Hund und Katze: Welpen-Tagebuch 18

  1. Woche: Ernüchterung

Airy zeigt an, dass er raus muss. Aber kaum im Garten, tanzt er um mich herum und will spielen und toben. Er soll doch sein Geschäft machen. Aber er denkt nicht daran. Quer durch den Garten toben ist viel schöner! Ich werfe ein paar Mal seinen Ring, er rennt begeistert hinterher. Das Bringen klappt nur gelegentlich, meistens kommt er ohne sein Spielzeug zurück. Aber er kommt (!) und wird gelobt. In der Regel wird ihm das Spiel schnell langweilig, auch diesmal verliert er das Interesse am gelben Gummiring. Er zupft lieber an den Samenständen der Stauden, die ich für die Vögel stehen gelassen habe. Dann ist die nächste Tobe-Runde dran. Ich animiere ihn nicht mehr, schließlich soll er sein Geschäft machen. Als Lieblingsort dafür hat er sich das Rosenbeet ausgesucht. Das ist nicht ganz in meinem Sinn, aber besser als im Erdbeerbeet. Und unter dem Schnee kann Airy die Beet-Begrenzung nicht erkennen. Für Dackeldame Loni war der Minizaun zu hoch, Welpe Airy steigt mit Leichtigkeit darüber und nimmt den kleinen Schneewall nicht als Hindernis wahr. So wie jetzt: er schnuppert im Rosenbeet. Ich stehe mit der Schaufel bereit, um seine Hinterlassenschaft in eine andere Gartenecke zu verfrachten. Aber es kommt nichts. Ich gebe auf und rufe Airy ins Haus. Zehn Minuten später sehe ich die Bescherung: im Flur gibt es einen kleinen See. Welpen-Tagebuch 18

Hund und Katze: Welpen-Tagebuch 17

  1. Woche: Airy muss mal. Sofort!

Noch ein Hurra! Seit zwei Tagen zeigt Airy ziemlich zuverlässig an, wenn er raus muss. Bisher war das eher Zufall, und Frauchen musste es ahnen bzw. rechtzeitig auf die Uhr schauen und den Welpen in den Garten lassen. Und trotzdem passierte gelegentlich ein „Unglück“, oft gerade dann, wenn Frauchen dachte, den Satz schreibe ich noch fertig, oder schon die Schuhe anzog. Merke: ein Welpe kann nicht warten, wenn er muss, dann muss er. Sofort! Und manchmal hebt Airy dabei schon das Bein, wie ein großer Rüde. – Aber die Frage, was männlich oder weiblich ist, ist auch in der Hundewelt nicht immer eindeutig zu klären. Dackelhündin Loni hat auch das Bein gehoben. Sie war eine Rauhaar-Dackeldame mit Selbstbewusstsein.

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Mehr über Rauhaar-Dackel Loni in meinem Buch „Dackelblick und Ringelschwanz“

Garten am Alpenrand: Lenzrose ohne Lenz

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  1. 2. 2018 Die Lenzrose will blühen

Die Lenzrose will blühen, aber der Winter lässt es nicht zu. Zwei Tage nach dem Foto ist sie schon wieder verschneit. Und das ist gut so, denn Tage und Nächte sind eisig kalt mit zweistelligen Minus-Temperaturen. Da schützt der Schnee vor dem Erfrieren. Auch die Schneeglöckchen sind zugeschneit wie schon mehrfach in diesem merkwürdigen Winter. Frühling war Anfang Januar, jetzt Ende Februar ist tiefster Winter.

Hund und Katze: Welpen-Tagebuch 16

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  1. Woche In der Tierarzt-Praxis

Große Erleichterung, Airy hat die zweite Impfung gut überstanden. Er war nur etwas müder als üblich. Auf die erste Impfung noch bei der Züchterin hatte er ziemlich heftig reagiert. Unsere Tierärztin hat deshalb bei der zweiten Impfung die Dosis reduziert. Nun müssen wir zwar in vier Wochen nochmal antreten, aber das scheint mir das kleinere Übel zu sein. In der Tierarzt-Praxis war Airy super brav. Er kannte sich ja schon aus, wir waren schon zweimal zur Probe da. Der kleine Pieks war schnell wieder vergessen, denn es gab Lob und Streicheln und Leckerli von allen Seiten. Spannend war die Begegnung mit einem jungen Schäferhund und einem Terrier, auch wenn sich alle nur von weitem beschnuppern durften. Die exakte Tierarzt-Waage zeigt: Der Welpe hat in den letzten vier Wochen ein Kilo zugelegt und wiegt jetzt knapp 3 Kilogramm. Frauchen merkt es am Geschirr: wir brauchen schneller als gedacht die nächste Größe. Auch aus der Auto-Welpen-Box ist der Hund schon herausgewachsen. Zum Glück haben wir Geschirr und Box vom Hund einer Freundin geerbt, deren Flocki sich vehement weigert, in die große Box zu steigen. Airy dagegen ist ohne zu zögern von selbst umgezogen: ich habe ihn in der gewohnten kleinen Box ins Auto gestellt, die große Box mit ein paar Leckerli daneben, und dann auf dem nächsten Parkplatz beide Türen aufgemacht. Als ich vom Einkauf zurückkomme, liegt Airy schon ganz selbstverständlich in der neuen, großen Box.

