bergbahn- und Parkplatz-Kosten müssen selbst getragen werden, die Erläuterungen zur Flora sind kostenlos. Nicht-Mitglieder sind willkommen, die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr. Bei schlechter Witterung entfällt die Wanderung ersatzlos. Treffpunkt Lech am Arlberg, Parkhaus bei der Kirche, 10 Uhr. Rückfragen und Anmeldung bei Manfred Sailer, 0171 5394665
Von den Wiesen am Schwansee bei Schwangau öffnet sich der Blick auf die Königsschlösser Hohenschwangau und Neuschwanstein. Die Blickachse ist gewollt und Teil der historischen Parkanlage. Bei der Planung 1837 gab es freilich anstelle des Märchenschlosses Neuschwanstein noch die Ruinen der alten Burgen. Bayernkönig Maximilian II. hatte sich schon als Kronprinz in die geschichtsträchtige Landschaft mit den Burgruinen am Fuße der Berge verliebt. Er ließ Hohenschwangau wieder aufbauen und beauftragte den Landschaftsarchitekten Carl August Sckell mit der Planung eines englischen Landschaftsgartens mit geschwungenen Wegen, malerischen Baumgruppen und überraschenden Ausblicken – eine schwierige Aufgabe, denn es handelt sich weitgehend um feuchtes Gelände.
Einzelbäume und Gehölzgruppen wieder freigestelltSchmalblättriges Wollgras (Eriophorum angustifolium)
Um Gartendenkmalpflege und Naturschutz ging es auf einer Wanderung der Bayerischen Botanischen Gesellschaft im königlichen Park in Hohenschwangau. Im Zuge der Gartendenkmalpflege wurden und werden zugewachsene historische Blickachsen wieder hergestellt und anstelle von Fichtenaufwuchs und Waldstücken konnten sich wieder artenreiche Streuwiesen mit Wollgras (Eriophorum angustifolium) und Orchideen entwickeln.
Fuchs-Knabenkraut (Dactylorhiza fuchsii)Traunsteiners Knabenkraut (Dactylorhiza traunsteineri)Eine historische Blickachse wird wieder hergestellt
Auch auf den trockeneren Goldhaferwiesen wird schon auf Wunsch der Wittelsbacher auf Düngung verzichtet. Dank der fachgerechten Pflege können wir wie die königlichen Herrschaften durch artenreiche blühende Wiesen flanieren. Nur das Schifferl fahren auf dem Kalten Bach ist nicht mehr möglich. 28. 06. 2024