Garten am Alpenrand: Eisheilige Ade!

 

Aufatmen im Garten: die heuer wirklich eisigen Eisheiligen sind ohne größere Schäden vorbei gegangen. Das Tränende Herz hat Kälte und Schnee gut überstanden und steht immer noch in voller Pracht. Beim Polsterphlox mag ich die rosa-weiße Sorte besonders gern. Als erste Akelei hat eine niedrige, weiße Pflanze die Blüten geöffnet, die höheren Sorten lassen sich noch Zeit. Einige Apfelbäume blühen noch und allerletzte Tulpen.

 

Wunderschön zeigt sich wieder der Fieberklee im kleinen Gartenteich. Und dem Hopfen kann man beim Klettern zuschauen. Besonders lebendig präsentieren sich die wilden Gartenecken: da blühen Löwenzahn und Rote Lichtnelke um die Wette und der Günsel wählt im kühlen und feuchten Gartenteil dunkle Farbtöne, auch bei den Blättern.

 

 

Das Vergissmeinnicht überrascht mich alljährlich mit neuen Standorten, es wandert offenbar gern. Die Knoblauchrauke wuchert am Zaun und das Lungenkraut verzaubert mit bunten Blüten und Blättern. In den Hochbeeten tut sich noch fast nichts. Die Kälte hat die Entwicklung von Radieschen und Co. ausgebremst. 18.05.2019

 

Wandern und Schauen: Waldspaziergang

 

 

Der Wald im Frühling: immer wieder ein Wunder! Die Eisheiligen mit frostigen Nächten und – hoffentlich – letztem Schnee sind gerade vorbei, die Sonne mag noch nicht voll scheinen, aber schon entwickeln Farn und Schachtelhalm ihre eigenwilligen Gestalten. Auch am Allgäuer Alpenrand ist der Frühling nicht mehr aufzuhalten.

 

 

 

Tollkirschen schießen in die Höhe und gefleckte Taubnessel, Veilchen und Immergrün leuchten um die Wette. Am Wegrand zeigen Pestwurz und Huflattich die letzten „Pusteblumen“, bevor sich die großen Blätter entwickeln.

 

An einem von den Bayerischen Staatsforsten neu angelegten Biotop quakt ein Frosch und die hängende Segge, eine der größten Seggen-Arten, liebt die feuchten Waldstellen. An einem Bächlein steht das bittere Schaumkraut und auch der Waldmeister will bald blühen. 16. 5. 2019

 

 

Garten am Alpenrand: Wieder Winter

 

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Seit gestern Nacht schneit es wieder und der Garten hüllt sich in Weiß. Ich habe nicht gezählt, wie oft die Tulpen in diesem Frühjahr im Schnee standen, der ständige Wechsel von Hitze und Kälte ist schon extrem.

 

Auch Birnen- und Kirschblüten und die ersten Apfelblüten verschwinden unter dem Schnee. Verfrühte Eisheilige oder nur Vorboten der kalten Gesellen? Zum Glück sind die Temperaturen nur geringfügig unter Null Grad gefallen, so dass es wohl keine Schäden geben wird. Und einer freut sich garantiert über den Schnee: Hund Airy (siehe unter „Hund und Katze“). 06. 05. 2019

 

 

Hund und Katze: Es rumpelt im Schreibtisch

Plötzlich rumpelt es in meinem Schreibtisch: entwickeln Briefumschläge oder Klarsichthüllen ein ungeahntes heimliches Leben? Hat sich ein Kobold versteckt, der mich am arbeiten hindern will? Eigentlich glaube ich nicht an unheimliche, übersinnliche Phänomene. Und so vermute ich meinen Fell-Kobold in der Schublade, auch wenn es mir ein Rätseln ist, wie er bzw. sie sich in eine Schublade mit kaum 7 Zentimeter Öffnung zwängen kann.

 

Dann schiebt sich tatsächlich eine Pfote heraus – Foto leider unscharf, da habe ich nicht schnell genug zur Kamera gegriffen. Dann ein Kopf und es wird klar: Kätzchen Maya passt ins kleinste Schreibtisch-Schubfach! 02. 05. 2019

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Garten am Alpenrand: Noch einmal Tulpen

 

Noch einmal Tulpen, bevor die Pracht vorbei ist. Tagelang hieß es: wegen Regen und Kälte geschlossen. Bei Temperaturen zwischen zwei und fünf Grad legte das Wachstum im Garten eine Pause ein. Der Regen war dringend notwendig, es hätte noch mehr sein können. Aber kaum scheint die Sonne, öffnen sich alle Blüten und die Bienen fliegen wieder.

 

 

Während das Tränende Herz in voller Pracht da steht, ist bei den Tulpen das Ende abzusehen. Ich genieße die letzten Tage. 1. 05. 2019

 

 

Hund und Katze: Maya hat den Überblick

DSC03582Maya nimmt ihre Körperpflege wichtig. Wie alle Katzen. Sie liebt dabei einen erhöhten Standort, nicht nur, um den Überblick zu behalten. Sie weiß: Airy will spielen. Immer! Der Hund kann nicht verstehen, dass ein Kätzchen auch mal Ruhe haben will. Und vermutlich findet er es gemein, dass die Katze mit einem lässigen Sprung auf dem Gartentisch landet, – auf dem sonst Blumen umgetopft werden – während der Hund unten bleiben muss.

