Wandern und Schauen: noch einmal Nagelfluh

 

Ein Steingarten zum Staunen: vom Mittag zur Alpe Oberberg 

Vom Mittag, dem Hausberg von Immenstadt im Allgäu, zum Bärenköpfle ist es ein gemütlicher Spaziergang. Wanderer, die die Nagelfluh-Kette überschreiten wollen, eilen schnell vorbei Richtung Steineberg. Wir sind diesmal nicht weit gekommen, weil es auf den Nagelfluh-Felsen am Wegrand viel zu sehen gibt. Die von der Natur geschaffenen Steingärten sind ein kleines Paradies. Da wächst würziger Thymian neben dem gelben Sonnenröschen (Helianthemum nummularium), dessen Knospen nickend herunterhängen, während sich die geöffneten Blüten der Sonne entgegenstrecken. Neben dem Silbermantel mit seinen silbrig glänzenden Blatträndern (wohl Alchemilla nitida, es gibt mehrere ähnliche Arten) streckt der Berg-Baldrian (Valeriana montana) seine schirmförmigen, zarten Blütenstände empor. Dazwischen kann man die kugelige Teufelskralle entdecken, ein Glockenblumen-Gewächs, während die zierliche Zwerg-Glockenblume (Campanula cochleariifolia) sich direkt an den Felsen klammert.

 

Auch heimische Orchideen sind zu entdecken, vereinzelt das Brandknabenkraut (Orchis ustulata) mit seinem fast schwarzen Köpfchen, das Fuchs-Knabenkraut (Dactylorhiza fuchsii) auch in einem fast weißen Exemplar und die grünliche Waldhyazinthe (Platanthera chloranta), neben der ein lebendgebärendes Alpen-Rispengras zu sehen ist. Anstelle von Samen fallen hier schon fertig ausgebildete kleine Pflanzen auf den Boden, die sofort anwachsen können – eine erstaunliche Anpassung an den kurzen alpinen Sommer.

 

Auf einer extensiv bewirtschafteten Bergweide leuchtet der Goldpippau. Auf den artenreichen Weiden grast das Milchvieh der Sennalpe Oberberg. Kenner schätzen neben dem weiten Panoramablick über Allgäuer Alpen und Illertal den würzigen alten Bergkäse, der hier ein bis zwei Jahre lagern darf, um sein volles Aroma zu entwickeln. Mancher staunt über die braunen Alpschweine im Freigehege, eine Kreuzung zweier alter Haustierrassen. Sie werden mit der Molke gefüttert, die beim Käsen anfällt, und entwickeln ein besonders aromatisches Fleisch.

 

Hund und Katze: was macht der Hund im Rucksack?

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Airy wird Bergsteiger

Airy ist zum ersten Mal mit dem Sessellift gefahren. Frauchen hat den Hund vorsichtshalber in den Rucksack gesteckt, um zu vermeiden, dass er auf dem Schoss herumzappelt. Der inzwischen sieben Monate alte Schnauzer war superbrav, aber vermutlich froh, als er wieder mit allen Vieren auf dem Boden stand. Auf der Wanderung erwies sich der kleine Rüde als furchtlos, schwindelfrei und trittsicher bis unterm „Gipfelkreuz“, ein echter Bergsteiger-Hund.

DSC01570Absturzgefahr bestand nicht, es war nur ein Mini-Gipfel. Eine Herausforderung bildete eine Kuhherde direkt auf dem Weg. Auch inmitten der Kühe war der kleine Hund superbrav – gezwungenermaßen, Frauchen ließ ihm keine Wahl. Die Menschen bestaunten die Bergblumen (demnächst unter „Wandern und Schauen“), dem Hund war die Botanik egal, dafür gab es spannende Gerüche. Einen Geruch mochte Frauchen allerdings gar nicht: statt Thymian und Sonnenröschen lag auf dem Felsen ein schwarzer Hunde-Kotbeutel. Den Wanderern fehlte offenbar die „Kacki-Box“, die Frauchen immer dabei hat, um Hunde-Hinterlassenschaften geruchssicher zu verstauen (Info bei Hundeschule Allgäu) – ein Ärgernis für uns nachfolgende Wanderer. Aber davon abgesehen war es eine erlebnisreiche und genussvolle Bergtour. 23. 6. 2018

