Hund und Katze

Wandern und Schauen: Orchideen-Highlights – Unterwegs mit dem AHO

Manns-Knabenkraut (Orchis mascula)

Vom Manns-Knabenkraut (Orchis mascula) bis zur Hohlzunge (Coeloglossum viride) – es gab viel zu sehen bei der Exkursion mit dem Arbeitskreis Heimische Orchideen, Regionalgruppe Allgäu.

Hohlzunge (Coeloglossum viride)
Weißzüngel (Pseudorchis albida)

Highlights waren die winzige Fliegen-Ragwurz (Ophris insectifera), die gerade erst zu blühen beginnt und das Kohlröschen (Nigritella rhellicani), das nach Schokolade duftet.

Fliegen-Ragwurz (Ophris insectifera)
Schwarzes Kohlröschen (Nigritella rhellicani)

Manns-Knabenkraut (Orchis mascula)

Auf rund 1700 m Höhe blühen nicht nur die Orchideen: wer genau hinschaut, kann auf den Allgäuer Bergen auch die winzige Mondraute (Botrychia lunaria), die rosa Katzenpfötchen (Antennaria dioica) oder den Milchweißen Mannsschild (Androsace lactea) entdecken. 24. 06. 2024

Mondraute (Botrychium lunaria)
Katzenpfötchen (Antennaria dioica)
Milchweißer Mannsschild (Androsace lactea)

Wandern und Schauen: Botanische Wanderung 22. 06. 2024

Orchis mascula Foto: ma.bi

Zu einer Wanderung zu Manns-Knabenkraut (Orchis mascula) und Hohlzunge lädt der Arbeitskreis Heimische Orchideen, Regionalgruppe Allgäu am Samstag, 22. Juni auf den Breitenberg bei Pfronten. Bei der botanischen Wanderung geht es auch um die Vielzahl der anderen Alpenpflanzen, die gerade in der Höhenlage zwischen 1600 und 1800 m zu entdecken sind wie Katzenpfötchen (Antennaria dioica) und Frühlings-Enzian (Gentiana verna). Mit der Breitenbergbahn geht es hinauf zu üppig blühenden Bergwiesen. Für das folgende Steilstück kann bei Bedarf der Sessellift benutzt werden. Bergbahnkosten müssen selbst getragen werden, die Führung ist kostenlos. Bergausrüstung mit passendem Schuhwerk ist erforderlich. Über eine Einkehr wird vor Ort entschieden, ein Getränk und evtl. eine kleine Brotzeit sollten mitgenommen werden. Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr. Nicht-Mitglieder sind willkommen. Eine Anmeldung unter Tel. 0157 56300373 ist empfehlenswert. Treffpunkt 10 Uhr an der Talstation der Breitenbergbahn. Bei schlechtem Wetter entfällt die Tour ersatzlos. 19.06. 2024

Garten am Alpenrand: Zwischen Schnee und Regen

Eigentlich wollten die ersten Pfingstrosen pünktlich zu Pfingsten blühen, aber es war zu kalt und zu nass. Erst seit zwei Tagen hat die erste Pfingstrose ihre Blüte geöffnet, und zahlreiche weitere warten noch als prall gefüllte Kugeln.

Dieses Frühjahr gefällt nur dem Gras und den Schnecken: selbst im Hochbeet fressen sie die Radieschen an und haben erste zarte Blättchen von Spinat und Zwiebellauch ratzekahl vernichtet. Selbst die wunderschön blühenden dicken Bohnen sind nicht vor ihnen sicher.

Die heute geerntete allererste Erdbeere: angefressen! Es ist ein Trauerspiel!

Auch die Tomaten legen eine lange Wachstumspause ein und warten auf Sonne und Wärme, stattdessen gab es auf den Bergen nochmal ordentlich Neuschnee.

Zum Glück wachsen schneckenresistente Pflanzen in den Blumenbeeten. Das wunderbare Farbenspiel der Akeleien neigt sich dem Ende zu.

Das vom Aprilschnee geknickte Tränende Herz hat noch einmal ein paar Blüten getrieben und am Gartenhaus öffnet sich die Clematis.

Von Bienen und Wildbienen umschwärmt werden Salbei und Himbeeren, die reiche Ernte versprechen, wenn es endlich aufhört zu regnen.

Unbeeindruckt vom Wetter zeigen sich Wildpflanzen wie Günsel (Ajuga reptans), Berg-Flockenblume (Centaurea montana) und orangerotes Habichtskraut (Pilosella aurantiaca). Sie alle sind hart im Nehmen. 10. 06. 2024

Garten am Alpenrand: Malerische Kontraste

Der April sorgt für malerische Kontraste: Rosa Blüten im weißen Garten, rote Tulpen mit Sahnehäubchen und zartrosa Apfelblüten, die im Weiß fast verschwinden. Das Tränende Herz hat allerdings unter dem Wintereinbruch stark gelitten, zahlreiche üppig mit Blüten geschmückte Stängel sind unter der Schneelast umgeknickt.

Dagegen sind die Tulpen hart im Nehmen, mit dem ersten Sonnenstrahl richten sie sich wieder auf. Das Foto stammt allerdings aus den vorherigen Sonnentagen.

