Wandern und Schauen: Ausflug in den Winter

Hund Airy liebt den Schnee und konnte sich endlich wieder ausgiebig wälzen: wir haben einen Ausflug in den Winter gemacht, mit der Bergbahn auf 2000 m Höhe. Das hat ihn dafür entschädigt, dass er in der Gondel einen Maulkorb tragen musste, was er gar nicht mag.

Es war ein Traumtag, ebenso wie einige Tage zuvor, als es im Tal grau und trist war, oben auf den Bergen aber „obheiter“, wie man in Oberstdorf sagt.

Also Sonne über dem Nebelmeer, aus dem nur die hohen Gipfel ragen. Kürzlich auf dem Nebelhorn war nur der Gipfel frei. Im Herbst freue ich mich über jedes letzte Blümchen, das sich noch blicken lässt.

Und gelegentlich sind Besonderheiten zu entdecken wie die verwachsenen Blüten der Silberdistel (Carlina acaulis) und die weiße bärtige Glockenblume (Campanula barbata).

Auch Enzianarten blühen bis spät in den Herbst: im September finden wir den Schwalbenwurz-Enzian (Gentiana asclepiadea), im Oktober noch den Fransen-Enzian (Gentianopsis ciliata, früher Gentiana c.) und den Rätischen Kranzenzian (Gentianella rhaetica) mit fünfteiliger Krone.

Letzterer wurde früher als Unterart des Deutschen Enzians (Gentiana germanica) angesehen, gilt aber inzwischen als eigene Art und als vorherrschend in den Alpen. Genetische Erkenntnisse haben in der Botanik zahlreiche Verwandschafts-Verhältnisse und damit auch die Namen verändert. Man lernt halt nie aus. 04. 11. 2025

Wandern und Schauen: Wunderbarer Winterspaziergang – wunderbare Momente 2025

Ich wünsche Euch allen 2025 möglichst viele wunderbare Momente und so viel Spaß, wie Hund Airy im Schnee hat!

Wandern und Schauen: Ein Hauch von Winter

Es ist immer wieder zauberhaft: ein paar Schneeflocken oder der Raureif verwandeln Garten und Natur in eine Märchenlandschaft.

Hund Airy findet den Schnee immer extra spannend.

Im Tal war die weiße Pracht aber nur von kurzer Dauer, die Sonne ließ sie schnell verschwinden. Dafür freuen wir uns im Spätherbst an den letzten Farbtupfern in den Wiesen, ein Greiskraut (Jacobea sp.) und ein Schlüsselblümchen (Primula eliator) als verfrühter Frühlingsbote. 14. 11. 2024

Garten am Alpenrand: Zwischen Schnee und Regen

Eigentlich wollten die ersten Pfingstrosen pünktlich zu Pfingsten blühen, aber es war zu kalt und zu nass. Erst seit zwei Tagen hat die erste Pfingstrose ihre Blüte geöffnet, und zahlreiche weitere warten noch als prall gefüllte Kugeln.

Dieses Frühjahr gefällt nur dem Gras und den Schnecken: selbst im Hochbeet fressen sie die Radieschen an und haben erste zarte Blättchen von Spinat und Zwiebellauch ratzekahl vernichtet. Selbst die wunderschön blühenden dicken Bohnen sind nicht vor ihnen sicher.

Die heute geerntete allererste Erdbeere: angefressen! Es ist ein Trauerspiel!

Auch die Tomaten legen eine lange Wachstumspause ein und warten auf Sonne und Wärme, stattdessen gab es auf den Bergen nochmal ordentlich Neuschnee.

Zum Glück wachsen schneckenresistente Pflanzen in den Blumenbeeten. Das wunderbare Farbenspiel der Akeleien neigt sich dem Ende zu.

Das vom Aprilschnee geknickte Tränende Herz hat noch einmal ein paar Blüten getrieben und am Gartenhaus öffnet sich die Clematis.

Von Bienen und Wildbienen umschwärmt werden Salbei und Himbeeren, die reiche Ernte versprechen, wenn es endlich aufhört zu regnen.

Unbeeindruckt vom Wetter zeigen sich Wildpflanzen wie Günsel (Ajuga reptans), Berg-Flockenblume (Centaurea montana) und orangerotes Habichtskraut (Pilosella aurantiaca). Sie alle sind hart im Nehmen. 10. 06. 2024

Garten am Alpenrand: Malerische Kontraste

Der April sorgt für malerische Kontraste: Rosa Blüten im weißen Garten, rote Tulpen mit Sahnehäubchen und zartrosa Apfelblüten, die im Weiß fast verschwinden. Das Tränende Herz hat allerdings unter dem Wintereinbruch stark gelitten, zahlreiche üppig mit Blüten geschmückte Stängel sind unter der Schneelast umgeknickt.