 

 

Zehn Jahre Garten am Alpenrand: mein wilder Rambler

 

Mein wilder Rambler und andere wilde Rosen

Mitte Juni ist die Zeit meines wilden Ramblers: Terrasse und Balkon sind ein Blütenmeer und der zarte Duft von Pauls Himalayan Musk erfüllt die Luft, eine Züchtung von 1906, die noch viel Wildrosen-Charakter hat und dazu eine wahrhaft wilde Wuchskraft. Lange vor meiner Gartenzeit hatte ich einen begeisterten Artikel über diese Rose gelesen. Als ich sie in einer Gärtnerei entdeckte, habe ich sie kurzentschlossen mitgenommen. Am Haus war damals noch viel Platz für eine Kletterrose. Freilich ahnte ich noch nicht, wie viel Platz dieser Rambler braucht: die Rose wächst seit neun Jahren am Haus und hat längst zwei Etagen erobert, die längsten Triebe sind mehr als zehn Meter lang! Der Rambler hat kleine Blüten, blüht nur einmal im Frühjahr und leider nur kurz, aber mit einer überwältigenden Fülle. Ich liebe diese Rose! Obwohl ihr heuer der Regen und seit letztem Jahr auch der Mehltau zusetzen, blüht sie mir verschwenderischer Kraft. –  

 

Als ich den Garten übernahm, gab es nur eine Wildrose am Zaun. Da ich Wildrosen mag und damals gern mit kleinen Hagebutten experimentierte – süßsauer oder in Alkohol eingelegt eine feine Zutat zu Wildgerichten – wollte ich weitere Sorten im Garten ansiedeln: ich sammelte bei Spaziergängen Hagebutten und streute sie entlang des Zauns aus. Inzwischen sind mehrere Wildrosen zu stattlichen Büschen herangewachsen, Varianten von Hundsrose (Rosa canina) und eine vielblütige Rose (Rosa multiflora). Eine Hechtrose (Rosa glauca) und eine kleine Zuchtform der Rosa multiflora wurden dazu gekauft. Letztere blüht den ganzen Sommer, die übrigen Wildrosen sind bereits weitgehend verblüht. Dafür beginnt jetzt die Zeit der Zuchtrosen, die ich demnächst vorstelle. 18. 6. 2018

 

Wandern und Schauen im Lebensraum des Apollo-Falters

 

Hilfe für den Apollo-Falter

Um den Lebensraum des Apollo-Falters kümmert sich der Landschaftspflegeverband Oberallgäu-Kempten. Bei einer Wanderung im Gunzesrieder Tal wurde das Projekt vorgestellt. Die Nagelfluhkette zählt zu den letzten Lebensräumen des selten gewordenen Schmetterlings. Nagelfluh, auch „Herrgottsbeton“ genannt, ist ein Molasse-Gestein, das aus Flußkieseln zusammengebacken und im Zuge der Alpenfaltung angehoben wurde. Es bildet den Untergrund für eine besonders reichhaltige Alpenflora, die bei Wanderungen im Naturpark Nagelfluhkette zu finden ist. Zur Zeit blühen heimische Orchideen wie die Fuchs-Fingerwurz (Dactylorhiza fuchsii, früher geflecktes Knabenkraut), die weiße Waldhyazinthe (Platanthera bifolia) und das rote Waldvögelein (Cephalanthera rubra). Unser Ziel war eine steile, felsdurchsetzte Südwand. Nachdem die Beweidung durch Alpvieh wegen der Steilheit aufgegeben wurde, machten sich Bäume, Sträucher und vor allem der mächtige Adlerfarn breit.

