Schon schmilzt er wieder, der dicke Schnee, der unsere Landschaft verwandelt. Deshalb noch ein paar Fotos aus dem Winter-Wunderland aus Feld und Garten, bevor die weiße Pracht dahin ist.
Es ist schon verrückt: bis gestern in den Nächten noch klirrende Kälte bis zu minus 18 Grad und jetzt kommen schon wieder zweistellige Plusgrade. Ich hätte den Schnee gerne noch eine Weile behalten. Und Hund Airy sicher auch. Aber es war wohl nicht der letzte in diesem Winter. 22. 1. 2024
Aus dem Garten ist wieder ein Winter-Wunderland geworden. Gut 70 cm Schnee, soviel hatten wir zuletzt im Januar 2021.
Wunderschön!!! Wenn bloß das Schneeräumen nicht wäre! Schon beim Spaziergang vor drei Tagen ging es durch die weiße Landschaft. Da glitzerte selbst ein simpler Drahtkorb (Biberschutz) wie mit Diamanten besetzt.
Inzwischen ist nochmal ordentlich Schnee dazu gekommen, so dass ich für Airy einen Weg im Garten stapfen musste, denn der Schnee ist höher als der Hund. 02. 12. 2023
Die auffällige Raupe mit den großen Augenflecken haben wir schon öfter im Garten gefunden, den Falter bisher noch nie. Kein Wunder, der Mittlere Weinschwärmer (Deilephila elpenor) ist dämmerungs- und nachtaktiv. Jetzt hat er sich erstaunlicherweise schon am hellen Nachmittag blicken lassen und ich habe mich über den wunderschönen, weinrot gefärbten Schwärmer gefreut. Die bevorzugten Futterpflanzen der Raupe sind Weidenröschen und davon gibt es einige in meinem Garten. 03. 07. 2023
An den letzten beiden Apriltagen gab es zumindest ein paar Sonnen-Stunden: endlich konnten sich die Tulpenblüten öffnen. Ich liebe die robusten Darwin-Hybriden, die kaum nachgepflanzt werden müssen.
Tulpen Darwin-Hybriden
Heute ist die Pracht schon wieder vorbei: es regnet wieder und die Tulpen sind erneut in Warte-Stellung.
Auch die zarten Wildtulpen (Tulipa „Tarda Dasystemon“ und Tulipa sylvestris) haben die Blüten wieder geschlossen.
Bei dem immer noch niedrigen Grundwasserspiegel und dem vorhergesagten heißen Sommer muss man ja froh sein über jeden Tropfen, aber hier im Allgäu waren März und April extrem nass und kalt, so dass sich Gartenarbeiten verzögern. Dem Wildwuchs in den hinteren Gartenteilen ist das egal, der Feinstielige Ehrenpreis (Veronica filiformis) blüht schon überall und dazwischen habe ich einen wunderschönen, goldgrün glänzenden Käfer entdeckt. Ich vermute, dass es ein Rosenkäfer (Cetonia aurata) ist.
Hundszahn-Lilie (Erythronium dens canis, wohl Gartenhybride)
Auch die aparte Hundszahnlilie (Erythronium dens canis, Gartenhybride?) lässt sich nicht vom Blühen abhalten. Aber auf Gemüse muss ich heuer wohl länger warten: Radieschen und Co. in den Hochbeeten sind erst wenige Millimeter hoch. Als erster Obstbaum blüht eine wilde Zwetschge, wohl eine Krieche – als Kinder in Bayern haben wir „Kriachal“ dazu gesagt – (Prunus domestica ssp. insititia). Der Baum ist im Garten wild aufgegangen und ich hatte zunächst eine Schlehe vermutet, aber die Früchte sind Minizwetschgen.
Wilde Zwetschge (Prunus domestica ssp. insititia)Birne (Pyrus communis „Clapps Liebling)
Auch die Birne an der Gartenhaus-Wand (Pyrus communis „Clapps Liebling“) öffnet die ersten Blüten und der frühe Apfelbaum (Malus domestica „Jacob Fischer“) steht auch in den Startlöchern und wartet auf Sonne. 01. 05. 2023
Der April ist zwar schon fortgeschritten, aber im Garten blühen gerade die Narzissen (Sorte Carlton) und so passen die Bilder zum Zustand der Natur. Und Maya liebt ihren versteckten Platz im Spierstrauch. 21. 04. 2023
Die Lenzrose (Helleborus x orientalis „Prince Picotee“) blüht heuer besonders prächtig, sie wird von Jahr zu Jahr kräftiger.
