Garten am Alpenrand: Tränendes Herz triumphiert über Tulpen

Gerade noch haben die Tulpen den Garten dominiert, da setzt sich das tränende Herz darüber.

Ein paar Regentage im April ließen das Wachstum geradezu explodieren, obwohl der Regen nicht ausgereicht hat, um den Boden tief zu durchfeuchten. Die Wassertonnen hinter dem Hochbeet mit „Frühbeet“ sind noch längst nicht gefüllt.

Frühbeet

Der Apfelbaum Jakob Fischer beschenkt uns und seine fliegenden Besucher mit einer Überfülle an Blüten, während die anderen Apfelbäume sich noch Zeit lassen.

Die Schlüsselblumen haben die Helligkeit unter den noch blattlosen Bäumen zur Blüte genutzt, sie werden allerdings vom Bärlauch bedrängt, dem sein angestammtes Beet zu eng geworden ist.

Durchsetzungskraft zeigt auch der Günsel, der im hinteren, kühlen Gartenteil mit hellem Blau vor dunklem Laub brilliert. Ich mag auch die filigranen Blütensterne des Fieberklees, der sich den Gartenteich mit Iris und Bergmolchen teilt.

Noch im Verblühen prächtig ist die Lenzrose, der üppige schon einige Jahre alte Stock ebenso wie die im letzten Jahr neu gesetzte dunkle Variante. 02. 05. 2025

Garten am Alpenrand: Zwischen Schnee und Regen

Eigentlich wollten die ersten Pfingstrosen pünktlich zu Pfingsten blühen, aber es war zu kalt und zu nass. Erst seit zwei Tagen hat die erste Pfingstrose ihre Blüte geöffnet, und zahlreiche weitere warten noch als prall gefüllte Kugeln.

Dieses Frühjahr gefällt nur dem Gras und den Schnecken: selbst im Hochbeet fressen sie die Radieschen an und haben erste zarte Blättchen von Spinat und Zwiebellauch ratzekahl vernichtet. Selbst die wunderschön blühenden dicken Bohnen sind nicht vor ihnen sicher.

Die heute geerntete allererste Erdbeere: angefressen! Es ist ein Trauerspiel!

Auch die Tomaten legen eine lange Wachstumspause ein und warten auf Sonne und Wärme, stattdessen gab es auf den Bergen nochmal ordentlich Neuschnee.

Zum Glück wachsen schneckenresistente Pflanzen in den Blumenbeeten. Das wunderbare Farbenspiel der Akeleien neigt sich dem Ende zu.

Das vom Aprilschnee geknickte Tränende Herz hat noch einmal ein paar Blüten getrieben und am Gartenhaus öffnet sich die Clematis.

Von Bienen und Wildbienen umschwärmt werden Salbei und Himbeeren, die reiche Ernte versprechen, wenn es endlich aufhört zu regnen.

Unbeeindruckt vom Wetter zeigen sich Wildpflanzen wie Günsel (Ajuga reptans), Berg-Flockenblume (Centaurea montana) und orangerotes Habichtskraut (Pilosella aurantiaca). Sie alle sind hart im Nehmen. 10. 06. 2024

Garten am Alpenrand: Malerische Kontraste

Der April sorgt für malerische Kontraste: Rosa Blüten im weißen Garten, rote Tulpen mit Sahnehäubchen und zartrosa Apfelblüten, die im Weiß fast verschwinden. Das Tränende Herz hat allerdings unter dem Wintereinbruch stark gelitten, zahlreiche üppig mit Blüten geschmückte Stängel sind unter der Schneelast umgeknickt.

Dagegen sind die Tulpen hart im Nehmen, mit dem ersten Sonnenstrahl richten sie sich wieder auf. Das Foto stammt allerdings aus den vorherigen Sonnentagen.

Ich fürchte um die Obsternte, wobei der Schnee wohl weniger schadet als die frostigen Nachttemperaturen.

Die ersten Aussaaten sind im „Frühbeet“ gut geschützt. Dort warten Radieschen und ausgerechnet Eiszapfen auf wärmere Zeiten. 19. 04. 2024

Garten am Alpenrand: Es sprießt allerorten

Tränendes Herz

Es sprießt allenthalben im Garten. Besonders apart finde ich das Tränende Herz. Gestern war es allerdings weiß überzuckert, der Winter hat sich noch nicht ganz verabschiedet, heute weht ein eisiger Wind. Aber schon sind wieder zweistellige Plusgrade vorhergesagt. Zu den frühesten Blühern gehört die Lenzrose (Helleborus x orientalis „Prince Picotee“), die jedes Jahr kräftiger und prächtiger wird.

