Diesmal gehts mit dem Arbeitskreis Heimische Orchideen, Regionalgruppe Allgäu nicht zu Orchideen, sondern in eine zauberhafte Unterwasserwelt. Gäste sind stets willkommen!

Diesmal gehts mit dem Arbeitskreis Heimische Orchideen, Regionalgruppe Allgäu nicht zu Orchideen, sondern in eine zauberhafte Unterwasserwelt. Gäste sind stets willkommen!









Aus dem Garten ist wieder ein Winter-Wunderland geworden. Gut 70 cm Schnee, soviel hatten wir zuletzt im Januar 2021.



Wunderschön!!! Wenn bloß das Schneeräumen nicht wäre! Schon beim Spaziergang vor drei Tagen ging es durch die weiße Landschaft. Da glitzerte selbst ein simpler Drahtkorb (Biberschutz) wie mit Diamanten besetzt.


Inzwischen ist nochmal ordentlich Schnee dazu gekommen, so dass ich für Airy einen Weg im Garten stapfen musste, denn der Schnee ist höher als der Hund. 02. 12. 2023


Nur knapp 100 Höhenmeter trennen Herbst und Winter. Der Garten war nur leicht überzuckert, aber ein Stück höher sind wir schon mitten im Schnee.


Airy genießt den Schnee, ich mag den Kontrast der kräftigen Herbstfarben mit dem ruhigen Weiß. 18. 11. 2023




Um Highlights der diesjährigen Exkursionen geht es am Samstag, 11. 11. 2023 beim Treffen der Regionalgruppe Allgäu im Arbeitskreis Heimische Orchideen in Bad Hindelang. Manfred Sailer gestaltet den Foto-Rückblick, der einen Einblick in die Vielfalt der Orchideenarten im Allgäu gibt. Gäste sind wie immer willkommen. Wir treffen uns um 14 Uhr im Hotel Prinz-Luitpold-Bad, der Vortrag beginnt um 14.30 Uhr.


Die warme Herbstsonne hat auch hoch auf den Bergen letzte Blüten herausgelockt. Die Silberdistel (Carlina acaulis) ist ein typischer Herbstblüher. Auch der Echte Fransen-Enzian (Gentianopsis/Gentiana ciliata) ist vereinzelt noch im Oktober zu finden.


Leicht zu übersehen ist der winzige Augentrost (Euphrasia sp., vielleicht E. hirtella), während die Bergmargerite (Leucanthemum adustum) in den letzten Sonnenstrahlen leuchtet.


Nicht sattsehen kann ich mich am Allgäuer Bergpanorama, hier am letzten warmen Herbsttag vom Fellhorn aus gesehen. Morgen wird ein Temperatursturz wohl Schnee auf den Bergen bringen. 14. 10. 2023




Eine im bayerischen Alpenraum seltene Schönheit blüht gerade: die Stein-Nelke (Dianthus sylvestris). Ebenfalls selten, aber weniger auffällig und von den meisten Wanderern übersehen, ist das Hahnenfußblättrige Hasenohr (Bupleurum ranunculoides).


Unauffällig und auch nicht häufig wächst die Zwergmispel (Cotoneaster integerrimus) gern auf Felsgraten. Bei einer Exkursion mit dem Arbeitskreis Heimische Orchideen, Regionalgruppe Allgäu, ging es nicht nur um Orchideen. Die Nagelfluhkette im gleichnamigen Naturpark ist bekannt für ihren Artenreichtum.


Prächtig stehen da Allermannsharnisch (Allium victorialis) und Türkenbundlilie (Lilium martagon). Und immer wieder hübsch die blauen und weißen Farbtupfer von Kleiner Glockenblume (Campanula cochleariifolia) und Kriechendem Gipskraut (Gypsophila repens). 17. 07. 2023


Ich bin begeistert: Auf einem kleinen Wegstück sieben Orchideenarten, darunter die zierliche Einblatt-Orchis (Malaxis monophyllos).


Und eine Kugelorchis (Traunsteinera globosa) neben der anderen! Wir befinden uns im Tannheimer Tal in Tirol auf etwa 1700 m Höhe auf einem vielbegangenen Wanderweg, aber obwohl sogar Schilder auf die artenreiche Flora hinweisen, schaut kaum jemand hin. Die sonstige „Möblierung“ des Weges mit Herz und Kleeblatt ist viel interessanter.



Dabei gibt es neben den Bergorchideen noch jede Menge spannender Pflanzen zu entdecken, das Zottige Habichtskraut (Hieracium villosum), die Perücken-Flockenblume (Centaurea pseudophrygia) oder das kopfige Läusekraut (Pedicularis rostratocapitata).


Eine Sommerwurz gibt mir Rätsel auf: sie sieht aus wie die Zierliche Sommerwurz (Orobanche gracilis), die hier verbreitet auf Klee wächst, steht aber auf Labkraut. Eine Labkraut-Sommerwurz sieht aber anders aus. Offenbar versteckt sich hier die echte Wirtspflanze unter dem Labkraut.



Auch ein Weidenröschen fällt mir auf: Das Quirlblättrige Weidenröschen (Epilobium alpestre) ist ein echter Bergbewohner. Auch Hund Airy ist natürlich dabei und sehr brav und geduldig, wenn Frauchen fotografiert. 11. 07. 2023



Der Bergbaldrian (Valeriana montana) ist offenbar beim Kleinen Fuchs ganz besonders beliebt. Auch den Schwalbenschwanz haben wir bei einem Ausflug ins Tannheimer Tal (Tirol) gesehen, aber er war zu schnell für die Kamera.


Direkt aus dem Felsspalt streckt der Strahlensame (Silene pusilla) seine zarten Blüten, und der Alpen-Hahnenfuß (Ranunculus alpestris) hängt kopfüber aus der Wand.


Die Kugelorchis (Traunsteiner globosa) und die Gymnadenien waren vor ein paar Tagen erst am Aufblühen. 02.07.2023


Kaum schmilzt der Schnee, drängen Frühlingskrokus (Gentiana verna) und Soldanellen ans Licht.

Und wenige Meter weiter blüht die erste Alpenrose (Rhododendron ferrugineum). Das Spannende an der alpinen Flora ist, dass wir mit wenigen Schritten vom Vorfrühling in Richtung Sommer wandern können, je nach Höhenlage und Sonnen-Exposition, Geländeform und Untergrund.

Im Allgäu bewegen wir uns vorwiegend im Kalkgebiet, aber Flyschberge wie das Fellhorn zeigen uns kalkmeidende Pflanzen wie die Rostrote Alpenrose (Rhododendron ferrugineum) mit ihren rostfarbenen Blattunterseiten oder den Stängellosen Enzian (Gentiana acaulis = kochiana), der sich durch die olivgrünen Flecken im Kelch vom kalkliebenden Clusius-Enzian unterscheidet.

Ein paar Eindrücke in der Bildergalerie. Auch Hund Airy hat den Ausflug genossen: er liebt die letzten Schneefelder. 25. 06. 2023






