Wandern und Schauen: Jeder Tag bringt Neues

Schuppenwurz (Lathraea squamaria)

Der Frühling ist eine spannende Jahreszeit. Jeden Tag gibt es Neues zu entdecken: gestern war es die Schuppenwurz (Lathraea squamaria), die sich aus dem alten Laub schiebt (Handyfoto, man siehts an der Qualität).

An Südhängen fangen Löwenzahn (Taraxacum officinale – ich ignoriere mal die Vielzahl der Unterteilungen, die inzwischen gemacht werden) und Wiesen-Schaumkraut (Cardamine pratensis) zu blühen an, an kühlen Wegrändern leuchtet noch der Huflattich (Tussilago farfara).

An Sonnentagen öffnet sich der Krokus (Crocus vernus/albiflorus) und besondere Freude bereiten mir die Veilchen:

Rauhaariges Veilchen (Viola hirta)
Duftendes Veilchen (Viola odorata)

Die frühesten waren rauhaariges (Viola hirta) und duftendes Veilchen (Viola odorata), jetzt kommen das Wald-Veilchen (Viola reichenbachiana) und das Hain-Veilchen (Viola riviana) dazu.

Waldveilchen (Viola reichenbachiana)
Hain-Veilchen (Viola riviana)

Die letzten beiden wachsen am lichten Waldweg gegenüber, die Unterschiede bei Blütenfarbe und Sporn sind mir erst auf den Fotos aufgefallen. Auch Buschwindröschen (Anemone nemorosa) und Scharbockskraut (Ranunculus ficaria) stehen in voller Blüte, ebenso wie der Gundermann (Glechoma hederacea).

Zu jeder Jahreszeit prachtvoll: die alte Eiche. 11. 04. 2025

Wandern und Schauen: 11. Januar AHO-Vortrag – Naturschönheiten der USA

Auch im neuen Jahr gibt es wieder unsere spannenden Foto-Vorträge über Orchideen und andere Kostbarkeiten der Natur. Der Arbeitskreis Heimische Orchideen, Regionalgruppe Allgäu lädt am 11. Januar 2025 nach Bad Hindelang ein. Unser Mitglied Eugen Schaub zeigt eindrucksvolle Bilder von einer Reise in die USA. Gäste sind wie immer willkommen. Wir treffen uns am Samstag 11. Januar um 14 Uhr im Hotel Prinz-Luitpold-Bad, der Vortrag beginnt um 14.30 Uhr.

Wandern und Schauen: Wunderbarer Winterspaziergang – wunderbare Momente 2025

Ich wünsche Euch allen 2025 möglichst viele wunderbare Momente und so viel Spaß, wie Hund Airy im Schnee hat!

Wandern und Schauen: 7. 12. Orchideen-Vortrag

Nach Skandinavien führte eine Exkursion im Sommer dieses Jahres, über die Manfred Sailer am Samstag, 07. Dezember 2024 im Arbeitskreis Heimische Orchideen in Bad Hindelang berichtet. Denn nur im Norden wächst eine besonders prächtige Orchidee, die Norne. Der deutsche Name erinnert an die nordischen Schicksalsgöttinnen, der botanische Name Calypso bulbosa an eine Nymphe aus der griechischen Mythologie, die Odysseus gefangen hielt. Die geheimnisvolle Pflanze steht im Mittelpunkt des Fotovortrags, zu dem auch Nicht-Mitglieder willkommen sind. Wir treffen uns um 14 Uhr im Hotel Prinz-Luitpold-Bad, der Vortrag beginnt um 14.30 Uhr.

Wandern und Schauen: Ein Hauch von Winter

Es ist immer wieder zauberhaft: ein paar Schneeflocken oder der Raureif verwandeln Garten und Natur in eine Märchenlandschaft.

Hund Airy findet den Schnee immer extra spannend.

Im Tal war die weiße Pracht aber nur von kurzer Dauer, die Sonne ließ sie schnell verschwinden. Dafür freuen wir uns im Spätherbst an den letzten Farbtupfern in den Wiesen, ein Greiskraut (Jacobea sp.) und ein Schlüsselblümchen (Primula eliator) als verfrühter Frühlingsbote. 14. 11. 2024

Wandern und Schauen: Mit der Kamera auf der Seiser Alm – Vortrag 9.11.24

Um die artenreiche Flora der Dolomiten geht es in einem Foto-Vortrag, zu dem der Arbeitskreis Heimische Orchideen, Regionalgruppe Allgäu am 9. November 2024 in Bad Hindelang einlädt. Mit Wilhelm Späth wandern wir durch das Blumenmeer auf der Seiser Alm, die mit ihren Almwiesen, Heiden, Quellsümpfen und Dolomit-Felsen rund 790 Pflanzenarten beherbergt. Der ursprünglich vorgesehene Vortrag über die Berger Grube musste abgesagt werden. AHO-Mitglied Wilhelm Späth konnte kurzfristig einspringen. Wir treffen uns um 14 Uhr im Hotel Prinz-Luitpold-Bad, Vortragsbeginn 14.30 Uhr. Naturbegeisterte Gäste sind stets willkommen!

