Hund und Katze

Garten am Alpenrand: Zwischen Winter und Frühling

Ende März: Sieben Tage zwischen Winter und Frühling

  1. Tag: Neuschnee, 2. Tag: Boden teilweise aper, aber gefroren, kein Wunder bei minus sieben Grad Nachttemperatur. 3. Tag: Sonne und Frühlingswunder, die Krokusse blühen prächtig, die Lenzrose hebt wieder das Köpfchen und unter den Obstbäumen blühen die ersten, noch winzigen Schlüsselblumen. Ein paar Aufräumarbeiten sind möglich, die Maulwurf-Vergrämungsaktion mithilfe von Knoblauch startet, aber die Erde ist noch sehr nass und die Schuhe bald ein Kilo schwerer. 4. Tag wieder kühl. 5. bis 7. Tag: Regen, einmal auch Schnee. Der Boden ist stark aufgeweicht, Gartenarbeit muss warten. Karfreitag ein sonniger Frühlingstag, aber die nächsten beiden Tage sollen wieder kalt und ungemütlich werden. Ob es weiße Ostern gibt, wie so oft in den letzten Jahren?

Hund und Katze und der Maulwurf

Maulwurf vergrämen

Im Garten hat die Aktion „Maulwurf vergrämen“ angefangen. Knoblauch soll helfen. Also jeden Maulwurfshügel – und es sind viele – aufgraben, den Gang suchen und Knoblauchzehen hinein stecken. Wo die Gänge zu Stolperfallen geworden sind, weil die Erde eingebrochen ist, öffne ich auch die Gänge, versehe sie mit Knoblauch und unterfüttere die Grassoden mit Erde, und hoffe, dass ich künftig mit dem Rasenmäher nicht mehr überall stecken bleibe. Also viel Arbeit. Aber ich habe fleißige Helfer: Kätzchen Maya gräbt bereits einen Maulwurfshügel auf und lauert auf den Untermieter, der sich aber nicht blicken lässt. Während ich Maya fotografiere, bleibt Airy nicht untätig. Der Welpe schnappt sich den Knoblauch und verteilt ihn im Garten, wenn auch nicht dort, wo er gebraucht wird. Dann hilft er mit Begeisterung beim Buddeln. Am Ende des Tages sind meine Schuhe mindestens ein Kilo schwerer und Airys schwarzbraune Pfoten brauchen ein Fußbad – was er gar nicht gut findet. Ich bin neugierig, ob der Maulwurf sich hinauswerfen lässt und umzieht. Unter dem Gebüsch am Gartenzaun und im ungenutzten Gelände dahinter kann er graben, so viel er will.

Wandern und Schauen: Palmsonntags-Spaziergang

Vom Frühling in den Winter

Ich wollte nach ersten Frühlingsboten im Wald Ausschau halten. Stattdessen sind wir bei unserem Palmsonntags-Spaziergang mitten im Winter gelandet. An nordseitigen Hängen reicht der Schnee noch bis ins Tal. Airy findet den Schnee umwerfend schön, Frauchen sehnt sich nach frischem Grün. Als dann mitten im Schnee ein Brunnen plätschert und das Wasser fantastische Eisformationen geschaffen hat, ist auch Frauchen begeistert und mit dem Winterspaziergang versöhnt. Schließlich gibt es viel zu schauen: von Sturm und Schnee gefälltes und frisch geschlagenes Holz, die Winterarbeit der Forstleute und Bauern, oder einen im Schnee versunkenen Kinderspielplatz, der im Sommer ein Waldabenteuer für die Kleinen ist (im Großen Wald bei Wertach, Oberallgäu).

Und dann kommt doch noch der ersehnte Frühlingsbote: an einer feuchten, aperen Stelle schieben sich die Blütenköpfe der weißen Pestwurz (Petasites albus) aus dem Boden. Die riesigen Blätter erscheinen erst später. Wie der Name verrät, ist die Pestwurz eine alte Heilpflanze, die früher gegen Pestilenz wirken sollte. Sie wird auch heute noch medizinisch verarbeitet, z.B. in Migräne-Medikamenten. Aber Vorsicht, nicht auf eigene Faust verwenden, denn sie enthält in allen Pflanzenteilen giftige Stoffe, die in hoher Dosierung u.a. die Leber schädigen können. 25. 3. 2018

Hund und Katze: Welpen-Tagebuch 21

Schneebälle am Hundebauch?

Sonne und Schnee: da lockt ein Spaziergang. An der Schleppleine kann Airy nach Herzenslust toben. Weit weg von der Straße ist das ein Riesenspaß. Früher ist der Welpe in unmittelbarer Nähe geblieben. Aber er wird größer und selbstbewusster und will mit seinen 16 Wochen die Welt erobern. Der Kleine wagt sich ziemlich weit voraus. Das ist nicht in Frauchens Sinn. Hinterherlaufen hat keinen Zweck. Das würde Airy als herrliches Spiel ansehen. Also bewege ich mich rückwärts. Als er sich endlich umdreht, bedeute ich ihm, dass er kommen soll. Auf die Entfernung mag ich nicht schreien, er kennt das Handzeichen. Die Gestensprache hat sich schon beim Vorgängerhund, der Dackeldame Loni bewährt. Sie wurde im Alter allmählich taub, aber die Handzeichen hat sie gut verstanden. Erst als auch die Sehkraft nachließ, musste sie an der Leine bleiben. Airy reagiert jedenfalls wie gewünscht, rast im Eiltempo zurück und sitzt brav vor mir. Das gibt natürlich ein dickes Lob. Allerdings hat der Alleingang durch den Neuschnee Spuren hinterlassen. An Pfoten und Bauch hängen dicke Schneeklumpen, fast so groß wie Schneebälle. Offenbar hat der Schnee genau die Qualität, die auch Langläufer fürchten, weil die Stollen am Ski das Gleiten unmöglich machen. Die Eisklumpen am Hundebauch lassen sich auch nicht abstreifen. Es hilft nichts, wir müssen schnell nachhause ins Warme zum Abtauen.

Garten am Alpenrand: wieder Winter

Wieder alles weiß

Und wieder ist der Garten weiß. Und das ist gut so. Die Schneedecke schützt das frische Grün vor den Frostnächten: minus acht Grad sind angesagt. Und da das Thermometer tagsüber unter Null anzeigt, werden die Nächte eisig. Ich hatte mich schon auf die ersten Frühlingskräuter gefreut, aber Bärlauch und Co. müssen noch warten. Stattdessen gibt es pünktlich zum Frühlingsanfang noch mehr Schnee. Für den Garten ist das besser als die nahezu sommerlichen Temperaturen im letzten Jahr, die Apfelbäume, Birnen und alle weiteren Obstbäume verfrüht blühen ließen. Dann kam der Frost nach Ostern – minus zehn Grad – und hatte zur Folge, dass die gesamte Obsternte ausgefallen ist. Im letzten Herbst gab es weder Apfel, noch Birne oder Quitte, ganz zu schweigen von Kirschen und Zwetschgen. Auch die wunderschöne Sternmagnolie ist dem heftigen Spätfrost zum Opfer gefallen. Ob ich heuer eine neue pflanze?