Die Krokusse zeigen sich in letzter Pracht, viele sind schon verblüht. Sie mussten heuer viel aushalten: drei oder vier Mal hat Neuschnee sie zugedeckt, zuletzt vor acht Tagen.
Und nächste Woche soll es wieder schneien. Aber der Frühling lässt sich nicht aufhalten. Die kleinblütigen Narzissen (Narcissus „Tete a Tete“) und die etwas größere Sorte mit den orangegelb angehauchten Kelchen (Narcissus „Jetfire“) blühen schon überall im Garten und erste Primeln öffnen ihre Blüten.
Ich habe den Eindruck, dass sich die gezüchteten Gartenprimeln munter mit den Wildblumen (Primula eliator) mischen, die unter den Apfelbäumen wachsen. Jedenfalls zeigen sich jedes Jahr neue Größen- und Farbkombinationen, heuer zuerst in Hellgelb. Was mich wieder besonders freut: im Gartenteich sind schon die Bergmolche eingezogen, aber sie wollten sich noch nicht fotografieren lassen. 23. 03. 2023
Auf einer Wegseite liegen noch Schneereste, aber am sonnigen Wegrand leuchtet es gelb: die warmen Sonnenstrahlen haben den ersten Huflattich (Tussilago farfara) ans Licht gelockt.
Auch im Garten zeigen sich von einem Tag zum anderen gelbe Farbkleckse, die ersten Krokusse. Und die Lenzrosen haben schon dicke Knospen. Ob sie noch vor dem nächsten Schneefall blühen?
Der frühe Frühling hebt die Stimmung und verführt zu ersten Gartenarbeiten. Aber im Februar ist der Winter am Alpenrand noch nicht vorbei. Schon am Wochenende könnte es wieder schneien. 20. 02. 2023
Weiß überzuckert sah der Garten auch am Palmsonntag wieder aus. Kein Wunder, es geht auf Ostern zu und in den letzten Jahren hatten wir am Alpenrand öfter weiße Ostern als weiße Weihnachten.
In den nächsten Tagen soll es wieder wärmer werden, aber nach dem extrem trockenen und warmen März war der Niederschlag im April dringend nötig. Erfahrungsgemäß schaden Schnee und Kälte den Frühjahrsblühern nicht, nur der letzte Krokus hat vorzeitig die Köpfe hängen gelassen.
Dafür streckt die erste Tulpe ihre Blüte stolz in die Höhe. Der Garten zeigt sich in schönster Frühlingspracht mit Seidelbast, kleinen Narzissen und Primeln in allen Farben.
Unter den Apfelbäumen blühen üppig die wilden Schlüsselblumen. Sie nutzen wie der Bärlauch Licht und Frühlingssonne, solange die Obstbäume noch unbelaubt sind. Besonders freut mich die Lenzrose, die von Jahr zu Jahr prächtiger blüht, auf dem Foto noch vor dem Schnee fleckig vom Sahara-Staub. 10. 04. 2022
Die ersten Pfingstrosen stehen in voller Blüte. Auch Wildrosen wie Hecht-Rose (Rosa glauca) und Hundsrose (Rosa canina) haben die Blüten geöffnet. Die Edelrosen lassen sich noch Zeit.
Hechtrose (Rosa glauca)Wildrose (Rosa canina)
Die Iris im Gartenteich blüht heuer besonders üppig. Ich muss jedes Jahr einen Teil des dicht verfilzten Wurzelwerks aussägen, sonst wäre vom Teich nichts mehr übrig. Den Pflanzen scheint das nicht zu schaden.
IrisIris
Auch im Hochbeet sind aparte Blüten zu entdecken: die Dicken Bohnen oder Saubohnen und die Winter-Heckenzwiebel locken Insekten an.
Saubohnen-BlüteWinter-Heckenzwiebel, Blüte
Radieschen und Eiszapfen enttäuschen heuer: die erste Ernte war noch wunderbar zart, aber der Rest der Pflanzen hat nach der kältebedingten Wachstumspause die Kraft in die Blätter statt in die Wurzeln gesteckt. Letztere blieben meist klein und wurden holzig, egal welche Sorte.
Eiszapfen und Radieschen, leider holzig
Mal sehen, ob die Nachsaat von Sommersorten besser wird. Auch den Erdbeeren war es erst zu kalt und dann zu heiß und zu trocken, erst jetzt setzen einige Pflanzen Früchte an. Unbeeindruckt von Wetterkapriolen zeigt sich wie jedes Jahr die Akelei, die wieder in allen Farbschattierungen von fast weiß bis dunkel-violett blüht. Leider ist die Pracht schon fast wieder vorbei. Dafür kann ich mich auf die Rosen freuen. 21. 06. 2021