Wandern und Schauen: Herbstboten

Herbstzeitlose (Colchicum autumnale)

Kaum sind die Streuwiesen gemäht, zeigen sich die Herbstboten: Herbstzeitlose (Colchicum autumnale). Sie sind wirklich aus der Zeit gefallen mit der Blüte im Herbst und der Frucht im Frühjahr. 20. 09. 2024

Wandern und Schauen: Nach dem Unwetter

Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell ein sonst harmlos erscheinender Bergbach die Landschaft verändern kann. An einer kleinen Brücke am Wanderweg stutze ich: vor wenigen Tagen war der Bach hier noch metertief eingegraben, jetzt ist er bis an den Weg aufgeschottert. Und offenbar hat ein Bagger bereits den Weg frei geräumt und auch im Bachbett wieder eine schmale Rinne geschaffen, um das Wasser in sein altes Bett zurück zu leiten: Schotter auf den angrenzenden Weideflächen zeigt, wie stark der Bach ausgeufert war.

Jetzt ist er wieder ein kleines Rinnsal, aus dem der Hund ungefährdet saufen kann.

Aber auch weiter oben zeigt sich, welche gewaltigen Schuttmengen, vermischt mit Wurzeln und Baumstämmen das Wasser transportiert hat: es muss ein ordentliches Getöse gewesen sein.

Offenbar war es eines der letzten heftigen Gewitter, das den Bach derart anschwellen ließ – hier in den Bergen nicht ungewöhnlich, aber es scheint, dass solche Starkregen-Ereignisse zunehmen. Die Natur – und auch wir Menschen – müssen damit zurechtkommen.

Auch die Bäume sind am Steilhang Überlebenskünstler: was direkt auf dem Fels wachsen will, muss seine Wurzeln tief hinunter strecken und gut verankern. 04. 08. 2024

Wandern und Schauen: Sonnendurchflutet

Wilde Karde (Dipsacus fullonum)

In den letzten Tagen herrschte endlich ideales Wanderwetter: nicht zu heiß, nicht mehr so gewittrig schwül wie zuvor und weniger Regentage. Je nach Höhenlage blüht es noch wunderbar.

Die Fotos sprechen für sich: ein paar botanische Fundstücke aus dem Allgäu zwischen Schwarzem Grat und Imberger Horn. 26. 07. 2024

Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea)
Perücken-Flockenblume (Centaurea pseudophrygia)
Türkenbund (Lilium martagon)
Türkenbund (Lilium martagon) helle Version
Mücken-Händelwurz (Gymnadenia conopsea)
Dichtblütige Händelwurz (Gymnadenia densiflora)
Alpen-Milchlattich (Cicerbita alpina)
Alpen-Milchlattich (Cicerbita alpina) in Weiß
Roter Fingerhut (Digitalis purpurea)
Wolfs-Eisenhut (Aconitum vulparia)
Wald-Wicke (Vicia sylvatica)

Wandern und Schauen: Ein Orchideen-Highlight und mehr

Honigorchis (Herminium monorchis)

Das Herminium, auch Honigorchis (Herminium monorchis) zu finden hat mich besonders gefreut, dank des Tipps eines anderen Orchideen-Freundes. Die kleine Orchidee fällt durch ihre Farbe in der Wiese auf.

Ein weiteres Highlight der letzten Tage war die Alpen-Haarbinse (Trichophorum alpinum).

Alpen-Haarbinse (Trichophorum alpinum)

Auch weitere Orchideen stehen gerade in voller Blüte, das Fuchs-Knabenkraut (Dactylorhiza fuchsii), die Mücken-Händelwurz (Gymnadenia conopsea) und die Sumpf-Ständelwurz (Epipactis palustris).

Fuchs-Knabenkraut (Dactylorhiza fuchsii)
Bergwiese mit Mücken-Händelwurz (Gymnadenia conopsea) und Sumpf-Ständelwurz (Epipactis palustris)

Nicht selten, aber immer wieder hübsch ist die Kuckucks-Lichtnelke (Silene flos-cuculi).

Kuckucks-Lichtnelke (Silene flos-cuculi)

Der Kreuz-Enzian (Gentiana cruciata) will auch bald blühen und an einer Steinmauer huscht eine Berg- oder Moor-Eidechse (Lacerta vivipara) vorbei. Der lateinische Name deutet darauf hin, dass sie lebende Junge zur Welt bringt.

Kreuz-Enzian (Gentiana cruciata)
Berg- oder Moor-Eidechse (Lacerta vivipara)

Kein Blattgrün braucht die Zierliche Sommerwurz (Orobanche gracilis), sie ist ein Wurzelparasit auf Kleearten.

Zierliche Sommerwurz (Orobanche gracilis)

Eindrucksvoll schiebt sich Jahr für Jahr der Japanische Staudenknöterich (Reynoutria japonica) in die Höhe. Ein alter Allgäuer hat mir erzählt, dass man ihn früher rund um Freibäder gepflanzt hat, um die badenden Damen vor neugierigen Blicken zu schützen. Heute ist die Ausbreitungstendenz des ehemaligen Sittenwächters eher unerwünscht.

Japanischer Staudenknöterich (Reynoutria japonica)

Übrigens: die Allgäuer Älpler gehen mit der Zeit: der Weidezaun wird mit Solar-Energie betrieben. 06. 07. 2024