 

Er wirbt heftig um Mayas Aufmerksamkeit, aber sie hat keine Lust, sich mit ihm zu beschäftigen und wehrt ihn mit energischen Pfotenhieben ab. Übrigens ohne die Krallen auszufahren, das macht sie im Umgang mit Airy nie. Enttäuscht muss der Hund einsehen, dass seine Katzenfreundin ihren eigenen Willen hat. Aber vielleicht kann er Frauchen zum Spielen animieren. 29. 04. 2019

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Garten am Alpenrand: wilder Frühling

 

Nicht nur Tulpen und Narzissen stehen in voller Pracht, auch in den wilden Ecken kann ich täglich etwas Neues entdecken. Hier zeigt sich der Frühling in Blau und Gelb. Ganz zart ein kleiner, feinstieliger Ehrenpreis mit dem hübschen lateinischen Namen Veronica filiformis. Als Kinder haben wir Regenblümchen dazu gesagt, weil es angeblich regnet, wenn man sie abpflückt. In kräftigerem Blau zeigen sich Gundermann und kriechender Günsel und rosaviolett der Seidelbast.

 

Vielfältig auch die Gelbtöne: die Schlüsselblumen nutzen die blattlose Zeit unter dem Apfelbaum, wo sie im Frühling noch ausreichend Licht bekommen. Das Scharbockskraut glänzt in kräftigem Gelb und der Löwenzahn lockt mit seinen Riesenblüten verschiedene Besucher an.

 

 

Erstaunt bin ich über eine Kratzdistel, die vor ein paar Jahren prächtig im Garten stand, dann aber offenbar Pause machte bis zu diesem Frühjahr. Jetzt kündigt eine kraftvolle Rosette am Boden an, dass sie wieder wachsen will. Ganz zierlich, kaum größer als zehn Zentimeter, steht dagegen eine frühe Segge im Gras, wohl die Frühlingssegge. 20. 4. 2019

 

Garten am Alpenrand: Frühlings-Explosion

 

Vor fünf Tagen hat es noch geschneit und die Kälteperiode hat die Entwicklung im Garten deutlich gebremst. Aber seit sich die Sonne durchsetzt, scheint die Natur regelrecht zu explodieren und jeden Tag blühen zwei, drei Arten mehr. Die niedrigen Wildtulpen (Tulipa tarda) haben als erste ihre Blüten geöffnet. Ein paar Tage später zeigen sich die Darwin-Hybrid-Tulpen in voller Pracht. Sie sind nach meiner Erfahrung robuster als andere Tulpen, die oft nur ein oder zwei Jahre lang blühen und dann verschwinden.

 

Eine aparte hellgelbe Blüte trägt den, wie ich finde, unpassenden Namen Hundszahnlilie. Den Kontrast in Blau bilden die Traubenhyazinthen, die wie die Blaukissen von Insekten umschwärmt werden, ebenso wie die Schlehe, die als erster Baum in Weiß erstrahlt. Die Birnbäume stehen auch schon in den Startlöchern.

 

Heute konnten wir zwei seltene fliegende Gäste beobachten, einen Trauermantel und einen Schwalbenschwanz, leider zu weit weg für die Kamera. Aufgefallen ist uns eine Wespe, die offenbar Schlehe und Bärlauch besonders liebt, obwohl letzterer noch nicht blüht. Der Zeichnung nach ist es wohl eine Feldwespe (Polistes gallicus) und Größe und lange Beine deuten auf Königinnen, nach meinem schlauen Insektenbuch die einzigen, die schon im zeitigen Frühjahr zu sehen sind.

 

Ein Käfer hat die kleinen Narzissen zum Fressen gern, etwa der rote Käfer auf dem Blatt der Hundszahnlilie, wohl ein Lilienhähnchen (Lilioceris lilii)? 19. 04. 2019

 

Lieblingsrezepte: Kartoffel-Bärlauch-Gratin

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Gestern war der Bärlauch noch verschneit, heute steht er wieder prächtig da, erntereif für ein köstliches Kartoffel-Bärlauch-Gratin. Es ist supereinfach zubereitet und benötigt nur wenige Zutaten. Die Mengen wiege ich nie ab, weil das Gericht je nach Appetit und Geschmack variiert werden kann.

Zutaten:

Kartoffeln, Bärlauch, Sahne, Milch, Kräutersalz, etwas Butter, etwas Öl oder Butter zum Einfetten der Form.

Die Kartoffeln in feine Scheiben schneiden, ca. 2 mm dick, den Bärlauch waschen und in grobe Streifen schneiden. Gratin-Form fetten, eine Lage Kartoffelscheiben einfüllen, Bärlauch darüber streuen, wieder Kartoffelscheiben, Bärlauch usw., mit einer Lage Kartoffeln abschließen. Milch und Sahne mischen – man kann auch nur Sahne verwenden oder halb Milch, halb Sahne – mit Kräutersalz würzen und die Mischung über die Kartoffeln gießen. Die Flüssigkeit soll knapp so hoch stehen wie die Kartoffeln. Mit Butterflöckchen bedecken. Bei 200 Grad im Backrohr 35-45 min backen, je nach Menge und Höhe des Gratins. Farbe kontrollieren, nicht zu dunkel werden lassen. Die Küche duftet bald kräftig nach Bärlauch. Beim Garen saugen die Kartoffeln die Flüssigkeit weitgehend auf, so dass nur ein Rest aromatischer Soße bleibt, die das Gratin extra saftig macht. Ich brauche dazu keine weitere Beilage, aber natürlich kann das Gratin auch als Beilage zu Fleisch oder Gemüse dienen.

Tipp:

Das Gratin lässt sich nach Belieben abwandeln, z.B. indem der Bärlauch mit anderen Frühlingskräutern gemischt wird. Auch Spinat oder Lauchzwiebeln passen gut dazu.

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