 

Die Raupen des Roten Apollos ernähren sich ausschließlich vom weißen Mauerpfeffer (Sedum album), der auf warmem Gestein wachsen muss, also viel Sonne braucht. Um dem Apollo-Falter mehr Lebensraum zu sichern, müssen Bäume, Sträucher und Adlerfarn durch Schwenden und Mähen zurückgedrängt werden – eine im Steilhang äußerst mühsame Arbeit, die nicht nur dem seltenen Falter, sondern auch zahlreichen zarten Pflanzen zu Gute kommt, die unter dem dichten Farn keine Chance haben. Der Schmetterling ließ sich diesmal nicht blicken, aber wir freuten uns über artenreiche Blumenwiesen im flacheren Bereich mit Margeriten, Klappertopf und Herbstzeitlose, die nach der Blüte im Herbst jetzt Früchte gebildet hat. An freien Stellen im Steilhang ließ sich eine Blütenpracht mit Sonnenröschen, Bergklee, Wundklee, Alpenkreuzblume, Thymian und vielen anderen Bergbewohnern entdecken. 

 

Garten am Alpenrand: Regen riecht gut

 

Ich liebe den Geruch des Regens im Garten. Es duftet nach feuchter Erde und frischem Grasschnitt (gestern die Wege ausgemäht), darunter mischt sich ein leicht modriger Pilzgeruch, dann wieder ein frischer, lebendiger Luft-Hauch, der Mensch und Tier tief atmen lässt und Pflanzen, die sich unter der Wasserlast beugen, anregt, sich in frisch gewaschener Pracht aufzurichten.

 

Rose, Pfingstrose, Iris und Fingerhut schmücken sich mit diamant-glitzernden Tropfen und auch die Blüten der Winterheckenzwiebel, die skurrilen Ableger der Luftzwiebel und die Fruchtstände der Clematis alpina scheinen das frische Nass zu genießen. 1. 6. 2018

 

Hund und Katze – Kätzchen torpediert die Hunde-Erziehung

 

Wir üben das „Bei-Fuß-Gehen“ ohne Leine, das „Sitz“ aus der Entfernung und das „Kommen auf Ruf“. Zur Sicherheit wird die Schleppleine eingehängt, damit Frauchen dem übermütigen jungen Hund klar machen kann, dass jetzt Arbeit auf dem Programm steht und keine wilde Jagd quer durch den Garten. Für so schwierige neue Übungen ist der Garten ideal, denn es gibt keine Spaziergänger, Radler, Kühe oder andere Hunde, die Airy ablenken. Leider haben wir die Rechnung ohne Kätzchen Maya gemacht. Kaum hat die Samtpfote die rote Schleppleine entdeckt, die sich wie von Zauberhand hinter dem Hund bewegt, stürzt sie sich darauf. Für das Kätzchen ist die Schleppleine ein wunderbares Spielzeug. Und sie hat schnell herausgefunden, dass der Hund sich nicht um sie kümmern darf, sondern auf Frauchen achten soll. Auch Frauchen kümmert sich nur um den Hund und nicht um die Katzendame. Das muss sich ändern, scheint Maya zu denken und sie macht klar, dass sie mitspielen will – allerdings zu ihren eigenen Spielregeln.

