Wandern und Schauen: Einladung zur botanischen Wanderung am 25. Mai

 

Zu einer botanischen Wanderung trifft sich der Arbeitskreis Heimische Orchideen, Regionalgruppe Allgäu, am Samstag, 25. Mai auf dem Oberjoch (Gemeinde Bad Hindelang). Wir suchen nach Frühblühern unter den Orchideen und erkunden die Frühlings-Berg-Flora mit Soldanellen, Mehlprimeln und Enzian. Wir fahren mit dem Lift hinauf und wandern über den Höhenweg ins Tal. Bergwanderung, reine Gehzeit ca. dreieinhalb Stunden, Bergschuhe erforderlich, Brotzeit im Rucksack. Nichtmitglieder sind willkommen. Kosten: Lift und evtl. Einkehr am Schluss, die Wanderführung ist kostenlos. Teilnahme auf eigene Gefahr. Anmeldung nicht erforderlich. Treffpunkt: 10 Uhr, Talstation Wiedhaglift, Oberjoch. Bei Regen entfällt die Wanderung.

Wandern und Schauen: Naturparadies Allgäuer Hochalpen

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Ins „Naturparadies Allgäuer Hochalpen“ führt der Vortrag von Wilhelm Späth im Arbeitskreis Heimische Orchideen, Regionalgruppe Allgäu am Samstag, 5. 1. 2019 in Bad Hindelang. Im Mittelpunkt stehen Hochtouren wie der Heilbronner Weg und Blumenberge wie Höfats und Linkerskopf. Der Fotograf zeigt Kostbarkeiten der Allgäuer Flora wie Schnee-Enzian, zarten Enzian oder den sehr seltenen Gletscher-Hahnenfuß, daneben Orchideen, Insekten und Schmetterlinge. Nichtmitglieder sind willkommen, der Eintritt ist frei. Das Treffen beginnt um 14 Uhr im Hotel Prinz Luitpold-Bad, Hofjagdstube, Bad Hindelang, Vortrag 14.30 Uhr.

Wandern und Schauen im Lebensraum des Apollo-Falters

 

Hilfe für den Apollo-Falter

Um den Lebensraum des Apollo-Falters kümmert sich der Landschaftspflegeverband Oberallgäu-Kempten. Bei einer Wanderung im Gunzesrieder Tal wurde das Projekt vorgestellt. Die Nagelfluhkette zählt zu den letzten Lebensräumen des selten gewordenen Schmetterlings. Nagelfluh, auch „Herrgottsbeton“ genannt, ist ein Molasse-Gestein, das aus Flußkieseln zusammengebacken und im Zuge der Alpenfaltung angehoben wurde. Es bildet den Untergrund für eine besonders reichhaltige Alpenflora, die bei Wanderungen im Naturpark Nagelfluhkette zu finden ist. Zur Zeit blühen heimische Orchideen wie die Fuchs-Fingerwurz (Dactylorhiza fuchsii, früher geflecktes Knabenkraut), die weiße Waldhyazinthe (Platanthera bifolia) und das rote Waldvögelein (Cephalanthera rubra). Unser Ziel war eine steile, felsdurchsetzte Südwand. Nachdem die Beweidung durch Alpvieh wegen der Steilheit aufgegeben wurde, machten sich Bäume, Sträucher und vor allem der mächtige Adlerfarn breit.

 

Die Raupen des Roten Apollos ernähren sich ausschließlich vom weißen Mauerpfeffer (Sedum album), der auf warmem Gestein wachsen muss, also viel Sonne braucht. Um dem Apollo-Falter mehr Lebensraum zu sichern, müssen Bäume, Sträucher und Adlerfarn durch Schwenden und Mähen zurückgedrängt werden – eine im Steilhang äußerst mühsame Arbeit, die nicht nur dem seltenen Falter, sondern auch zahlreichen zarten Pflanzen zu Gute kommt, die unter dem dichten Farn keine Chance haben. Der Schmetterling ließ sich diesmal nicht blicken, aber wir freuten uns über artenreiche Blumenwiesen im flacheren Bereich mit Margeriten, Klappertopf und Herbstzeitlose, die nach der Blüte im Herbst jetzt Früchte gebildet hat. An freien Stellen im Steilhang ließ sich eine Blütenpracht mit Sonnenröschen, Bergklee, Wundklee, Alpenkreuzblume, Thymian und vielen anderen Bergbewohnern entdecken.