Lenzrose (Helleborus x orientalis „Prince picotee“)

Die Schneeglöckchen haben sich ordentlich ausgebreitet und sind schon wieder am Verblühen. Dafür regt sich allenthalben der Krokus. Auch der Bärlauch treibt mit Macht aus.

Damit die zarten Blüten und frischen Blätter Platz bekommen, ist jetzt Aufräumen angesagt. Ich hatte die Stängel und Blüten- bzw. Fruchtstände der Stauden im Herbst für Vögel und Insekten stehen gelassen, aber jetzt wird nach und nach abgeschnitten, was den frischen Aufwuchs stört.

Auch in den Hochbeeten fülle ich Erde und Kompost nach, aber für Aussaaten ist es noch zu früh. 07.03.2024

Garten am Alpenrand: Endlich fliegen die Bienen

Berg-Flockenblume (Centaurea montana) mit Biene

Die Honigbienen fliegen wieder im Garten. In den letzten Wochen haben sie sich rar gemacht, es war zu kalt. Zum Glück waren die Hummeln und einige Wildbienen und Fliegen schon fleißig, so dass die frühen Apfelsorten hoffentlich gut befruchtet sind. Die späten Sorten wie „Prinz Albrecht von Preußen“ und „Geheimrat von Oldenburg“ blühen noch und auch die Erdbeeren warten auf Bestäuber.

Apfelblüte
Botanische Wildtulpe „Lilac Wonder“

Die letzten Tulpen haben die Kelche geöffnet, darunter die aparte botanische Wildtulpe „Lilac Wonder“. Leider sind von zehn Zwiebeln nur drei zur Blüte gekommen. Ebenfalls neu gesetzt und schon ein Insekten-Magnet ist der Zierlauch „Purple Sensation“.

Zierlauch „Purple Sensation“
Blattwespe aus der Familie Tenthredinidae

Ein unbekanntes Insekt im Blumenbeet entpuppte sich als Echte Blattwespe aus der Familie Tenthredinidae, vielleicht eine Monostegia abdominalis. Danke Jeffrey Anax und Otto Schreiber für die Bestimmung. Die Futterpflanze, ein Pfennigkraut (Lysomachia nummularia) wächst jedenfalls in der Nähe. Die Kälte in April und Mai hat im Garten eine Wachstumspause gebracht, bei den Radieschen im Hochbeet ebenso wie bei den Rosen und den Stauden.

Hochbeet Ende Mai
Flieder (Syringa vulgaris)

Immerhin konnte ich heute das allererste Radieschen ernten! Senfblatt, Dill und roter Rucola säen sich im Hochbeet jedes Jahr von selbst aus, was ich praktisch finde. Was zu dicht wächst, wird aufgegessen. Die Pfingstrosenknospen sind noch winzig und der Flieder möchte endlich blühen.

Tränendes Herz
Akelei

Unbeeindruckt vom Wetter ist die Akelei in den letzten Tagen in die Höhe geschossen und das Tränende Herz zeigt sich nach einem frühen Frostschaden in voller Blüte. Robust wie immer blühen die wilden Gartenbewohner wie die rote Lichtnelke (Silene dioica). 29. 05. 2021

Rote Lichtnelke (Silene dioica)

Garten am Alpenrand: Eisheilige Ade!

 

Aufatmen im Garten: die heuer wirklich eisigen Eisheiligen sind ohne größere Schäden vorbei gegangen. Das Tränende Herz hat Kälte und Schnee gut überstanden und steht immer noch in voller Pracht. Beim Polsterphlox mag ich die rosa-weiße Sorte besonders gern. Als erste Akelei hat eine niedrige, weiße Pflanze die Blüten geöffnet, die höheren Sorten lassen sich noch Zeit. Einige Apfelbäume blühen noch und allerletzte Tulpen.