Ich fürchte um die Obsternte, wobei der Schnee wohl weniger schadet als die frostigen Nachttemperaturen.

Die ersten Aussaaten sind im „Frühbeet“ gut geschützt. Dort warten Radieschen und ausgerechnet Eiszapfen auf wärmere Zeiten. 19. 04. 2024

Wandern und Schauen – Botanik-Buch

Info für alle Botanik-Freunde: Die Bayerische Botanische Gesellschaft hat gerade mitgeteilt, das die 3-bändige „Flora von Bayern“ im Herbst im Haupt-Verlag Bern erscheinen wird. Vorausinfo dort. Ich freue mich schon darauf! (Foto nicht aus dem Buch sondern von mir)

Garten am Alpenrand: Zwischen Winter und Frühling

So sah es vor zwei Tagen im Garten aus. Und heute boten sich diese Bilder:

Zum Glück sind die meisten Frühlingsblüher hart im Nehmen. Die Schlüsselblumen (Primula eliator) werden auch nach dem Schnee unter den Obstbäumen stehen.

Schlüsselblume (Primula eliator)

Laut Flora germanica treten zwischen Primula eliator und „Gartenprimeln“ verschiedene Rückkreuzungen mit allen möglichen Farbübergängen auf, was sich im vorderen Gartenteil gut beobachten lässt. Dort setze ich gern die gekauften und geschenkten Pflanzen ein, die in den nächsten Jahren meistens wieder blühen, allerdings in oft überraschenden Farbtönen.

Die kleinen Narzissen-Arten stehen schon in voller Blüte. Das merkwürdige Gebilde auf einem Narzissenkelch gibt mir Rätsel auf.

Unter dem Schnee verschwunden sind auch Krokus (Crocus chrysanthus „Ard Schenk) und Milchstern (Ornithogalum sp.).

Crocus chrysanthus „Ard Schenk“

Milchstern (Ornithogalum sp.)

Der Birnbaum (Clapps Liebling) hat schon dicke Blütenknospen, aber nach dem Kälteeinbruch wird er sich hoffentlich mit dem Blühen noch Zeit lassen. Für die Obstblüte ist es noch viel zu früh. 24. 03. 2024

Blütenknospe am Birnbaum „Clapps Liebling“

Wandern und Schauen: Zartviolett und weiß – der Krokus blüht

Weißer Krokus (Crocus vernus)

Vor ein paar Tagen war noch nichts zu sehen, doch plötzlich tauchen überall auf Bergwiesen und Weiden weiße und hellviolette Tupfer auf: der Frühlings-Krokus (Crocus vernus) schiebt seine zarten Blüten aus dem Boden. Hier auf 900 Meter Höhe ist er heuer zwei Wochen früher zu sehen als im Vorjahr. Der Frühlings-Krokus ist die einzige bei uns heimische Art, auch wenn einige weitere „botanische“ Krokusse verwildert vorkommen.

Weißer Krokus (Crocus vernus)

Zugleich künden verschiedene Gelbtöne vom Frühling: hellgelb die Schlüsselblume (Primula eliator), leuchtend gelb das Scharbockskraut (Ficaria verna = Ranunculus ficaria ssp. bulbifer) und am Bach die Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris).

Scharbockskraut (Ficaria verna)
Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris)

Unauffällig stehen vereinzelte Blausterne (Scilla sibirica) am Waldrand, wohl verwilderte Garten-Flüchtlinge. Kleine hellviolette Flecken bildet das rauhaarige Veilchen (Viola hirta). Auch dieses früh blühende Veilchen zeigt sich heuer gut zwei Wochen früher als im letzten Jahr. 19. 03. 2024

Blaustern (Scilla sibirica)
Rauhaariges Veilchen (Viola hirta)

Garten am Alpenrand: Es sprießt allerorten

Tränendes Herz

Es sprießt allenthalben im Garten. Besonders apart finde ich das Tränende Herz. Gestern war es allerdings weiß überzuckert, der Winter hat sich noch nicht ganz verabschiedet, heute weht ein eisiger Wind. Aber schon sind wieder zweistellige Plusgrade vorhergesagt. Zu den frühesten Blühern gehört die Lenzrose (Helleborus x orientalis „Prince Picotee“), die jedes Jahr kräftiger und prächtiger wird.

Lenzrose (Helleborus x orientalis „Prince picotee“)

Die Schneeglöckchen haben sich ordentlich ausgebreitet und sind schon wieder am Verblühen. Dafür regt sich allenthalben der Krokus. Auch der Bärlauch treibt mit Macht aus.

Damit die zarten Blüten und frischen Blätter Platz bekommen, ist jetzt Aufräumen angesagt. Ich hatte die Stängel und Blüten- bzw. Fruchtstände der Stauden im Herbst für Vögel und Insekten stehen gelassen, aber jetzt wird nach und nach abgeschnitten, was den frischen Aufwuchs stört.

Auch in den Hochbeeten fülle ich Erde und Kompost nach, aber für Aussaaten ist es noch zu früh. 07.03.2024