Hund und Katze: erster Schnee

 

Airy ist begeistert: Über Nacht ist der Garten weiß geworden. Der Hund tobt durch den Schnee und kann gar nicht genug bekommen. Nach einem Spaziergang folgt allerdings das böse Ende: dicke Schneebollen an den Beinen. Da muss Frauchen helfen: anfangs mag der Hund das Föhnen gar nicht. Aber da Frauchen nicht duldet, dass er in der ganzen Wohnung Pfützen hinterlässt, gibt er den Widerstand auf und lässt sich trockenföhnen. Kätzchen Maya beschränkt bei diesem Wetter ihre Ausflüge auf ein kurzes Hinausschnuppern. „Zeitunglesen“ auf dem Sofa ist komfortabler. Ob sie „Die Zeit“ bevorzugt oder das Botanik-Buch, ist nicht ganz klar. Jedenfalls raschelt die Zeitung besser. 27. 11. 2018

 

 

 

Hund und Katze: Langeweile gibt’s nicht

Was sich liebt, das neckt sich.

 

Und wenn der jugendliche Rabauke für Kätzchen zu stürmisch wird, sucht sie sich einen ruhigeren Platz. Aber Vorsicht, Airy kommt nach.

 

Keine Lust mehr auf Rangelei? Dann zärtliches Abschlecken. Oder ab ins Körbchen.

 

Hund und Katze: faule Bande

 

Während Nachbars Kater auf dem warmen Schuppendach pennt, ungestört von Airys Nachstellungen, hat es sich Maya im Blumentopf bequem gemacht. Aber kaum aufgewacht, geht die wilde Jagd mit Airy quer durch den Garten. Müde getobt warten Hund und Katze in trauter Zweisamkeit, bis Frauchen die Näpfe gefüllt hat. 21. 10. 2018

 

Wandern und Schauen: Durch den Hölltobel nach Gerstruben

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Im senkrechten Fels öffnet sich ein enger, schwarzer Spalt, aus dem lärmend das Wasser springt. Das Auge kann die Finsternis nicht durchdringen. Kein Wunder, dass abergläubische Vorfahren hier einen Höllenschlund sahen. Auch ein Krimi ist hier angesiedelt (Peter Novotny: Höllenschlucht). Der Hölltobel gibt sein Geheimnis erst beim Höhersteigen preis: in der engen Schlucht stürzt das Wasser in einer Abfolge donnernder Wasserfälle in die Tiefe. Mehrere Aussichtsstege über dem Wasser geben den Blick nach oben und unten frei.

 

Hund Airy hat keine Angst vor dem Tosenden Wasser. Der teilweise steinige und steile Weg führt neben der engen Schlucht durch den Bergwald. Die Blütenpracht des Sommers ist vorbei, dafür verwöhnen uns Wald und Sonne mit leuchtenden Herbstfarben.

 

Unsere Wanderung beginnt in Oberstdorf an der Trettachbrücke neben dem Kraftwerkhaus. An der Trettach, einem der drei Quellflüsse der Iller, führt der Weg zunächst nahezu eben ins autofreie Bergtal, immer mit Blick auf die Trettachspitze, die aufgrund ihrer markanten Form auch Allgäuer Matterhorn genannt wird. Gelegentlich säumen ein Bauernhof oder eine Ausflugswirtschaft den Weg, der gerne von Mountainbikern befahren wird – bis zur nächsten Brücke kann auch der Spazierweg auf der anderen Flussseite benutzt werden.

 

Nach etwa einer Stunde zweigt nach links die Fahrstraße nach Gerstruben ab (für den öffentlichen Verkehr gesperrt). Wir bleiben noch kurz im Trettachtal bis zur Abzweigung in den Hölltobel. Jetzt begleitet uns der immer wilder werdende Dietersbach und es geht teilweise steil aufwärts, immer wieder mit spektakulären Einblicken in den Hölltobel. Wenn der Weg auf die Straße trifft, sind wir fast am Ziel: Vor uns liegt ein nahezu ebenes, lichtes Hochtal mit Bergweiden, gesäumt von den steilen Hängen der Höfats und im Hintergrund den langgestreckten Graten von Rauheck, Kreuzeck und Bettlerrücken.

