Seit Tage schneit es ununterbrochen, im Garten liegt der Schnee schon fast einen Meter hoch. Bäume und Pflanzen sind unter einer dicken weißen Decke verschwunden, weiße Kugeln und Buckel reihen sich aneinander wie sorgfältig geschnittener Buchs. Der Anblick wird von Tag zu Tag fremder und malerischer.
Die Amseln und andere gefiederte Gäste sind froh, dass noch Äpfel und Hagebutten an den Ästen hängen, alles wird sofort angepickt.
Ein Maschendrahtzaun bildete gestern noch ein apartes Muster im Schnee, heute ist er nicht mehr zu sehen. Die Moose und Flechten auf dem alten Zwetschgenbaum und die immergrüne Brombeere (Thornless Evergreen) setzen seltene grüne Akzente im Weiß.
Ein Wintertraum zum Anschauen – ein Alptraum zum Schneeräumen: Die Apfelbäume habe ich heute zum Teil vom Schnee befreit, damit die Äste nicht unter der Last brechen. Dazu musste ich mich erst einmal durch den Schnee kämpfen: die Trampelpfade für den Hund sind täglich neu zugeschneit und man versinkt bis weit über die Knie. Noch schlimmer ist es vor dem Haus: über Nacht sind die Autos schon wieder unter einer dicken, weißen Decke verschwunden, die Straßen werden immer enger, aber der Winterdienst funktioniert hier hervorragend: ein dickes Lob den Männern, die rundum die Uhr unterwegs sind, um die Straßen zu räumen und einen halbwegs normalen Verkehr zu gewährleisten. Das größere Problem ist es, Hauseingänge und Garagenvorplätze zu räumen, um überhaupt auf die geräumte Straße zu kommen, mehrmals täglich eine zeitraubende und kräftezehrende Arbeit. Aber wohin mit den weißen Massen? 10. 01. 2019