 

Für einen jungen Hund ist es ausgesprochen schwierig, brav „Sitz“ zu befolgen, wenn seine Katzenfreundin vor oder hinter ihm herumschleicht und ihn zum geliebten „Fangerles-Spiel“ locken will. Schließlich hat Frauchen ein Einsehen und beschließt, den Übungsplatz zu wechseln. Auf einem nahen Feldweg ist es meistens auch ruhig. Just in diesem Moment grollt es gewaltig aus einer dunklen Wolke, die sich in wenigen Minuten über unserem Hausberg aufgebaut hat. Schon fegt der erste Windstoß durch den Garten und wenig später schüttet es wie aus Kübeln. Nicht nur Kätzchen, auch das Gewitter torpediert die Hunde-Erziehung – nicht zum ersten Mal: wir sind heuer schon mehrfach kräftig nass geworden und auch schon in ein Hagel-Unwetter geraten. Zum Glück ist der Hund hart im Nehmen. 28. 5. 2018

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Wandern und Schauen: Andromeda im Moos

 

Weiße Wolken tanzen über den Mooren – im Allgäu sagt man Moos, wie hier im Agathazeller Moos – das Wollgras wiegt sich im Wind. Neben dem einköpfigen, scheidigen Wollgras (Eriophorum vaginatum) steht vereinzelt auch das schmalblättrige (?) Wollgras mit mehreren überhängenden Büscheln. Direkt daneben blüht die Rauschbeere (Vaccinium uliginosum), deren Blätter im Gegensatz zur ähnlichen Heidelbeere einen blaugrünen Ton haben. Leicht zu erkennen ist die Rosmarinheide, die im Aussehen an Rosmarin erinnert und den hübschen Namen Andromeda polifolia trägt. Die kugelrunden Glöckchen sind schon am verblühen, während sich die winzige Moosbeere (Vaccinium oxycoccos) noch mit ihren Blüten schmückt.

 

Der Fieberklee (Menyanthes trifoliata) steht gern im Wasser oder in feuchten Verlandungszonen. Der Name verrät, dass die Pflanze mit den kleeähnlichen Blättern in der Volksmedizin verwendet wurde. Eine altbekannte Heilpflanze ist auch der Baldrian, allerdings nicht der zierliche Sumpfbaldrian (Valeriana dioica), dessen Blütenstände die gleiche typische Form aufweisen wie die größeren Baldrianarten. Wer genau hinschaut, kann männliche und kleinere weibliche Blüten unterscheiden. Ein Spaziergang im Moos hat für mich immer eine beruhigende Wirkung, jetzt im Frühjahr mit den Weiß-, Grün- und Rosatönen und den vielen kleinen Entdeckungen am Wegrand. 16. 5. 2018

 

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Garten am Alpenrand: Fliederduft in der Luft

 

Der ganze Garten duftet nach Flieder. So oft ich an den violetten Blütendolden vorbei komme, nehme ich eine Nase voll. Gegen Abend ist das Aroma besonders intensiv. Auch die Spiere blüht heuer besonders üppig. Und die Quitte hat sich – wie schon zuvor die Apfelbäume – überreich mit Blüten geschmückt, als wollten die Bäume uns für den frostbedingten Ausfall im vergangenen Jahr entschädigen. Die Apfelbäume haben bereits zahlreiche Äpfelchen angesetzt. Ein Stockwerk tiefer tanzt die Akelei im Wind. Sie verträgt sich farblich wunderbar mit dem tränenden Herz. Ein Stockwerk tiefer stehen die blauen Kerzen des Günsels (Ajuga reptans). Auch die Bergflockenblume hat ihre filigranen blauen Blüten geöffnet und erinnert an die zur Kinderzeit noch häufige Kornblume.

 

Hellblaue Seen im Garten bildet der Gamander-Ehrenpreis (Veronica chamaedrys), der vielen als Unkraut gilt, weil er unkontrolliert überall wuchert. Ich dämme ihn nur etwas ein, lasse ihn aber wie den Günsel als Bodendecker gewähren. Zum Ausrotten ist er viel zu hübsch. Auch vom kriechenden Hahnenfuß (Ranunculus repens) lasse ich einige Pflanzen stehen und freue mich über das kräftige Gelb der Blüten. Daneben wetteifern weiße Bärlauch-Blüten mit den ersten blühenden Erdbeeren. Der Garten – eine Farbsinfonie in Blau, Rosé und Weiß. 15. 5. 2018