 

Wunderschön zeigt sich wieder der Fieberklee im kleinen Gartenteich. Und dem Hopfen kann man beim Klettern zuschauen. Besonders lebendig präsentieren sich die wilden Gartenecken: da blühen Löwenzahn und Rote Lichtnelke um die Wette und der Günsel wählt im kühlen und feuchten Gartenteil dunkle Farbtöne, auch bei den Blättern.

 

 

Das Vergissmeinnicht überrascht mich alljährlich mit neuen Standorten, es wandert offenbar gern. Die Knoblauchrauke wuchert am Zaun und das Lungenkraut verzaubert mit bunten Blüten und Blättern. In den Hochbeeten tut sich noch fast nichts. Die Kälte hat die Entwicklung von Radieschen und Co. ausgebremst. 18.05.2019

 

Garten am Alpenrand: Noch einmal Tulpen

 

Noch einmal Tulpen, bevor die Pracht vorbei ist. Tagelang hieß es: wegen Regen und Kälte geschlossen. Bei Temperaturen zwischen zwei und fünf Grad legte das Wachstum im Garten eine Pause ein. Der Regen war dringend notwendig, es hätte noch mehr sein können. Aber kaum scheint die Sonne, öffnen sich alle Blüten und die Bienen fliegen wieder.

 

 

Während das Tränende Herz in voller Pracht da steht, ist bei den Tulpen das Ende abzusehen. Ich genieße die letzten Tage. 1. 05. 2019

 

 

Garten am Alpenrand: erste Veilchen duften

 

Ich liebe die ersten Veilchen: ihr Blau und vor allem ihr Duft wecken ein Hochgefühl wie kaum eine andere Blüte. Und ihr Name klingt wie Musik: Viola odorata. Dabei bietet der Garten jeden Tag Grund zur Freude. Der letzte Krokus leuchtet in tiefem Violett. Die Primeln haben ein kleines Stück braune Wiese über Nacht in ein Farbenmeer verwandelt, es sieht aus, als hätte sich die wilden Schlüsselblumen mit den Gartenprimeln gepaart.

 

Die ersten kleinen Narzissen blühen, sie sind immer früher dran als ihre großen Geschwister, und ich habe einen winzigen Ehrenpreis entdeckt.

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Das Tränendes Herz schiebt sich besonders anmutig aus dem Boden und erste Blausternchen tanzen im Wind.

 

Frühlingsgefühle auch im Tierreich: im Gartenteich ist heute der erste Bergmolch aufgetaucht, ein Männchen, wie der typische Kamm zeigt und im Scharbockkraut haben sich zwei metallisch-blaue Käfer gefunden – weiß jemand, was für Käfer es sind? Besonders häufig sehe ich sie sonst auf der Pfefferminze, aber die hat noch nicht ausgetrieben. Auch Hund Airy tobt wie ein Wilder durch den Garten oder geht seinem Lieblingssport nach: Hürdenspringen (Foto unter „Hund und Katze“). 31. 03. 2019

 

Garten am Alpenrand: es sprießt überall

 

Im Garten ist jetzt das große Aufräumen angesagt: die Staudenstängel, die im Herbst für Vögel und Insekten stehenbleiben durften, werden jetzt zurückgeschnitten und überall türmen sich die Haufen, die für den Kompost zerkleinert werden müssen. Und es sprießt in allen Ecken: der Bärlauch schießt aus dem Boden und scheint jeden Tag mindestens einen Zentimeter zu wachsen. Die roten Kugeln entpuppen sich als Rhabarberknospen.

 

Im Hochbeet muss Erde aufgefüllt werden, aber die Winterheckenzwiebeln kommen schon kräftig. In den Blumenbeeten schieben sich Phlox und Tränendes Herz aus der Erde und die ersten Primeln blühen.

 

Und auch die Wildkräuter sind schon da: Scharbockskraut, Knoblauchrauke und natürlich der Löwenzahn. Bei den Aufräum-Arbeiten zeigt sich, dass wieder schwierige Entscheidungen anstehen: Das Johanniskraut breitet sich im Gemüsebeet aus, wo später Bohnen und Erbsen wachsen sollen, auch Nelkenwurz und kriechender Hahnenfuß zeigen sich ausbreitungsfreudig und müssen in die Schranken gewiesen bzw. auf die wilden Ecken beschränkt werden. Ich mag ja jedes Pflänzchen, aber nicht überall. 24. 03. 2019. Einen Tag später: wieder eisige Temperaturen und im Garten wirbeln weiße Flocken.