 

Das malerische Bergdorf Gestruben mit seiner Kapelle zählt zu den beliebtesten Fotomotiven rund um Oberstdorf. 400 Jahre alt sind die wettergegerbten, dunklen Holzhäuser in Blockbauweise. Üppiger Blumenschmuck, ein Bauerngarten und Rosen vor der Kirche lassen das Bergdorf lebendig erscheinen, aber nur die Gastwirtschaft ist noch ganzjährig bewohnt. 1892 wollte eine Kapitalgesellschaft den Dietersbach zur Elektrizitäts-Gewinnung aufstauen und kaufte die Bauernanwesen auf. Zum Glück wurde der Plan nicht verwirklicht. Heute pflegt der Verein der ehemaligen Rechtler liebevoll die historischen Häuser, ein Anwesen wurde als Museum eingerichtet und gibt Einblick ins harte, karge Leben auf 1150 Meter Höhe (einmal in der Woche geöffnet, bzw. wenn jemand vom Verein oben ist). Auch die historische Einblatt-Säge am Dietersbach wurde sachgemäß restauriert.

 

Zurück wählen wir den Rautweg. Auf einem nassen, drahtseilgesicherten Pfad geht es hinunter zum Dietersbach (bequemer ist der Weg über die Säge). Nach dem kurzen Wiederaufstieg führt der Weg über die Wiesen und in sanftem Bergab knieschonend durch den Bergwald ins Trettachtal. Von der Einöde Raut ist nur noch ein Stadel erhalten. Im Tal können wir einen Abstecher zum nahen Christlessee machen und gemächlich nach Oberstdorf zurückschlendern.

Airy vor dem historischen Schräghag. Für diesen Zaun braucht es keinen Nagel.

DSC02353Reine Gehzeit gut vier Stunden, Anstieg Oberstdorf – Gerstruben rund 350 Höhenmeter. Mehrere Einkehrmöglichkeiten.

 

 

 

Hund und Katze: Toben oder Faulenzen?

DSC02214.JPGAiry liebt Action. Eben trafen wir beim Spaziergang ein gleichaltriges Dackelmädchen und beide tobten übers Feld, dass wir beim Zuschauen kaum mitkamen. Lebensfreude pur. Einen Riesenspaß macht auch das Hürdenspringen im Garten mit anschließender Leckerli-Suche: Frauchen versteckt ein Leckerli zwischen den beiden Hürden. Beim Springen muss der Hund den Leckerbissen ignorieren, danach schickt Frauchen ihn auf die Suche. Das klappt schon prima.

DSC02137In der Zwischenzeit macht sich Kätzchen Maya auf Frauchens Gartenstuhl breit. Sie tobt auch gerne durch den Garten, aber nicht auf Frauchens Befehl. Wenn der Hund „arbeitet“, kann Kätzchen faulenzen. 14. 9. 2018DSC02142

Hund und Katze: Verbotene Spiele machen Spaß

 

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Der Esstisch ist für Kätzchen Maya verbotenes Terrain. Aber wenn Frauchen gerade nicht hinschaut …. Noch mehr Spaß macht es, Frauchens Gymnastikmatte aus dem Regal zu werfen und mit Hund Airy zusammen zu zerfetzen. In der Hundebox sind die Teile gut versteckt. Und wenn Frauchen dazu kommt, können beide ganz unschuldig schauen oder unbeteiligt wegschauen. 8. 8. 2018 

 

 

Hund und Katze: was macht der Hund im Rucksack?