Hund und Katze: Welpen-Tagebuch 15

  1. Woche: Wem gehört der Woll-Korb?

Knöpfe annähen, Socken stopfen, Löcher ausbessern, das sind Arbeiten, die Frauchen höchst ungern erledigt. So ist es kein Wunder, dass sich im dafür vorgesehenen Korb Wollsachen, Blusen und Socken stapeln. Maya findet das wunderbar: sie kann sich ganz verkriechen oder obenauf thronen, im Korb ist es weich und warm. Dumm ist nur, dass Hund Airy schon wieder gewachsen ist, vor allem die Beine scheinen täglich länger zu werden. Jedenfalls schafft er es inzwischen, den Korb zu erklimmen und Kätzchen zu vertreiben. Maya verkriecht sich im Katzenkorb. Aber plötzlich liegt der Hund drin. Maya muss sich einen höheren Ruheplatz suchen.P1070730_1[4099]

Airy wird immer selbständiger. Wenn ich ihn bisher beim Spaziergang gesucht habe, konnte ich sicher sein, dass er direkt hinter meinen Fersen war. Aber bei einem der letzten Ausflüge ist im Schnee die Schleppleine unter meinem Schuh durchgerutscht und Airy war in Windeseile weit voraus. Dabei schnüffelte er alle paar Schritte im Schnee. Eine Wild-Spur? Nein, Frauchens Fußspuren im Neuschnee – wir waren auf dem Rückweg. Er wäre wohl brav nach Hause gelaufen. Aber dann hat er doch gemerkt, dass Frauchen noch hinter ihm war. Wir müssen das „Komm“ verstärken. Sobald er zu mir schaut, wird er gerufen und kräftig gelobt, wenn er kommt.

Hund und Katze: Welpen-Tagebuch 14

4.Woche: Maya erkundet den Garten

Kätzchens OP-Wunde ist problemlos verheilt, die Fäden sind gezogen. Damit steht weiteren Begegnungen mit Nachbars Kater nichts mehr im Wege, es wird keine Folgen geben. Ob der Kater noch an Maya interessiert ist, wird sich zeigen. Jedenfalls darf Kätzchen jetzt hinaus in den Garten. Der erste Sprung führt auf den Dachbalken des Gartenhauses. Dann banges Miauen: wie komm ich da wieder runter? Frauchen weiß Rat und holt eine Leiter. Aber als ich mit dem Rettungsgerät ankomme, springt Maya mir bereits entgegen. Sie hat den Absprung allein geschafft. Dann erprobt sie ihre Kletterkünste am Zwetschgenbaum, was ebenfalls gefährlich aussieht, aber auch hier wird der Abstieg selbstständig gemeistert. Gemeinsam mit dem Hund erkundet Maya den Komposthaufen, auf dem zwar nur Grasschnitt, Blätter und sonstige Gartenabfälle kompostiert werden, der aber trotzdem interessant riecht. Seit ich einen hartnäckigen Fuchs als Kompostverteiler im Garten hatte (nachzulesen in meinem Buch „Dackelblick und Ringelschwanz“), kommen Küchenabfälle nur noch in einen geschlossenen, runden Komposter, den auch der schlaueste und kräftigste Fuchs nicht auseinandernehmen kann. Maya trägt ein schickes rotes Halsband zum Zeichen, dass die künftige Freigängerin keine Streunerin ist. Das Halsband geht bei Belastung auf, damit sie bei ihren Exkursionen nicht irgendwo im Gelände hilflos hängenbleibt. Sie ist auch gechipt und bei Tasso registriert, aber den Chip sieht man nicht. Fürs Erste ist die Gefahr gering, dass Maya verlorengeht, denn sie entscheidet sich, mit Hund und Frauchen wieder in die warme Stube zurückzukehren.

Hund und Katze: Welpen-Tagebuch 13

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Friedlich beisammen liegen? Das geht nicht lange gut:

  1. Woche: Airy entdeckt seine Stimme

Erst wird geknurrt, dann herausfordernd gebellt. Kätzchen liegt mal wieder auf der Hundebox und verteilt von oben ein paar Tatzen-Hiebe, offenbar spielerisch mit eingefahrenen Krallen. Denn Airy lässt sich nicht abschrecken. Ganz im Gegenteil: jeder misslungene Versuch, Maya zu erreichen, stachelt ihn weiter an. Er springt so hoch er kann und bellt so laut es geht. Noch passiert das in Welpen-Lautstärke und wirkt eher komisch als gefährlich. Kätzchen sieht das auch so und schaut gelangweilt nach unten. Ich sehe voraus, dass mir die jetzt noch lustigen Beller in ein paar Monaten nicht mehr gefallen werden und setze dem Treiben mit einem kräftigen „Schluß!“ ein Ende. Aber so leicht lässt sich Airy nicht von dem fröhlichen Spiel abbringen. Eine Alternative muss her: der alte Knabber-Schuh sorgt erst einmal für Abwechslung.

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