Hund und Katze: Welpen-Tagebuch 9

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  1. Woche: Zusammenarbeit ist super!

Auf dem Foto ist nichts zu sehen? Sorry, die wilde Jagd mit Hund und Katz ist schon wieder in der anderen Ecke. Als ich wenig später wieder ins Zimmer komme, knabbert Airy interessiert an einem Bleistift. Ich schließe messerscharf: a) der Bleistift hat sich nicht von selbst vom Tisch auf den Fußboden begeben. b) Airy kann nicht auf den Tisch springen. Daraus folgt c): Kätzchen Maya war verbotenerweise mal wieder auf dem Tisch und hat Airy das Spielzeug hinuntergeworfen. Die Zusammenarbeit klappt offenbar super nach dem Motto: bloß nicht erwischen lassen.

Hund und Katze: Welpen-Tagebuch 8

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  1. Woche: Kätzchen torpediert die Hundeerziehung

Da ist die Sache mit der Stubenreinheit: Airy ist stubenrein, beinahe jedenfalls. Schon bei der Züchterin hat er gelernt, im Notfall eine auf den Boden gelegte Zeitung als Welpen-Toilette zu akzeptieren. Aber bei mir hat Kätzchen Maya ihm gezeigt, dass auf dem Boden liegende Zeitungen ganz anders benutzt werden können: sie rascheln wunderbar beim Zerreißen. Und so findet Frauchen gelegentlich doch eine Pfütze an unerwarteten Orten. Auch andere Erziehungsmaßnahmen nutzt Maya zu ihren Gunsten. Mir fällt auf, dass ich oft „nein!“ sage: „Nein, nicht die Teppichfransen anknabbern, nimm Dein Knabberspielzeug!“, „Nein, du kommst nicht mit durch die Tür“, „Nein, lass Kätzchen in Ruhe, sie muss sich erholen“. Airy kennt den Tonfall, aber kennt er auch das Wort? Beim Knabbern am Teppich und beim Kätzchen ärgern genügt es, Airy eine Alternative anzubieten. Der kleine Hund ist sofort bereit, mit Frauchen statt mit Kätzchen oder Teppich zu spielen. Aber das Warten an der Tür oder auf den Fressnapf, den Frauchen gerade füllt, muss er lernen. Denn hinter der Tür befindet sich eine steile Treppe und am Napf soll er sich auch manierlich aufführen. Wir üben ausnahmsweise mit einem besonderen Leckerbissen, kleinen Rinderhack-Bällchen. Drei Übungen klappen schon gut, also kleine Pause, dann noch eine Übungseinheit. Aber als wir später weitermachen wollen, ist die Schüssel mit den Hackfleischbällchen leer. Maya fand den Inhalt sicher sehr lecker. Bei den nächsten Übungen achte ich darauf, dass die Katze nicht in der Nähe ist. Und trotzdem sind die Übungsleckerli wieder verschwunden. Maya hat offenbar einen sechsten Sinn für solche Delikatessen.

Hund und Katze: Welpen-Tagebuch 7

  1. Woche: Sex ade? Wieder mehr Ruhe?

Kätzchen Maya hat die OP gut überstanden. Sie war ganz brav und lieb, loben die Tierarzt-Helferinnen. Ich hatte Schlimmeres befürchtet. Schließlich war die Kleine halb wild auf einem Bauernhof eingefangen und erst ans Haus gewöhnt worden. Es wäre kein Wunder, wenn sie in fremder Umgebung und unter Stress fauchen und kratzen würde. Aber offenbar hat sie wirklich Vertrauen zu uns Menschen gefasst, ein Vertrauen, das sich nicht mehr so leicht erschüttern lässt. Als ich sie in der Praxis abhole, will sie aus dem Korb heraus schon wieder mit meinem Hosenbein spielen. In den nächsten beiden Tagen ist sie wieder die alte Schmusekatze, nur sehr viel ruhiger. Wie weit das noch die Nachwirkungen von Narkose und OP sind oder ob sich die hormonelle Umstellung schon bemerkbar macht, wird sich im Laufe der Zeit zeigen. Zunächst gilt es, den kleinen Hund zu bremsen, der die Katze wie gewohnt zu wilden Verfolgungsjagden auffordern will. Aber Maja soll sich noch erholen. Airy darf dafür im Garten im Schnee toben: eine herrliche Sache. Damit Maya mehr Ruhe hat, habe ich Katzenkorb und Katzentoilette ein Stockwerk tiefer ins Gästezimmer gestellt, das jetzt zum Katzenzimmer wird. Aber nur schlafen und erholen ist Maya zu langweilig. Bald höre ich die Katzenklappe und der Schmusetiger ist wieder bei uns.

Hund und Katze – Welpen-Tagebuch 6

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2. Woche: Der Milchtopf ist leer

Merkwürdig: Gerade war noch ein Rest Milch im Topf, jetzt ist er leer. Wer hat hier geschleckt? Der Hund kann nicht auf den Herd springen. Da bleibt nur Naschkatze Maya, die unschuldig auf dem Sofa lümmelt.

