Airy war schon als Welpe begeistert vom Schnee. Nach dem Toben folgt die verdiente Ruhe auf der warmen Wolldecke. Aber er riskiert schon wieder ein Auge, da sitzt der Schalk im Nacken: vielleicht könnte man mit Kätzchen Maya die alten Zeitungen „lesen“ und dabei auseinandernehmen oder gemeinsam am Fußabstreifer nagen – schließlich soll es Frauchen nicht langweilig werden. Und langweilig war es in den letzten fünf Jahren wirklich nie! 04. 02. 2023
Ein erster Skifahrer war schon unterwegs. Und wir stapfen den Weg weiter aus. So macht Winter Spaß: Man sieht es Airy an, wie gern er im Schnee wühlt und sich in der weißen Pracht wälzt!
Auch die Landschaft hat sich verwandelt: weiche Konturen, harte Kontraste. Und wenn dann trotz tiefhängender Wolken noch ein Sonnenstrahl durchkommt – Was will Winterwanderer mehr!
Nur für Airy folgt ein dickes Ende: die Dusche zuhause, um die Schneebollen schnell wieder los zu werden. Zum Glück ist es nur bei Neuschnee so schlimm. Dann müssen wir umkehren, bevor das Fell durchnässt ist. Wenn der Schnee erst einmal durchgefroren ist, klebt er nicht mehr so im Fell fest und wir können wieder länger laufen. 22.01.2023
Im Winter, wenn es in Garten und Balkon keine frischen Kräuter gibt, mache ich einen frischen und pikanten Apfel-Ingwer-Kurkuma-Dip zu Fondue, Fisch oder Räucherlachs. Passt auch zu Kartoffel- oder Gemüse-Puffern:
1 Becher Natur-Joghurt (150 g),
½ Apfel
Ca. 2 cm Ingwer
Prise Kräutersalz
1 Teel. Balsamico weiß
½ Teel. Fichtenlatwerge (oder Prise Zucker oder Apfel-Gelee)
1 Teel. Senf (eigener Quittensenf)
½ Teel. Kurkuma (gemahlen)
1-2 Eßl. Olivenöl (gerne Zitronen-Olivenöl)
Apfel und Ingwer in sehr kleine Würfel schneiden, mit dem Joghurt verrühren und die anderen Zutaten darunter rühren.
Die Mengenangaben können je nach Geschmack variiert werden. Ich mag auch die Kombination mit Bratkartoffeln und Räucherlachs.
In Talnähe ist nur ein Hauch von Winter angekommen. Wohl nur vorübergehend, denn für die nächsten Tage ist Regen angekündigt.
Zumindest die Berge leuchten in frischem Weiß, wenn sie sich mal zeigen zwischen den tiefhängenden Wolken. Trotzdem ist es ideales Wanderwetter, denn die Wege sind zumindest in tieferen Lagen nicht vereist und gut zu begehen.
Und die kleinen Schneehauben auf Moos und Nagelfluh-Gestein schaffen Kontraste.
Der Borkenkäfer hat ein Relief in ein Stück Rinde gezeichnet: Kunst in der Natur, schön und zerstörerisch, denn der betroffene Baum ist dem Käfer zum Opfer gefallen.
Zerstörerisch und bewundernswert zugleich ist auch den Biber am Werk, selbst am kleinsten Wiesenbach, der im Sommer kaum Wasser führt. Wo der Schnee fehlt, leuchtet das Weiß der Birkenstämme. 10. 01. 2023
Ich habe für dieses Jahr für Freunde einen Kalender mit Fotos von Airy und Maya gestaltet. Vielleicht machen sie Euch auch Spaß. Hier die beiden Januarbilder, die Vierbeiner noch als Welpen. Beide kamen im Januar vor fünf Jahren zu mir. Die Zeit vergeht!!! 02. 01. 2023
Der Schnee hat nur noch schmierige Wege und Feuchtigkeit hinterlassen. Aber die Nässe zeichnet die Strukturen von Moderholz und Moos um so deutlicher. Da musste ich stehenbleiben und fotografieren.
Sind das Schleimpilze in Schwarz und Weiß? „Naturaufdembalkon“ weiß es vielleicht. Schleimig genug sehen sie jedenfalls aus. Auch andere Pilze beteiligen sich an der Zersetzungsarbeit oder nutzen Schwachstellen am Baum.
Stark zeigt sich eine junge Fichte, die sich auf einem Nagelfluh-Felsen angesiedelt hat und ihre Wurzeln tief nach unten schicken muss. Andere Fichten sind Schnee- oder Windbruch zum Opfer gefallen und strecken ihre Wurzelteller in die Höhe.
An einer kleinen Quelle haben Gläubige eine Mariengrotte errichtet. Mit den dort niedergelegten Steinen wünsche ich allen Freunden ein gutes neues Jahr – und einen wachen Blick für die Kostbarkeiten am Wegesrand. 30. 12. 2022.
Der erste Schritt morgens im Garten, ein Atemzug, ein Schnuppern: Schneeluft. Die Luft ist kühl und irgendwie besonders klar, und auch, wenn die Berge sich noch in Wolken hüllen, ist es eindeutig: in der Höhe hat es geschneit.
Als die Wolken aufreißen, bestätigt sich: die Gipfel sind weiß.
Allgäuer Braunvieh, Jungvieh
Unten steht noch das Jungvieh auf der Weide, oben ist schon Winter. Also nichts wie hinauf: auf gut 2000 Meter Höhe auf dem Nebelhorn können wir durch den Schnee stapfen. Kinder haben einen ersten Schneemann gebaut und rutschen auf dem Hosenboden einen kleinen Abhang herunter und Hund Airy macht es ihnen nach.
Hund Airy, Amerikanischer Zwerg-Schnauzer, mit Maulkorb
Airy ist zwar irritiert, weil er in der Bergbahn einen Maulkorb tragen muss, aber über seiner Begeisterung im Schnee ist das lästige Ding schnell vergessen. Er wälzt sich mit sichtlichem Vergnügen im kalten Weiß.
Uns Zweibeiner beeindruckt die großartige Aussicht, ein Rundum-Panorama, Gipfel an Gipfel in harten Schwarz-Grau-Weiß-Konturen mit einem Hauch von Himmelblau. Ein vergänglicher Anblick, denn der September-Schnee wird wohl bald wieder verschwinden und warmen Herbstfarben Platz machen. 23. 09. 2022