Dagegen sind die Tulpen hart im Nehmen, mit dem ersten Sonnenstrahl richten sie sich wieder auf. Das Foto stammt allerdings aus den vorherigen Sonnentagen.

Ich fürchte um die Obsternte, wobei der Schnee wohl weniger schadet als die frostigen Nachttemperaturen.

Die ersten Aussaaten sind im „Frühbeet“ gut geschützt. Dort warten Radieschen und ausgerechnet Eiszapfen auf wärmere Zeiten. 19. 04. 2024

Garten am Alpenrand: Zwischen Winter und Frühling

So sah es vor zwei Tagen im Garten aus. Und heute boten sich diese Bilder:

Zum Glück sind die meisten Frühlingsblüher hart im Nehmen. Die Schlüsselblumen (Primula eliator) werden auch nach dem Schnee unter den Obstbäumen stehen.

Schlüsselblume (Primula eliator)

Laut Flora germanica treten zwischen Primula eliator und „Gartenprimeln“ verschiedene Rückkreuzungen mit allen möglichen Farbübergängen auf, was sich im vorderen Gartenteil gut beobachten lässt. Dort setze ich gern die gekauften und geschenkten Pflanzen ein, die in den nächsten Jahren meistens wieder blühen, allerdings in oft überraschenden Farbtönen.

Die kleinen Narzissen-Arten stehen schon in voller Blüte. Das merkwürdige Gebilde auf einem Narzissenkelch gibt mir Rätsel auf.

Unter dem Schnee verschwunden sind auch Krokus (Crocus chrysanthus „Ard Schenk) und Milchstern (Ornithogalum sp.).

Crocus chrysanthus „Ard Schenk“

Milchstern (Ornithogalum sp.)

Der Birnbaum (Clapps Liebling) hat schon dicke Blütenknospen, aber nach dem Kälteeinbruch wird er sich hoffentlich mit dem Blühen noch Zeit lassen. Für die Obstblüte ist es noch viel zu früh. 24. 03. 2024

Blütenknospe am Birnbaum „Clapps Liebling“

Garten am Alpenrand: Es sprießt allerorten

Tränendes Herz

Es sprießt allenthalben im Garten. Besonders apart finde ich das Tränende Herz. Gestern war es allerdings weiß überzuckert, der Winter hat sich noch nicht ganz verabschiedet, heute weht ein eisiger Wind. Aber schon sind wieder zweistellige Plusgrade vorhergesagt. Zu den frühesten Blühern gehört die Lenzrose (Helleborus x orientalis „Prince Picotee“), die jedes Jahr kräftiger und prächtiger wird.

Lenzrose (Helleborus x orientalis „Prince picotee“)

Die Schneeglöckchen haben sich ordentlich ausgebreitet und sind schon wieder am Verblühen. Dafür regt sich allenthalben der Krokus. Auch der Bärlauch treibt mit Macht aus.

Damit die zarten Blüten und frischen Blätter Platz bekommen, ist jetzt Aufräumen angesagt. Ich hatte die Stängel und Blüten- bzw. Fruchtstände der Stauden im Herbst für Vögel und Insekten stehen gelassen, aber jetzt wird nach und nach abgeschnitten, was den frischen Aufwuchs stört.

Auch in den Hochbeeten fülle ich Erde und Kompost nach, aber für Aussaaten ist es noch zu früh. 07.03.2024

Garten am Alpenrand: Winter Winter Winter

Aus dem Garten ist wieder ein Winter-Wunderland geworden. Gut 70 cm Schnee, soviel hatten wir zuletzt im Januar 2021.

Wunderschön!!! Wenn bloß das Schneeräumen nicht wäre! Schon beim Spaziergang vor drei Tagen ging es durch die weiße Landschaft. Da glitzerte selbst ein simpler Drahtkorb (Biberschutz) wie mit Diamanten besetzt.

Inzwischen ist nochmal ordentlich Schnee dazu gekommen, so dass ich für Airy einen Weg im Garten stapfen musste, denn der Schnee ist höher als der Hund. 02. 12. 2023

Wandern und Schauen: Erster Winterspaziergang

Nur knapp 100 Höhenmeter trennen Herbst und Winter. Der Garten war nur leicht überzuckert, aber ein Stück höher sind wir schon mitten im Schnee.

Airy genießt den Schnee, ich mag den Kontrast der kräftigen Herbstfarben mit dem ruhigen Weiß. 18. 11. 2023