Erster Waldspaziergang: Über Wurzeln und Äste zu steigen ist für Airy kein Problem. Auch den eisernen Steg über einen Bach betritt er ohne Zögern.  Der Hund will gleich einen Stock mitnehmen, aber der gefällt Frauchen nicht: zu gefährlich. Frauchen sucht einen ganz glatten Zweig, aber der gefällt dem Hund nicht. So ein Apportierspielzeug ist auch unnötig, denn es gibt viele spannende Gerüche. Ein Jogger wird verbellt, was Frauchen merkwürdigerweise nicht gut findet. Bei den Radlern, die uns überholen, ist der Welpe vorsichtshalber still. Wenn Frauchen diese komischen, schnellen Gestalten ignoriert, muss sich der Hund auch nicht darum kümmern. Zumindest nicht, wenn es im Wald spannendere Entdeckungen gibt. Auf dem Rückweg zum Parkplatz müssen wir ein kleines Stück auf dem Gehweg neben der Straße laufen. Das gefällt Airy gar nicht. Der Autolärm macht dem sonst so selbstbewussten Welpen Angst. Das ist einerseits gut, weil er so nicht blindlings auf die Straße läuft. Andererseits werden Spaziergänge ins Dorf oder gar in der Stadt schwierig. Wir müssen Airy langsam an den Verkehr gewöhnen und ihm beibringen, dass er bei Frauchen an der Leine sicher ist.

Hund und Katze: Welpen-Tagebuch 5

2. Woche: Noch mehr Stress mit der Sexualität

Ich rufe zuerst bei den Nachbarn an: Nein, der Kater ist noch nicht kastriert, das soll demnächst passieren. Für Maya bekommen wir in zwei Tagen einen Termin bei der Tierärztin. Es geht mir zwar gegen den Strich, derartig in den Hormonhaushalt des Tieres einzugreifen. Keiner meiner Hunde war kastriert und die Hündin musste erst im Zuge einer Gebärmuttervereiterung operiert werden. Und   ich erinnere mich, wie gerne wir als Kinder mit den Kätzchen auf dem Bauernhof gespielt haben. Aber Mayas Zustand bedeutet Stress für Katze, Hund, Frauchen und den ganzen Haushalt. Nur Nachbars Kater freut sich.

Airy ist schon eine ganze Woche bei uns, Maya drei Wochen. Beide sind größer und kräftiger geworden und bei Airy werden die Beine von Tag zu Tag länger. Beide bescheren uns – neben dem aktuellen Sexualstress – viele fröhliche Momente, wir schmunzeln und lachen den ganzen Tag. Und wir wollen beide nicht mehr missen.

 

 

Hund und Katze: Welpen-Tagebuch 4

  1. Tag: Ist Maya rollig?

Kätzchen lässt sich vom Welpen erstaunlich viel gefallen: Airy darf sie anspringen und zwicken, ohne dass sie gleich Reißaus nimmt. Als sie abwechselnd am Fenster sitzt und zur Tür läuft und dabei laut schreit, habe ich einen Verdacht: Maya wird zum ersten Mal rollig, also geschlechtsreif und deckbereit. Dazu passt, dass sich das Kätzchen besonders verschmust zeigt. Sie sucht ständig meine, beziehungsweise unsere Nähe, kommt auf den Schoß oder rollt sich am Boden und will gestreichelt werden.

Erster Spaziergang mit der Schleppleine übers Feld. Airy darf nach Herzenslust springen. Die 3-Meter-Schleppleine sorgt dafür, dass der Welpe in unmittelbarer Nähe bleibt. Schnell zeigt sich, dass die Schleppleine ihn nicht im Geringsten stört und dass sie noch gar nicht nötig ist, weil der Kleine sich ohnehin nicht weiter entfernt. Die Weidefläche ist offenbar nicht besonders interessant. Airy schnuppert zwar da und dort, aber der Blick geht immer wieder zu Frauchen und fordert: ich will spielen! Ich werfe einen der herumliegenden Zapfen. Airy läuft zwar nach, findet den Zapfen aber uninteressant. Mag er den Geruch nicht?P1070515_1[3882]

  1. Tag: Stress mit der Sexualität.

Mein Verdacht hat sich bestätigt: Maya ist rollig. Sie zeigt das volle Programm: sie wälzt sich auf dem Boden, streckt beim Laufen das Hinterteil in die Höhe und legt den Schwanz zur Seite. Und sie schreit, dass es jeder Kater im Umkreis hören muss. Airy ist aufgeregt: Er schnuppert an der Katze, rempelt sie an, zwickt sie ins Fell. Da sich Maya alles ohne Gegenwehr gefallen lässt, wird er immer wilder und setzt ihr grob zu. Ich muss die beiden trennen und Airy zur Beruhigung in seine Box setzen. Ich habe von einer Hunde-Freundin eine fast neue Riesenbox bekommen, in der auch ein Berner Sennenhund Platz hätte. Hund und Katze nutzen abwechselnd den bequemen Ruheraum zum Schlafen oder Spielzeug verstecken. Da der Hund völlig überdreht ist und sich nicht beruhigen will, lege ich eine Decke über die Box. Das hilft: der müde getobte Hund schläft schnell ein. Aber das passt dem Kätzchen nicht. Maya schleicht um die Box, kratzt am Gitter, springt hinauf. Es hilft nichts, ich muss das Kätzchen aussperren. Sie soll sich im Gästezimmer beruhigen. Als ich nach dem letzten Gartenspaziergang mit Airy nach Maya schauen will, ist sie nicht aufzufinden. Das ist nicht ungewöhnlich, für eine zierliche Katze gibt es einige Verstecke im Haus, hinter den Büchern im Bücherregal, unter der Treppe, im Kleiderschrank mit der schlecht schließenden Tür. Normalerweise lässt sie sich rufen, aber wenn die Hormone verrücktspielen …Am nächsten Morgen wache ich in aller Frühe auf, weil der Bewegungsmelder das Licht an der Terrassentür angeschaltet hat. Nachbars Kater ist mal wieder unterwegs. Aber diesmal ist er nicht allein: wie ein vollendeter Kavalier liefert er Maya vor ihrer Haustür ab. Es bleibt ein Rätsel, wie sie es geschafft hat, trotz unserer Vorsicht zu entwischen. Das Kätzchen kommt herein, frisst hungrig und schläft den ganzen Tag. Es war wohl eine anstrengende Liebesnacht.