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Airy wird Bergsteiger

Airy ist zum ersten Mal mit dem Sessellift gefahren. Frauchen hat den Hund vorsichtshalber in den Rucksack gesteckt, um zu vermeiden, dass er auf dem Schoss herumzappelt. Der inzwischen sieben Monate alte Schnauzer war superbrav, aber vermutlich froh, als er wieder mit allen Vieren auf dem Boden stand. Auf der Wanderung erwies sich der kleine Rüde als furchtlos, schwindelfrei und trittsicher bis unterm „Gipfelkreuz“, ein echter Bergsteiger-Hund.

DSC01570Absturzgefahr bestand nicht, es war nur ein Mini-Gipfel. Eine Herausforderung bildete eine Kuhherde direkt auf dem Weg. Auch inmitten der Kühe war der kleine Hund superbrav – gezwungenermaßen, Frauchen ließ ihm keine Wahl. Die Menschen bestaunten die Bergblumen (demnächst unter „Wandern und Schauen“), dem Hund war die Botanik egal, dafür gab es spannende Gerüche. Einen Geruch mochte Frauchen allerdings gar nicht: statt Thymian und Sonnenröschen lag auf dem Felsen ein schwarzer Hunde-Kotbeutel. Den Wanderern fehlte offenbar die „Kacki-Box“, die Frauchen immer dabei hat, um Hunde-Hinterlassenschaften geruchssicher zu verstauen (Info bei Hundeschule Allgäu) – ein Ärgernis für uns nachfolgende Wanderer. Aber davon abgesehen war es eine erlebnisreiche und genussvolle Bergtour. 23. 6. 2018

 

 

Hund und Katze – Kätzchen torpediert die Hunde-Erziehung

 

Wir üben das „Bei-Fuß-Gehen“ ohne Leine, das „Sitz“ aus der Entfernung und das „Kommen auf Ruf“. Zur Sicherheit wird die Schleppleine eingehängt, damit Frauchen dem übermütigen jungen Hund klar machen kann, dass jetzt Arbeit auf dem Programm steht und keine wilde Jagd quer durch den Garten. Für so schwierige neue Übungen ist der Garten ideal, denn es gibt keine Spaziergänger, Radler, Kühe oder andere Hunde, die Airy ablenken. Leider haben wir die Rechnung ohne Kätzchen Maya gemacht. Kaum hat die Samtpfote die rote Schleppleine entdeckt, die sich wie von Zauberhand hinter dem Hund bewegt, stürzt sie sich darauf. Für das Kätzchen ist die Schleppleine ein wunderbares Spielzeug. Und sie hat schnell herausgefunden, dass der Hund sich nicht um sie kümmern darf, sondern auf Frauchen achten soll. Auch Frauchen kümmert sich nur um den Hund und nicht um die Katzendame. Das muss sich ändern, scheint Maya zu denken und sie macht klar, dass sie mitspielen will – allerdings zu ihren eigenen Spielregeln.

 

Für einen jungen Hund ist es ausgesprochen schwierig, brav „Sitz“ zu befolgen, wenn seine Katzenfreundin vor oder hinter ihm herumschleicht und ihn zum geliebten „Fangerles-Spiel“ locken will. Schließlich hat Frauchen ein Einsehen und beschließt, den Übungsplatz zu wechseln. Auf einem nahen Feldweg ist es meistens auch ruhig. Just in diesem Moment grollt es gewaltig aus einer dunklen Wolke, die sich in wenigen Minuten über unserem Hausberg aufgebaut hat. Schon fegt der erste Windstoß durch den Garten und wenig später schüttet es wie aus Kübeln. Nicht nur Kätzchen, auch das Gewitter torpediert die Hunde-Erziehung – nicht zum ersten Mal: wir sind heuer schon mehrfach kräftig nass geworden und auch schon in ein Hagel-Unwetter geraten. Zum Glück ist der Hund hart im Nehmen. 28. 5. 2018

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